Die Prügel aushalten

Eine Fußballlegende fängt von vorne an: Von der Kreisliga aus möchte der Traditionsverein, dem es an Spielern wie auch an Zuschauern mangelt, wieder nach oben.
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Der TuS Eving-Lindenhorst galt neben dem BVB als einer der Motoren des Ruhrgebietfußballs. Aus der grün-weißen Talentschmiede traten Michael Zorc, Lars Ricken und Stefan Klos hervor. Jetzt muss der Traditionsverein sich neu ordnen und die Krise in der Landesliga durchstehen.

Trotz einer 0:13-Niederlage am Wochenende gegen den SV Sodingen im Nacken ist Peter Kowalski, Hauptvereinsvorsitzender des TuS, gefasst: „Wir haben das Spiel am kommenden Sonntag gegen den SV Brackel abgesagt. Diese Woche werden wir uns zusammensetzen und in Ruhe neu ordnen. Eine gewisse Lustlosigkeit war schon zu sehen. Das ist verständlich, müssen wir aber ändern. Die Saison spielen wir zu Ende.“
Bei der 1. Mannschaft sind aktuell nur fünf von neun angestammten Spielern verfügbar. Zwei Spieler sind aufgrund von roten Karten gesperrt, zwei weitere nicht erschienen, Trainer Christian Esser möchte auf ihren weiteren Einsatz verzichten. Kein Spieler des Landesligateams bezieht zur Zeit Gehalt. Personelle Unterstützung aus der Alt-Herren-Mannschaft und A-Jugend sorgen dafür, dass überhaupt eine spielfähige Mannschaft auflaufen kann.

Alte Herren haben Spiele abgesagt um zu helfen

„Unser Team der Alten Herren hat ihre Spiele abgesagt, um für die 1. Mannschaft zur Verfügung stehen zu können“, ergänzt Kowalski. Zugleich hebt der Vorsitzende die Bereitschaft der Jugendfußballer hervor, warnt aber vor falschen Erwartungen: „Bei den Ersten Herren geht es schon mehr zur Sache. Damit muss ich als Jugendspieler rechnen, dass ich dann nicht sofort in der höheren Klasse die Partien rocke.“ Da die A-Jugend nun nach ihrem Aufstieg in die Landesliga die Spielklasse gesichert haben, kann Trainer Esser in kommenden Spielen auch die Leistungsträger des Nachwuchsteams fordern.
Eine Konkurrenzfähigkeit im Kampf um den Klassenerhalt sieht der Verein jedoch nicht mehr, mit einem Neustart in der Bezirksliga wird seit Längerem geplant.
Finanziell ist der Spielbetrieb zumindest gesichert, „die Steuern sind bezahlt und schuldenfrei sind wir auch. Jetzt müssen wir emotional und spielerisch durch die Saison durch und auch mal die Prügel auf dem Platz aushalten“, motiviert Kowalksi.

Neuer Vorstand noch diesen Monat

Am 28. April soll ein neuer Vorstand der Fußballabteilung gewählt und die Führungsetage verjüngt werden, um kommunikativ näher an der Jugend als sportliche Zukunft zu sein. Ein neuer Trainer wird gesucht, da Esser nach den Ereignissen des letzten Spieltages nicht mehr sein Amt in der nächsten Spielzeit bekleiden möchte. Vereinsintern wird für diesen Posten mit einem ehemaligen TuS-Spieler, der die Jugendabteilung gut kennt, als Coach für 2014/2015 gerechnet. Die wirtschaftlichen und strukturellen Vereinsgeschicke soll Andreas Seiffert, ehemals sportlicher Leiter des VfL Kemminghausen, lenken. Neben der 1. soll auch eine zweite Mannschaft zur nächsten Saison angemeldet werden können.
Kowalski schaut optimistisch auf den Neuanfang: „Einige schlaflose Nächte habe ich hinter mir. Für die nächste Saison bin ich aber positiv gestimmt“. Es bleibt spannend, ob wieder – wie in Gründungstagen – ein Phönix aus der Evinger Asche in die Fluthelle treten wird.

Eine Fußballlegende fängt von vorne an: Von der Kreisliga aus möchte der Traditionsverein, dem es an Spielern wie auch an Zuschauern mangelt, wieder nach oben.
Bislang letzter Akt des Trauerspiels: das 0:13 gegen Sodingen (weiß-grün-schwarze Trikots) am Sonntag.
Autor:

Lokalkompass Dortmund-Nord aus Dortmund-Nord

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