Präsentation "Sportschau Essen 2018" bei der Sparkasse
Mehr als Siege und Medaillen

Sportfunktionäre, Talkgäste sowie die beiden Autoren Achim Nöllenheidt und Christian Schwarz (v.l.) präsentieren die "Sportschau Essen 2018".
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  • Sportfunktionäre, Talkgäste sowie die beiden Autoren Achim Nöllenheidt und Christian Schwarz (v.l.) präsentieren die "Sportschau Essen 2018".
  • Foto: Michael Gohl
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Zählen allein Aufstiege und Medaillengewinne, geht 2018 sicher nicht als ein erfolgreiches Jahr in die Essener Sporthistorie ein. Allerdings zählen eben auch andere Werte, was nicht nur die Talkgäste, sondern auch die zahlreichen Freunde und Förderer des Essener Sports bei der Präsentation der „Sportschau Essen 2018“ honorierten.

Wieder einmal gut gefüllt war die Kundenhalle der Sparkasse Essen, seit vielen Jahren Gastgeber bei der Vorstellung der vom Essener Sportbund herausgegebenen Chronik. Für die meisten Gäste ist der Termin der Buchpräsentation in der Adventszeit Tradition, Helmut Schiffer dagegen trat zum ersten Mal ans Rednerpult. Zumindest, um die Besucher in seiner neuen Position als Vorstandschef der Sparkasse Essen zu begrüßen. Und er machte auch gleich ein wenig Werbung in eigener Sache. „Gut für Essen“ heißt die firmeneigene Stiftung, die neben vielen sozialen Projekten auch den Breitensport unterstützt. Kostenlos kann sich dort jeder Verein registrieren und so mit ein wenig Glück in den Genuss einer finanziellen Förderung kommen.
Walter Schneeloch, Präsident des Landessportbundes NRW, hob vor allem die Bedeutung des Breitensports in der Stadt hervor. „Die Sportschau ist ein wunderbares Sportbild Essens. Christian Schwarz und Achim Nöllenheidt zeigen das gesamte Spektrum mit mehr als 40 Sportarten. Von Spitzenathleten wie dem Kanuten Max Rendschmidt über wichtige Geburtstage bis hin zu sozialen Projekten wie der Integration von Flüchtlingen in den Vereinen haben die beiden Autoren ein wunderbares Band gespannt“, lobte der Funktionär.
Wie groß die Sportvielfalt der Stadt ist, zeigte sich dann schon beim ersten von vier Gästen der Talkrunde, die Radio Essen-Moderator Björn Schüngel mit sportlichem Sachverstand leitete. Wer hat schonmal was vom Freitauchen gehört? So mancher hielt den Atem an, als Jennifer Wendland die kleine Filmsequenz ihres Bronze-Tauchgangs bei der Weltmeisterschaft in Honduras kommentierte. Die Essenerin gehört zu den Weltbesten in ihrer Zunft. Rund drei Minuten lang kann die Taucherin die Luft anhalten, und ihr Tiefen-Rekord liegt bei satten 120 Metern. „Das entspricht der Höhe des Innogy Turms“, erklärte sie und schilderte, wie sie überhaupt zum Tauchen gekommen ist. „Das war eigentlich aus Langeweile während des Studiums“, schmunzelte sie und räumte gleich mit einigen Vorurteilen auf: „Ich gehe nur ins Wasser, wenn ich mich ganz sicher fühle. Wichtig ist vor allem, dass die Sicherheitsvorkehrungen stimmen und man nicht allein ist.“

Auf sicherem Terrain

Auf sicherem Terrain bewegen sich die weiteren Gäste. Tim Zechel, seit Saisonbeginn Kreisläufer beim TuSEM, erklärte, wie wichtig die sozialen Medien wie Facebook oder Instagram für die Sportler und ihre Außenwirkung geworden seien. Er gehört zur Generation der jungen Wilden, die zurzeit erfolgreich die 2. Handball-Bundesliga aufmischen. „Wir haben den jüngsten Altersdurchschnitt in der gesamten Liga. Klar träumt man vom Aufstieg, doch ich glaube, dass es bis dahin noch ein weiter Weg ist“, warnte der Mitarbeiter der Sparkasse Essen vor zu hohen Erwartungen.
Ziele haben auch Ina Lehmann und Irini Ioannidou vom Frauenfußball-Bundesligisten SGS Essen. Beide sind momentan verletzt, aber mehr als angetan von dem, was ihre Mitstreiterinnen auf den Rasen zaubern. Doch wenn der gute vierte Tabellenplatz schon Lust auf mehr macht – auch bei den Schönebeckerinnen wird es wohl noch das eine oder andere Jahr dauern, bis sich der Traum von der Champions League erfüllen kann.
Der Basketballkorb vor der Bühne ließ auf Hünen schließen, doch anstelle von Spielern des Basketball-Aushängeschildes ETB machten die Rollstuhlbasketballer der Hot Rolling Bears Werbung für ihren Sport. Und so mancher rieb sich erstaunt die Augen, als Präsident Ronny Berger drei Akteure darum bat, einmal aufzustehen. Tatsächlich gibt es unter den Spielern auch „Fußgänger“, wie die nicht behinderten Leistungssportler genannt werden. „Und gerade die sind so wichtig für jedes Team, da sie eben viel beweglicher sind“, so Berger. Nach einer eindrucksvollen Präsentation von aneinander krachenden Rollstühlen und Rangeleien unter dem Korb fand sich unter den Gäste niemand, der eine Übungseinheit mit den harten Männern und Frauen einlegen wollte.

Die „Sportschau Essen 2018“ ist im Klartext -Verlag erschienen und ab sofort zum Preis von 17,90 Euro im Buchhandel erhältlich.

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