Sprengvorbereitungen für den 24. März 2019 laufen – Kritik der Linken
Der Abriss des „Weißen Riesen“ rückt immer näher

Noch ragen die "Weißen Riesen" über Hochheide. Archivfotos: Bartosz Galus
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  • Noch ragen die "Weißen Riesen" über Hochheide. Archivfotos: Bartosz Galus
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Die Zeit des „Weißen Riesen“ an der Friedrich-Ebert-Straße läuft langsam ab. Mitte Dezember gab Oberbürgermeister Sören Link gemeinsam mit Carsten Tum, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt, sowie Jürgen Kugelberg, Geschäftsführer Immobilien-Management Duisburg, vor Ort Auskunft über die Entwicklung der Arbeiten an dem Gebäude der Friedrich-Ebert-Straße 10-16 in Homberg-Hochheide.

„Die Schadstoffsanierung ist erfolgreich abgeschlossen und die Vorbereitungen zur Sprengung am 24. März 2019 haben begonnen“, zeigte sich Oberbürgermeister Sören Link erfreut über den derzeitigen Stand. „Die Sprengung des Gebäudes wird gleichzeitig für einen Neuanfang des Stadtteils stehen.“ In den letzten Monaten wurde der asbesthaltige Spachtel auf Wänden und Decken entfernt, so dass alle Schadstoffe aus dem Gebäude vollständig entfernt werden konnten. In diesem Zusammenhang musste eine Fläche von circa 85.000 Quadratmetern mit einem Hochdruck-Wasserstrahl-Verfahren bearbeitet werden. Beigeordneter Carsten Tum ergänzt: „Der Rückbau des Gebäudes und die Umsetzung der städtebaulichen Ziele werden die Aufenthaltsqualität deutlich verbessern und Hochheide einen neuen Entwicklungsimpuls geben.“
Um das Gebäude für die Sprengung vorzubereiten, müssen nun die Löcher für die Sprengladungen gebohrt, sowie sogenannte statische Vorschwächungen vorgenommen werden. In den beiden Untergeschossen sowie auf weiteren Etagen werden hierfür Teile von Wänden und Decken heraus genommen. Die noch vorhandene Konstruktion des Gebäudes besteht lediglich aus Stahlbeton. Einige wenige Bauteile, wie zum Beispiel die Fenster oder auch Teile des Daches, werden bis zur Sprengung noch entfernt. In den Außenbereichen müssen Fallbett und Schutzwälle erstellt werden, die dazu dienen, die Auswirkungen von Staub und Erschütterungen infolge des einstürzenden Gebäudes zu reduzieren. Sämtliche Vorbereitungen für die Sprengung wurden durch den europaweit renommierten Statiker Dr. Melzer berechnet.

Kritik der Linken - Protest gegen den Abriss

  • Wie nun bekannt geworden ist wollen die Duisburger Linken den Leerzug vorerst stoppen. Sie fordern "Fördergelder für guten Wohnraum, statt für Abriss".
  • „Der Abriss weiterer weißer Riesen in Hochheide hätte erhebliche negative Auswirkungen für Hochheide, aber insbesondere für die Bewohner. Deshalb sollten die Pläne des weiteren Leerzugs gestoppt werden“, erklärt Lukas Hirtz, Kreissprecher der Linken Duisburg. „Die Entscheidung, nicht nur die vor der Sprengung stehenden Hochhäuser abzureißen, beruht auf völlig veralteten Zahlen. Als die Daten erhoben wurden schrumpfte die Stadt, stagnierten die Mieten. Jetzt ist die Stadt aber gewachsen, die Mieten steigen für viele ins Unbezahlbare, der Sozialwohnungsbestand nimmt dramatisch ab und die Armut in dieser Stadt wächst. Die Bewohner-innen und Bewohner der Ottostraße 54-56, würden im Falle eines Umzug wohl kaum mehr eine Wohnung zu derselben oder ähnlichen Miethöhe erhalten. Aber auch für Hochheide und ganz Duisburg würde eine weitere Zerstörung von günstigem Wohnraum bedeuten, dass die Mieten, auch Bestandsmieten ansteigen. Wir brauchen zuerst vernünftigen Ersatz.“
  • Weiterhin fordert Hirtz: "Die Stadt Duisburg braucht wesentlich mehr guten und günstigen Wohnraum. Die Fördergelder, die nun in die Zerstörung von Wohnraum gesteckt werden, könnten und sollten in die mietpreisneutrale Aufwertung des Wohnraums in Hochheide gesteckt werden, so wie in die soziale und öffentliche Infrastruktur. 
Noch ragen die "Weißen Riesen" über Hochheide. Archivfotos: Bartosz Galus
Die Duisburger Linke kritisiert den geplanten Abriss der "Weißen Riesen". Archivfotos: Bartosz Galus

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