Flughafen reagiert auf Kritik der SGF: Bilanz nicht voreilig ziehen

Udo Mager, Geschäftsführer des Dortmunder Flughafens, reagiert auf die Kritik der Schutzgemeinschaft Fluglärm.
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  • Foto: Hans-Jürgen Landes
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„Ich empfehle, sachlich zu argumentieren und nicht zu spekulieren“, bezieht Geschäftsführer Udo Mager Stellung zur Kritik der Schutzgemeinschaft Fluglärm (SGF). Die SGF hatte unter der Überschrift "Flughafen dümpelt im Sommerloch" auf die rückläufigen Passagierzahlen hingewiesen und bezweifelt, dass der Flughafen das selbst gesteckte Ziel von 2 Millionen Passagieren in diesem Jahr erreichen kann.

"Auch bei unterschiedlichen Interessenslagen sollte das Gebot der Sachlichkeit stets im Vordergrund stehen", wünscht sich Mager einen anderen Umgang miteinander. Bereits am 11. Juli habe der Airport die Halbjahresbilanz vorgestellt und als „durchwachsen“ bewertet. Einem starken ersten Quartal mit vier Prozent Passagierwachstum folgten drei Monate mit einem Passagierrückgang um rund 39.000. Exakt diese Werte sind nun auch in der zeitversetzt veröffentlichten Statistik der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Verkehrsflughäfen (ADV) ablesbar.

„Der Rückgang von 2,47 Prozent fällt im Branchenvergleich noch moderat aus und lässt nicht die Feststellung zu, dass ‘die meisten Flughäfen ein Plus bei den Passagierzahlen‘ verzeichnen“, so Udo Mager weiter. Tatsächlich zeigt der Blick in die Statistik, dass bei 13 von 21 Flughäfen ein Rückgang im ersten Halbjahr festzustellen ist, der zwischen minus 0,7 und minus 13,2 Prozent liegt.

Dezentrale Flughäfen trifft die zurückhaltende Reisebereitschaft besonders. Aber auch Luftfahrt-Drehkreuze wie der Flughafen Frankfurt verzeichnen einen Wachstumsrückgang, der vor allem auf die anhaltende Terrorangst von Reisenden zurückzuführen ist. „Wir sind gut in die Sommerferien in Nordrhein-Westfalen gestartet. Angesichts der äußeren Einflüsse sehen sich in diesem Jahr aber alle Flughäfen mit einer Ausnahmesituation konfrontiert, die eben kein Dortmunder Phänomen ist“, beschreibt Udo Mager die Situation.

Auch die ADV konstatiert in der aktuellen Monatsstatistik, dass der Monat Juni der dritte Monat in Folge sei, in dem die Terroranschläge deutliche Spuren in der Luftverkehrsentwicklung hinterlassen haben. Die Märkte des Pauschaltourismus in den östlichen Mittelmeerregionen (insbesondere die Türkei und Ägypten) seien eingebrochen, heißt es dort.

„Die Bilanzierung der sechswöchigen Ferienzeit wird zeigen, ob sich auch in diesem Jahr die Monate Juli und August als passagierstärkste Zeitspanne bestätigen“, kündigt Udo Mager die Veröffentlichung der Fluggastzahlen für Ende August an. Das sei dann auch der Zeitpunkt, die Entwicklung zu kommentieren.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-Ost aus Dortmund-Ost

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