Schiene zu den Schienen: Bahnhof Borbeck-Süd ist jetzt fahrradfreundlich

Anzeige
Chillen an der Schiene: Die CDU-Politiker Marc Wittlings (li.) und Klaus Diekmann (re.) engagieren sich seit knapp zwei Jahren für den fahrradfreundlichen Umbau. Fotos: Debus-Gohl

Das lange Warten hat sich gelohnt! Nachdem Lokalpolitiker zwei Jahre für einen fahrradfreundlichen Umbau des Bahnhofs Borbeck-Süd gekämpft haben, gibt es nun auf beiden Seiten Schienen, die zum Gleis hochführen. Zudem ist der Bahnhof über den Kreftenscheerweg Dank einer neuen Verbindungsstrecke besser zu erreichen.

„Wir haben‘s endlich geschafft, steter Tropfen höhlt den Stein“, ist der Schönebecker CDU-Ratsherr Klaus Diekmann erleichtert. Bereits im September 2015 forderte die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung IV einen fahrradfreundlichen Umbau das Bahnhofs Borbeck-Süd. Eine Schiene oder Rinne sollte am Aufgang Dreigarbenfeld entlang der 48-stufigen Treppe installiert werden, um den Bahnhof an Radschnellweg Ruhr, „Rheinische Bahn“ sowie „West Route“ anzubinden.
Der Vorschlag sei von der Deutschen Bahn aus Zeit- und Kostengründen zunächst abgelehnt worden, ein Ortstermin brachte keine neuen Ergebnisse: Zu schmal sei der Treppenaufgang, da gebe es Richtlinien. Doch besonders CDU-Bezirksvertreter Marc Wittlings blieb am Ball, prüfte die Vorgaben in Eigenregie und siehe da – die Deutsche Bahn gab grünes Licht für die Fahrradschiene! Nach einigen weiteren Verzögerungen wurde die Rinne Ende Juni in Betrieb genommen: „Eine solche Schiene für Fahrräder ist jetzt nicht nur am Dreigarbenfeld, sondern an der anderen Seite auch gemacht worden“, freut sich CDU-Ratsherr Diekmann. „Das hatten wir gar nicht gefordert.“

Verbindungsweg zum Bahnhof

Die schicke neue Schiene ist nicht die einzige Verbesserung im Umfeld des Bahnhofs. Der Verbindungsweg von Dreigarbenfeld zu Kreftenscheerweg wurde ebenfalls einer Generalüberholung unterzogen: „Die Leute brauchen nicht mehr den Umweg außenrum gehen“, erklärt Diekmann. Die Idee selbst entstand schon vor 25 Jahren, umgesetzt wurde sie jetzt als Projekt im Rahmen der Grünen Hauptstadt Europas 2017 von Grün und Gruga und Bürgern: „Ein neuer Weg wurde angelegt, Pflaster verlegt, Rasen eingesät, Gehölze wurden zurückgeschnitten und abgefahren“, weiß Eckhard Spengler, Pressesprecher von Grün und Gruga Essen, „eine dankenswerterweise große Unterstützung durch ehrenamtliches Engagement.“
Einziger Wermutstropfen: „Der Weg Richtung Bahnhofsaufgang ist über 50 Meter mit Brombeeren zugerankt“, appelliert CDU-Ratsherr Diekmann an die Unterstützung der Bürger und spielt schon selbst mit dem Gedanken, die Heckenschere auszupacken.
0
1 Kommentar
4.511
Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 01.01.2018 | 22:50  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.