Neozoe aus Ostasien
Junges Mandarinentenweibchen an einem Altruhrarm

Mandarinente auf einem Altruhrarm
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  • Mandarinente auf einem Altruhrarm
  • hochgeladen von Bernd Dröse

Die Zahl der Wasservögel an der Ruhr und ihrem Altarm  war nach dem abgeflossenen Hochwasser überschaubar. Eine größere Gruppe Graugänse, einige Stockenten, ein einsamer Haubentaucher und ein Graureiher. Das wars. Auch das unscheinbare Entlein, das auf einem Stamm rastete, hätte man aus der Entfernung für eine Stockente halten können, wäre da bei näherem Hinsehen nicht die unverwechselbare weiße Brille gewesen, die es eindeutig als Mandarinentenweibchen auswiesen.

Im Atlas der Brutvögel NRW wird der Bestand der Mandarinenten mit 70-90 Brutpaaren angegeben. Schwerpunkt der Verbreitung sind der Schwelm-Nette-Kreis und das Ruhrgebiet.
Die ursprüngliche Heimat der Entenart liegt im Osten Asiens. Allerdings sind die Bestände dort sehr gefährdet, so dass es in Europa inzwischen mehr Mandarinenten als in ihrer ursprünglichen Heimat gibt.
Die Enten wurden schon vor 300 Jahren als Ziervögel eingeführt. Inzwischen sind sie vielfach aus Haltungen in Zoos und Parks ausgebüchst und bilden kleinere selbsterhaltende Bestände an  Binnengewässern. Diese sollten  waldumstanden sein und ältere Buchen oder Weiden mit Baumhöhlen für die Brut bieten. Allerdings unterliegen die hübschen Glanzenten bei uns  einem hohen Feinddruck. Graureiher fressen gerne die Jungvögel, aber auch Mardern und Füchsen fallen die Mandarinenten zum Opfer.
Deshalb muss man sich keine Sorge machen, dass dieser Neozoe sich so stark ausbreitet, dass er dem Bestand einheimischer Arten schaden könnte. Zwar konkurrieren die Mandarinenten manchmal mit Hohltauben, Schellenten und Waldkäuzen um künstliche Bruthöhlen, ziehen jedoch gegenüber dem Waldkauz meist den Kürzeren.
Deshalb bleibt zu hoffen, dass die kleine Mandarinente bis zur Paarbildung im Winter einen hübschen Erpel findet. Deren farbenprächtiges Federkleid  soll der Robe  hoher chinesischer Verwaltungsbeamter in der Mingä- Dynastie, der Mandarine, gleichen und war namengebend.
In China gilt die Mandarinente wegen ihrer streng monogamen Lebensweise übrigens als Symbol für eheliche Treue.
Im Juli 2020 hatte ich eine Mandarinente mit Jungen bereits am Baldeneysee beobachten können.

Es wird bunter


Deshalb würde es mich freuen, wenn ich auf diesem Wege auch von weiten Mandarinentensichtungen erfahren würde!!

Autor:

Bernd Dröse aus Essen-West

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