SPD-Fraktion initiiert Ausschuss-Beschluss zur Reduzierung der Belastungen in Asseln und Wickede
Verkehrskonzept für Hellweg soll kommen

Speziell in Zeiten des Berufsverkehrs geht's auf dem Hellweg - hier in Wickede - ganz schön trubelig zu (Archivfoto).
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  • Speziell in Zeiten des Berufsverkehrs geht's auf dem Hellweg - hier in Wickede - ganz schön trubelig zu (Archivfoto).
  • Foto: Karl-Heinz Czierpka/SPD
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In der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz, Stadtentwicklung und Wohnen (AKUSW) wurde ein Antrag der SPD-Fraktion zur Verbesserung der Verkehrssituation am Hellweg in Asseln und Wickede beschlossen.

Hierzu erklärt die SPD-Ratsfraktion: „Eine Entlastung der Bürger*innen und eine Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität am Hellweg ist nur durch den Weiterbau der L663n möglich. Heutige Auto- und insbesondere LKW Verkehre müssen vom Hellweg weg geleitet werden."

Kritik am Moratorium zum L663-Weiterbau

Leider werde der Weiterbau durch das Moratorium (initiiert von einer Mehrheit von Grünen, CDU und Linke+; Anm. d. Red) um Jahre verzögert, die dringend notwendige Entlastung könne nicht erreicht werden. Dennoch sollten die kommenden Jahre aktiv genutzt werden, um den Hellweg umzugestalten und freundlicher für Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen zu machen.

"Hierfür haben wir nun im Planungsausschuss (wie der AKUSW meist griffiger genannt wird; Anm. d. Red.) einen Antrag beschlossen, der zu merklichen Entlastungen für die Anwohner*innen führen soll“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Carla Neumann-Lieven.

Und die örtliche SPD-Ratsvertreterin Anna Spaenhoff  aus Wickede ergänzt: „Lkw-Verkehre, Kleintransporter, Pkw, eine einspurige Stadtbahn und eine enge Bebauung sorgen tagtäglich für einen verstopften Hellweg. Die Ortskerne in Asseln und Wickede existieren als solche nicht, da eine kurze Überquerung des Hellwegs von Geschäft zu Geschäft ein Spießroutenlauf wird."

Und Spaenhoff führt weiter aus: "Insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmende wie Senior*innen oder Kinder und die Anwohnenden bekommen diese Auswirkungen besonders zu spüren. Die erhoffte Entlastung durch die L663n ist leider in die Ferne gerückt, daher müssen nun Veränderungen direkt am Hellweg vorgenommen werden.“

Weitere Planungskapazitäten sollen bereitgestellt werden

So sollen nun weitere Planungskapazitäten zu Gunsten einer Verbesserung der Situation am Hellweg in Asseln und Wickede bereitgestellt werden. Mit diesen zusätzlichen Planungskapazitäten soll ein Maßnahmenpaket zur Reduzierung der Belastungen durch den Verkehr sowie zur Förderung der Verkehrswende erarbeitet und umgesetzt werden.

Die Verwaltung ist dabei unter anderem damit beauftragt worden, zeitnah ein Verkehrskonzept für den Hellweg zu erstellen, mit dem die Förderung des Rad- und Fußverkehrs, die Verbesserung des ÖPNVs und die Umgestaltung des Straßenraums erfolgen soll. Auch der bereits vor längerem beschlossene zweigleisige Ausbau des Brackeler und Asselner Hellwegs soll nun zeitnah umgesetzt werden.

"Wir müssen versuchen, Lösungen für die Menschen vor Ort zu schaffen"
Anna Spaenhoff, SPD-Ratsvertreterin aus Wickede

„Die Entscheidung zum Moratorium der L663n darf nicht die existierende Belastung des Hellweges und derer Anwohner*innen sowie Nutzer*innen ignorieren und vertagen. Augen zu und durch darf keine politische Maßgabe sein. Daher müssen wir nun mit diesen Maßnahmen nach vorne schauen und immerhin versuchen, Lösungen für die Menschen vor Ort zu schaffen“, so Anna Spaenhoff weiter.

„Natürlich werden wir uns aber weiterhin auch für die Realisierung der L663n einsetzen“, erklärt Carla Neumann-Lieven abschließend.

Autor:

Ralf K. Braun aus Dortmund-Ost

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