WDR 4 Sommer Open Air in Essen

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Unfähiges Orga-Team und geniale Musikakts

Seit Wochen machte WDR4 Werbung für das große Sommerspektakel in Essen am Baldeneysee Werbung. Familienfreundlich und ein tolles Programm für Jung und Alt.
Eine Familie aus Duisburg schaute vor der Anreise nochmals auf der eigen dafür durch den WDR angelegte Homepage, was alles zu beachten sei. Was durfte mitgenommen werden und was sollte zu Hause bleiben. Nun waren diese Informationen sehr wichtig, denn für die kleine 6 jährige Tochter sollte es ein schöner Tag werden.

Am Eingang wurde die Familie von unfreundlichen Ordnern empfangen und darauf aufmerksam gemacht, dass Getränke nicht mitgenommen werden dürften. Als der Vater jedoch dem Ordner mitteilte, dass er vorher nachgeschaut habe, erhielt er die lapidare Antwort, dass sich die Bestimmungen geändert hätten und es Getränke im Innenraum geben würde. Da der Vater dieses nicht einsah, griff er zu einer kleinen Notlüge und teilte dem Ordner mit, dass das Mädchen viel Wasser trinken müsse, weil es krank sei. Unmittelbar nach diesen Worten merkte der Vater selber, das Lügen nicht zu seinen Stärken gehörte. Die Flasche musste außerhalb geleert werden und ihm wurde mitgeteilt, dass er heute eigentlich nicht das Konzert besuchen dürfte, weil er ihn angelogen hatte.

Endlich im Innenraum angekommen, hatte die Familie durst. Für eine Sinalco sollten 3 € zzgl. 1 € Pfand gezahlt werden. Es blieb ja nichts anderes übrig, als darauf einzugehen. Um 16.30 Uhr war die Familie also auf dem Gelände und verweilte bis spät abends. Das bedeutete, viele Stunden bei übertrieben teuren Preisen verharren.
Nun bekam der Vater Durst. In 2 Reihen standen die Besucher 50 Minuten (!!!) an, da nur 2 Bedienungen anwesend waren. Als der Vater dann an der Theke nachfragte, erhielt er die forsche Antwort:“ Wer hat denn gesagt, dass Sie nicht auch eine dritte Schlange bilden dürfen?“ Daraufhin rastete er fast aus. Als ihm dann bei der Bestellung mitgeteilt wurde, dass es mit dem Bier noch eine Weile dauern würde, Weizenbier gerade nicht kalt sei und alkoholfreies Weizen nur in nicht sauberen Gläsern ausgegeben werden konnte, staunten auch alle in unmittelbarer Nähe befindlichen Besucher nicht schlecht.

Auf den stinkenden Toiletten gab es kein Toilettenpapier und für Kinder gab es keine Angebote, außer einem Glücksrad, an dem sie drehen durften.
Das schönste Bild zeigte mir dann der Vater vom Döner Verkauf. Endlos erscheinende Warteschlangen sorgten dafür, dass sich der Verkäufer über Umsatz nicht beklagen konnte und sich die zahlreichen Geldscheine im Waschbecken türmten (s.Foto).

Der musikalische Akt war allerdings sehr positiv. Laith Al-Deen, der nicht alternde Albert Hammond und zu guter Letzt die Kultband OMD machten das organisatorische Versagen vergessen und die 6 jährige Tochter hielt gut und munter durch und klatschte auf den Schultern ihres Vaters speziell OMD zu, die ihre zeitlosen Werke auch 30 Jahre nach der ersten Veröffentlichung aufsaugen ließen.

Somit waren die Konzerte an diesem Tag vom Feinsten und das Orgateam des WDR sollte ausgewechselt werden.

Autor:

Olaf Oberkalkofen aus Duisburg

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