Großes Demo-Kulturfest am 1. Mai für ein weltoffenes Duisburg
"Wir sind viele!"

 An die 100 Organisationen und Einzelpersonen wollen mit einem "freundlichen und friedlichen" Kulturevent für eine lebenswerte und weltoffene Stadt werben.
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  • Foto: Frank Preuß
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Mit einem Großaufgebot wird die Polizei Duisburg am Tag der Arbeit, 1. Mai, im Einsatz sein, wurden doch ein Vielzahl an Versammlungen angemeldet. Hauptaugenmerk dürften die Sicherheitskräfte auf die Demo der Partei "Die Rechte" legen, die am Nachmittag durch Wanheimerort ziehen will. Gegen diesen landesweiten Aufmarsch hat sich ein breites Duisburger Bündnis gebildet, das unter anderem mit einer großen Kulturdemo Zeichen setzen will gegen Rassismus und Hass.

An die 100 Initiativen, Parteien, Gewerkschaften, kirchliche Verbände, unabhängige Organisationen und Einzelpersonen haben sich zum Bündnis "DUISPUNKT + Wir" zusammengetan. Unter dem Motto „Gemeinsam am 1. Mai – für ein lebenswertes, weltoffenes Duisburg“ will das Bündnis nach monatelangen Vorbereitungen "kraftvollen, kreativen, öffentlichen Druck ausüben" auf den Marsch der Partei "Die Rechte".

Friedlicher Protest

Dazu wurde ein großes Kulturprogramm zusammengestellt, das am 1. Mai, zwischen 13 und 18 Uhr, auf dem Hochfelder Markt, Saarbrücker Straße/Gitschiner Straße, über die Bühne geht. Unter anderem dabei: die 24-köpfige Brass Band Rheinhausen, das Junge Ensemble Ruhr, die Kölner Grunge-Band Mambas, die Deutschrock-Band Monotyp, das kreativ-bunte Allerwelt-Ensemble Duisburg und viele mehr.
Doch nicht nur dort soll gegen Rechts Flagge gezeigt werden. Eine Vielzahl weiterer Aktionen ist geplant. So startet beispielsweise um 13 Uhr an der Bühne im Landschaftspark Nord, wo die große DGB-Maikundgebung mit anschließendem Familienfest stattfindet, ein Fahrrad-Korso zur DUISPUNKT-Bühne in Hochfeld. Vom Böninger Park, wo von 13 bis 17.30 Uhr der AWO-Ortsverein Hochfeld-Stadtmitte traditionell sein 1. Mai-Fest feiert, beginnt um 14 Uhr ein Solidaritätslauf ebenfalls zum Hochfelder Markt.
Für ein buntes Neumühl und damit auch für eine offene, tolerante Stadt wirbt auch die Feier zur Vereins- und Bürgerbaum-Aufstellung von 11 bis 17 Uhr auf dem Hohenzollernplatz/Neumühler Markt.
Zudem gibt es Mahnwachen verschiedener Gruppierungen am Parkplatz des Waldfriedhofs an der Düsseldorfer Straße und am Bahnhof Hochfeld-Süd, am Dellplatz und an der Pauluskirche Hochfeld.

Aufruf der evangelischen Kirche

"Nationalsozialistisches Gedankengut, Rassismus und Antisemitismus sind für uns mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar", erklären im Vorfeld der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Diakonische Konferenz. Deshalb rufen sie "alle Gemeindeglieder, alle Mitarbeitenden und alle Menschen guten Willens auf, am 1. Mai eine der zahlreichen geplanten Kundgebungen und Gegenveranstaltungen zu nutzen, um im vielfältigen friedlichen Protest gemeinsam klarzustellen, dass Rechtsradikalismus in Duisburg keine Chance hat."
Die "unverhältnismäßige Abriegelung" des Stadtteils Wanheimerort durch die Polizei stößt unterdessen beim Bündnis "DUISPUNKT + Wir" auf Kritik. "Wir empfinden das als Beeinträchtigung unseres demokratischen Rechtes, uns dem Nazi-Aufmarsch friedlich entgegenzustellen", so Eckert Pressler, einer der "DUISPUNKT"-Initiatoren.

 An die 100 Organisationen und Einzelpersonen wollen mit einem "freundlichen und friedlichen" Kulturevent für eine lebenswerte und weltoffene Stadt werben.
Weil die Partei Die Rechte in Wanheimerort aufzieht, will das Bündnis "DUISPUNKT + Wir" am 1. Mai mit einer Kulturdemo ein Zeichen für ein lebenswertes, offenes Duisburg setzen - so wie schon die früheren Aktionen der "DUISPUNKT"-Initiative gegen die Pegida-Demos am Hauptbahnhof.
Autor:

Sabine Justen aus Duisburg

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