Umzug geschafft - sechs Möbelwagen für das Papst Leo Haus im Einsatz
Logistische Herausforderung

Anneliese Bleich und Christa Bloch (r) freuen sich mit Quartiersmanager Hubert Röser über die Ankunft im neuen Zuhause.
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  • Anneliese Bleich und Christa Bloch (r) freuen sich mit Quartiersmanager Hubert Röser über die Ankunft im neuen Zuhause.
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"Das ist aber nicht unser Jesus." Dass der Gekreuzigte im neuen Papst Leo Haus ein anderer ist, fällt der alten Dame sofort auf. Gestützt auf ihren Rollator nimmt sie die Cafeteria in Augenschein. "Schön hell", so ihr Urteil. Aber Bilder an den Wänden fehlen. "Aber das kommt bestimmt noch", mutmaßt sie." Ist ja längst nicht alles fertig."

Auch Christa Bloch (74) und Anneliese Bleich (84) schauen sich interessiert um, ehe sie sich ein Plätzchen in der bereits gut gefüllten Cafeteria des neuen Hauses suchen. Das Papst Leo Haus an der Unterstraße ist für die beiden alte und auch neue Heimat zugleich.

"Unsere Zimmer liegen nebeneinander"

"Wir wissen noch nicht genau, wo unsere Zimmer sind", erzählen die zwei, die sich in der Einrichtung kennengelernt haben. Dass sie Räume im zweiten Obergeschoss des neuen Hauses beziehen werden, steht fest. "Und dass unsere Zimmer direkt nebeneinander liegen", freuen sie sich über die neue räumliche Nähe. "Schließlich haben wir uns gesucht und gefunden."
Die beiden Damen gehören zu den 84 Bewohnern der Senioreneinrichtung in Trägerschaft der Nikolaus Groß GmbH, die in dieser Woche vom vorübergehenden Standort in Vogelheim zurück nach Unterfrintrop gezogen sind. "Endlich wieder Zuhause", begrüßte Nikolaus Groß-Geschäftführer Georg Gal die Neuankömmlinge.

Umzug nach Vogelheim 

Christa Bloch und Anneliese Bleich gehörten zu denjenigen, die vor zweieinhalb Jahren - als feststand, dass eine Neubaulösung einer Kernsanierung vorgezogen werden würde - mit nach Vogelheim gezogen sind. Die Aufregung vor der Rückkehr in die alte Heimat war groß. "Es hat sich in der Umgebung einiges verändert", haben die beiden schon aus dem Bus heraus beobachtet. Mit dem sind sie am Nachmittag des Umzugstages an der Unterstraße vorgefahren. "Wir waren die letzten, die sich von Vogelheim aus auf die Reise gemacht haben", erzählt Anneliese Bleich. Wer auf den Rollstuhl angewiesen ist oder gar liegend transportiert werden musste, für den begann der Umzug schon deutlich früher.

Möbelwagen hatten 50 Transportfahrten

Der Tag war eine logistische Herausforderung. Nicht nur für Angestellte und Bewohner des Hauses. Auch die Mitarbeiter des Umzugsunternehmens räumten ein: "So etwas machen wir nicht alle Tage." Sechs große Möbelwagen waren den kompletten Dienstag über im Einsatz. In mehr als 50 Fahrten zwischen Vogelheim und Unterfrintrop wurden die persönlichen Besitztümer der Bewohner ins neue Papst Leo Haus transportiert. Schon früh morgens herrschte rege Betriebsamkeit im Foyer. Unzählige Kisten wurden abgeladen, gemütliche Ohrensessel und moderne Flachbildfernseher fanden den Weg auf die Etagen.
Wilhelm Pülke hofft, dass seine Glasvitrine und deren Inhalt den Umzug gut überstanden haben. "Meine Tochter hat beim Packen der zerbrechlichen Teile geholfen", erzählt der Senior. "Den Rest habe ich zum größten Teil selbst gemacht. Aber als alter Camper ist das für mich kein Problem."

Gläschen Sekt zur Begrüßung 

Sein neues Zimmer wird der weitgereiste Bedingrader an diesem Abend zum ersten Mal in Augenschein nehmen, ebenso wie die Gemeinschaftsflächen seines künftigen Wohnbereichs. "Es wird schon schön sein", sieht der 88-Jährige, der sich seit Jahren im Heimbeirat engagiert, das Ganze gelassen. Ein Einzelzimmer hat Pülke schon immer bewohnt. "Das ist für andere ja erst jetzt nach der Rückkehr hierher möglich."
Es war ein langer (Umzugs)Tag für Wilhelm Pülke, Christa Bloch und die anderen Senioren. "Wir sind seit halb sieben auf den Beinen", hoffen alle auf eine gute erste Nacht im neuen Zuhause. "Wird schon klappen", ist Anneliese Bleich optimistisch. "Schließlich gibt es für uns alle ja gleich noch ein Gläschen Begrüßungssekt im Wohnbereich."

Anneliese Bleich und Christa Bloch (r) freuen sich mit Quartiersmanager Hubert Röser über die Ankunft im neuen Zuhause. Foto: cHER Auch für die Mitarbeiter des Borbecker Umzugsunternehmens war der Tag ein besonderer. Foto: Röser

Anneliese Bleich und Christa Bloch (r) freuen sich mit Quartiersmanager Hubert Röser über die Ankunft im neuen Zuhause.
Auch für die Mitarbeiter des Umzugsunternehmens war der Tag eine logistische Herausforderung.

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