SPD-Ortsverein kritisiert: "Gesundbeten allein hilft da nicht!"
Ärztliche Versorgung in Rosenhügel gefährdet?

Andreas Dunkel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Rosenhügel, fordert für den Stadtteil im Südosten Gladbecks eine deutlich bessere ärztliche Versorgung.
  • Andreas Dunkel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Rosenhügel, fordert für den Stadtteil im Südosten Gladbecks eine deutlich bessere ärztliche Versorgung.
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  • hochgeladen von Uwe Rath

Der SPD-Ortsverein Rosenhügel schlägt Alarm, denn die Sozialdemokraten sehen die ärtzliche Versorgung in dem Stadtteil gefährdet.

Deutlich verschärft hat sich die seit Jahren angespannte Situation durch die Schließung der Arztpraxis des kürzlich verstorbenen Dr. Michael Stein an der Lützenkampstraße. Und somit gibt es in Rosenhügel seit Mai keinen praktizierenden Allgemeinmediziner mehr.

Sicherlich gebe es auch andere Ärzte in angrenzenden Gladbecker Stadtteilen sowie im nahen Gelsenkirchen, die für Rosenhügeler Bürger durchaus erreichbar seien, gesteht der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Andreas Dunkel ein. Dunkel verweist aber gleichzeitig darauf, dass dies vor allem für für Senioren nur mit viel Mühen und bei akuten Beschwerden außerdem mit stundenlangem Warten im Wartezimmer verbunden sei. Und bei chronischen Leiden würden die Betroffenen oft monatelang auf den Arzttermin warten.

Die knappe ärztliche Versorgung in Rosenhügel habe die örtliche SPD schon seit Jahren kritisch begleitet und an der einen oder anderen Stelle auch schon angesprochen, führt Dunkel weiter aus. "Ein Hausarzt für über 5.000 Einwohner? Das ist zu wenig. Und nun? Zurzeit gar kein Hausarzt mehr" wird Dunkel in einer Kritik deutlich. Dies auch vor dem Hintergrund, dass mit der Bebauung des Sportplatzgeländes an der Otto-Hue-Straße die Rosenhügeler Bevölkerung weiter wachse und auch die neuen Bewohner wenigstens einen zu Fuß erreichbaren Hausarzt benötigen würden.

"Die in der Diskussion um die ärztliche Versorgung immer geäußerte „Nichtzuständigkeit“ der Behörden ist sehr unbefriedigend und für den „kleinen Mann von der Straße“ nicht nachvollziehbar. Demselben wäre geholfen, wenn wenigstens folgende Vorschläge in Angriff genommen würden," schimpft Andreas Dunkel.

Und der SPD-Mann hat auch schon einen Vorschlag, wie man dem Problem direkt vor Ort entgegenwirken könnte: "Die ärztliche Versorgung ist in allen Stadtteilen in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung der Bevölkerungsentwicklung anzupassen und die Ansiedlung von Fachärzten, zum Beispiel Kinder- oder HNO-Arzt, ist zu bewerben."

Wer dafür zuständig sei, sei dem „kleinen Mann von der Straße“ völlig egal, glaubt Dunkel. Es müsse einfach angepackt werden, zumal die Zukunft Rosenhügels auch von einer funktionierenden Infrastruktur abhänge. "Eine breite ärztliche Versorgung gehört auch dazu. Gesundbeten allein hilft da nicht," so Dunkel abschließend.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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