Nach der langen Corona-Pause geht die Punktejagd in den Ligen los
Der Ball rollt wieder

Gegen die ERG Iserlohn wird es in nächster Zeit keine Duelle mehr geben. Die Liga schrumpfte auf sieben Mannschaften zusammen. Sebastian Haas möchte mit seinen Mitspielern das Maximum aus der Spielzeit rausholen.
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  • Gegen die ERG Iserlohn wird es in nächster Zeit keine Duelle mehr geben. Die Liga schrumpfte auf sieben Mannschaften zusammen. Sebastian Haas möchte mit seinen Mitspielern das Maximum aus der Spielzeit rausholen.
  • Foto: Ralf Isselhorst
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Am 7. März spielten die beiden Rollhockey-Mannschaften der RESG Walsum das letzte Mal um Bundesliga Punkte. An diesem Samstag, 26. September ist die Zwangspause vorbei und die Ligen starten in eine neue Runde. Die Herren spielen um 15.30 Uhr gegen die SG Eldagser Falcons, die Damen treffen um 18 Uhr auf die Bisons Calenberg.

Die Männer spielen gegen einen neuen Vertreter in der Rollhockey-Bundesliga. Nachdem Rückzug von den Bisons und dem niederländischen Vertreter aus Valkenswaard haben sich die Verantwortlichen zusammengesetzt und die Spielergemeinschaft SG Eldagser Falcons gegründet. Die Heimspiele werden im Wechsel, entweder in den Niederlanden oder in Niedersachsen, ausgetragen.
Für RESG-Trainer Christopher Nusch ist die Aufgabe direkt eine anspruchsvolle: „Es ist wohl der unangenehmste Gegner, auf den man am ersten Spieltag treffen kann. Die Falcons werden hoch motiviert an den Start gehen." Die Spielergemeinschaft möchte direkt angreifen, Nusch und sein Team wollen dies verhindern: „Wir müssen versuchen, sie nicht ins Spiel kommen zu lassen und ihnen die Freude am Zusammenspiel nehmen. Wenn wir das schaffen, dann werden wir das bessere Team sein und die drei Punkte mit nach Hause nehmen."
Die Veränderungen innerhalb des Teams blieben bei den Männern überschaubar, Stan Holtzer verließ die Roten Teufel und wechselte zur TuS Nord nach Düsseldorf. Neu im Team der Walsumer sind der junge Spanier Marc Coll und der aus Krefeld hinzugekommene Mathia Hackel. Torhüter Tobias Wahlen nutzte die lange Pause, um sich von seiner Verletzung zu erholen. Bei ihm stand vor einem halben Jahr noch ein Karriereende im Raum, jetzt macht er weiter und möchte mit seinem Team noch viel erreichen. Trainer Nusch gibt den Neuzugängen genug Raum, um sich an das Team zu gewöhnen: „Die Neuzugänge sind gut angekommen. Wir machen ihnen aber keinen Druck, sie erhalten die nötige Zeit, um sich einzugewöhnen." Die Jungs sind bereit und freuen sich, dass es endlich wieder losgehen kann, so Nusch: „Die Stimmung ist sehr gut, alle sind heiß, dass es endlich wieder los geht. Es wurde jetzt lange genug nur trainiert. Was aber auch bedeutet, dass man nicht genau sicher ist, wo man genau steht." Xavier Berruezo wird der Mannschaft aufgrund seiner Schulterverletzung weiterhin fehlen, Nusch sieht seine Genesung aber auf einem guten Weg: „Er startet nach einer bis jetzt sehr guten Rehaphase mit etwas Fitness-Training. Man muss aber immer schauen, wie die Schulter reagiert, und weiter vorsichtig sein."

Ehrenamtliche werden immer benötigt

Das Coronavirus hat auch innerhalb der Liga für viele Veränderungen gesorgt. Die ERG Iserlohn hatten ihre beiden Bundesliga Mannschaften komplett vom Spielbetrieb abgemeldet. Es fehlte vor allem der Nachwuchs, Spieler aus anderen europäischen Ländern verpflichten zu können, dafür fehlten am Ende die Mittel. Die SG Blue Lions war vor dem vorzeitigen Saisonende abgeschlagen Letzter, nach einer Saison probiert es die Spielergemeinschaft aus Chemnitz und Gera wieder in der zweiten Bundesliga. Die Mannschaft vom RHC Recklinghausen verzichtete ebenfalls auf ein weiteres Bundesligajahr und spielt nun auch eine Klasse tiefer. Somit spielen in der Ersten Rollhockey Bundesliga nur noch sieben Teams gegeneinander, in der Zweiten Bundesliga sind es acht Mannschaften.
Für Nusch sind das keine schönen Aussichten, er denkt dabei auch an den eigenen Verein: „Aktuell wird in Rollhockey-Deutschland viel gesprochen. Ich hoffe, dass auch Taten folgen. Wir in Walsum haben ehrlicherweise noch unseren eigenen Kampf zu kämpfen. Wer etwas Zeit übrig hat und helfen kann, sollte dies tun: Presseberichte schreiben, als Ordner oder Betreuer bereit stehen, Schiedsrichter Lehrgänge besuchen." Die Situation in Walsum schwankt zwischen absoluter Freude, dass es endlich wieder mit Rollhockey losgehen kann, auf der anderen Seite sind wegen der Zwangspause größere Sorgenfalten bei vielen Verantwortlichen entstanden. Im deutschen Rollhockey müssen jetzt neue Konzepte entwickelt werden, um dem Schrumpfen der Ligen entgegen zu wirken.
Nach dem Spiel der Männer dürfen die Frauen der RESG Walsum um Punkte spielen. Um 18 Uhr steht der Auftakt gegen die Bisons aus Calenberg auf dem Programm. Personell hat es bei den Damen mehr Veränderungen als bei den Männern gegeben. Schwer wiegt vor allem der Abschied der Romero-Schwestern Silvia und Anna. Silvia war seit der Gründung des Teams dabei, hat zuerst die Mannschaft mit trainiert und war ein wichtiger Anker. Anna kam im zweiten Jahr dazu und flog zu einigen Spielen extra aus Spanien ein. Damen-Trainer Markus Lusina fiel der Abschied schwer: „Es ist sehr schade, dass wir die letzte Saison mit den beiden nicht zu Ende spielen konnten. Die Erfahrungen von Anna und das Spielverständnis von Silvia werden schwierig zu kompensieren sein. Das geht ansatzweise nur über den Teamgeist der gesamten Mannschaft." Von Anfang an im Tor dabei war auch Lucy Freitas, durch Veränderungen ihrer Arbeitszeiten kam eine weitere Saison der Darmstädterin für die RESG aber nicht mehr in Frage. Lucy bleibt dem Rollhockey-Sport aber in ihrer Heimatstadt erhalten. Auf der Torhüterposition hat die RESG sich gleich doppelt verstärkt, worüber Lusina sehr froh ist: „Mit Jessica Ehlert haben wir eine sehr erfahrene Torhüterin gewinnen können. Mit Leonie Hochstein haben wir eine junge Torhüterin verpflichten können, die genau weiß, was sie im Tor zu machen hat. Nina Fichtner ist eine gute solide Feldspielerin, die gut ins Teamspiel passt und mit ihrer besten Freundin Maike Johannsen im Team eine vertraute Person hat."

Ein alter Bekannter hinter der Bande

Die neuen Spielerinnen werden rund um die erfahrenen Kräfte Lisa Dobbratz und den Kaub-Schwestern Friederike und Anna zum Einsatz kommen. Alle Beteiligten sind froh, dass es wieder losgehen kann: „Die Stimmung im Team ist gut, alle freuen sich und hoffen, dass wir die Saison gut durchspielen können. Die Erwartungen in dieser Saison? Wir wollen alles geben und mit Spaß die Europa Plätze erreichen."
Mit den Bisons wartet direkt ein attraktiver Gegner, der die gleichen Ambitionen wie die RESG besitzt. Für Lusina gibt es nur einen Weg, um bestehen zu können: „Es wird ein sehr hartes Spiel, bei dem wir nur als Team eine Chance haben werden."
Nicht nur auf dem Parkett haben sich Veränderungen ergeben, auch hinter der Bande erhalten die beiden Trainer Markus Lusina und Thomas Drotboom Verstärkung. Thomas Jostmeier ist ein bekanntes Gesicht in der Halle Beckersloh, "Josti" spielt seit Jahren für die Regionalliga-Mannschaft der RESG. Lusina ist froh, über die zusätzliche Unterstützung: „Mit Josti konnten wir einen Rollhockey erfahrenen Trainer mit an die Bande holen. Es ist für mich und Drotti eine gute Verstärkung, da wir beide beruflich bedingt immer mal wieder in der letzten Saison das Training ausfallen lassen mussten."
Die Zuschauer in Springe können sich auf zwei spannende Duelle freuen. Aus Walsum durften zehn Fans mit in die Sporthalle kommen.

Gegen die ERG Iserlohn wird es in nächster Zeit keine Duelle mehr geben. Die Liga schrumpfte auf sieben Mannschaften zusammen. Sebastian Haas möchte mit seinen Mitspielern das Maximum aus der Spielzeit rausholen.
Die RESG-Damen wollen auch in der neuen Spielzeit wieder gemeinsam jubeln.
Autor:

Marcel Faßbender aus Duisburg

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