Deutliche Niederlage für den MSV
Von den Chancen her war sicherlich mehr drin, Paderborn war im Abschluss konsequenter

Große Ratlosigkeit herrschte im Anschluss bei den Spielern vor dem Gästeblock. Sowohl Fans, als auch Mannschaft waren mehr als bedient.
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  • Große Ratlosigkeit herrschte im Anschluss bei den Spielern vor dem Gästeblock. Sowohl Fans, als auch Mannschaft waren mehr als bedient.
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

Der MSV Duisburg schaffte es nicht, den Schwung aus dem Köln Spiel mitzunehmen und musste sich deutlich geschlagen geben. Die Chancen auf Tore waren da, die Paderborner waren das konsequentere Team und bleiben an den Aufstiegsrängen dran. Drei Spiele hintereinander gab es nun vier Gegentore.

Nach dem 4:4-Spektakel beim Nachholspiel am vergangenen Mittwoch gegen den Tabellenführer aus Köln, spielten die Zebras beim SC Paderborn. Die Ostwestfalen sind auf Platz vier ganz dicht an den Aufstiegsrängen ran, die Zebras müssen weiter Punkten, im Kampf gegen den Abstieg.
Die Hiobsbotschaft gab es für MSV-Trainer Torsten Lieberknecht unmittelbar nach dem Köln Spiel. Mittelfeldspieler Lukas Fröde zog sich einen Muskelfasseris zu, Ahmet Engin ersetzte ihn in der Startelf. Bei drei Grad und Schnee mussten die 22 Akteure mit widrigen Umständen zurechtkommen.
Die Anfangsphase war geprägt von hohem Tempo, beide Mannschaften spielten schwungvoll nach vorne und spielten sofort auf Angriff. In der 26. Minute erzielte Philipp Klement das 1:0 für den SC Paderborn. Aus 20 Metern wuchtete er den Ball in den Kasten von Wiedwald. Der Torschütze hatte bei seinem Schuss alle Freiheiten der Welt und konnte unbedrängt die Führung erzielen.
In der 31. Minute gab es die große Chance auf den Ausgleich. Iljutcekos Schuss von der Strafraumgrenze konnte Paderborns Schlussmann Zingerle gerade noch zur Ecke klären. Die Meidericher kämpften sich zurück ins Spiel und drängten auf den Ausgleich.
Die Chancen waren auf Duisburger Seite da, Stoppelkamp, Souza und Wolze scheiterten aber alle mit ihren Versuchen an Zingerle. Kurz vor der Halbzeit erhöhte Paderborn allerdings auf 2:0. Nach einer Hereingabe in den Fünfmeter Raum eroberte sich Gueye den Ball, und kann ihn an Wiedwald im Tor vorbeibringen. Der Gastgeber nutzt die schwache Chancenverwertung der Zebras aus und konnte in der 42. Minute erhöhen. Wieder waren die Gegenspieler zu weit weg und machten es dem Gegner unnötig leicht, Tore zu erzielen.
Mit zwei Gegentoren verabschiedeten sich die Zebras in die Kabine. Die Chancen auf den Ausgleich oder sogar um das Spiel zu drehen waren da. Leopold Zingerle im Kasten der Paderborner hielt aber jede Chance und ließ die Gäste verzweifeln.

Sehr offensive Auswechslungen

Felix Wiedwald parierte in der 50. Minute einen Angriff von Tekpetey, der sich sehr gut gegen seine Mitspieler durchsetzen konnte, Wiedwald konnte per Fuß zu Ecke klären und verhinderte ein weiteres Gegentor. Die Paderborner drängten die Zebras jetzt in die eigene Hälfte, schalteten schnell um und kamen so durch weitere Chancen. In der 59. Minute traf der SC durch Tekpetey zum 3:0. Die Gastgeber konterten im eigenen Stadion, spielten mit dem Angriff die komplette Zebra-Defensive aus und belohnten sich mit dem dritten Treffer.
In der 68. Minute wechselte MSV-Trainer Lieberknecht doppelt: Enis Hajri ging für John Verhoek vom Platz, Joseph-Claude Gyau kam für Stanislav Iljutcenko. Als letzte Option brachte Lieberknecht Stürmer Nielsen für Mittelfeldspieler Souza in der 74. Minute. Helfen sollte es aber nichts, in der 79. Minute traf Vasiliadis aus der Distanz zum 4:0. Die letzten Minuten plätscherten nur noch so hin. Die Paderborner dürfen sich weiterhin Hoffnung auf den dritten Platz machen, für die Zebras wird es im Abstiegskampf immer finsterer.

„Der Abstand zum Relegationsplatz ist immer noch gleich"
-Felix Wiedwald

Der SV Sandhausen konnte sein Heimspiel gegen Dynamo Dresden mit 3:1 gewinnen und steht mit 30 Punkten über dem Strich, auf dem Relegationsrang 16 steht der 1. FC Magdeburg mit 27 Punkten, die ihr Heimspiel mit 0:1 gegen Darmstadt verloren hatten. Die Zebras sind mit 23 Punkten weiterhin Vorletzter, mit einem Punkt Vorsprung auf Ingolstadt. Der Tabellenletzte spielt am Sonntag aber noch zuhause gegen Holstein Kiel, können also noch am MSV vorbeiziehen. Im Anschluss ging es für die Spieler mit hängenden Köpfen zu den Fans, die wieder alles gegeben haben und furchtbar enttäuscht vom Auftritt ihrer Mannschaft waren. Rechnerisch ist noch alles möglich, bei solchen Spielen schwindet aber die Hoffnung auf den Klassenerhalt und mancher Fans dürfte sich schon mit dem Gedanken dritte Liga beschäftigt haben. Torwart Felix Wiewald fasst die Situation so zusammen: „Wir haben in den letzten drei Spielen jeweils vier Gegentore kassiert. In der Situation, wo wir stehen, darf das nicht passieren. Wir haben viele Torschancen gehabt, nicht genutzt und am Ende fahren wir und die Fans wieder mit leeren Händen nach Hause."
Am Ostersamstag geht es mit dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen weiter. Das Duell um den Klassenerhalt könnte sich an diesem Samstag schon entscheiden. Sandhausen könnte sich mit einem Sieg weiter Luft verschaffen, der MSV könnte mit drei Punkten neue Hoffnung schöpfen.

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