Fraktionsmitglieder sehen auf jeden Fall weiteren Gesprächsbedarf für den Standort Mottbruchhalde
STEAG-Vertreter machten der Gladbecker CDU das Windrad schmackhaft

Die Ausführungen der ranghohen STEAG-Gäste stießen bei den Mitgliedern der Gladbecker CDU-Fraktion keineswegs auf strikte Ablehnung der Windrad-Pläne für die Braucker Mottbruchhalde.
  • Die Ausführungen der ranghohen STEAG-Gäste stießen bei den Mitgliedern der Gladbecker CDU-Fraktion keineswegs auf strikte Ablehnung der Windrad-Pläne für die Braucker Mottbruchhalde.
  • Foto: CDU Gladbeck
  • hochgeladen von Uwe Rath

Zum Auftakt der ersten Fraktionssitzung im neuen Jahr folgte eine hochrangige Delegation der "STEAG New Energies GmbH" der Einladung von CDU-Bürgermeisterkandidat Dietmar Drosdzol sowie CDU-Fraktionschef Peter Rademacher zu einem Besuch in Gladbeck.

Dr. Markus Laukamp (Geschäftsführer der STEAG New Energies GmbH), Jens Henning Caron (verantwortlich für Projekte in Wind- und Bioenergie), Gerd Wagner (Geschäftsführer Mingas-Power GmbH) und Daniel Mühlenfeld (STEAG-Unternehmenskommunikation) stellten den Gladbecker Gastgebern in einer rund einstündigen Präsentation die seitens der STEAG geplante Windkraftanlage auf der Braucker Mottbruchhalde vor.

Im Anschluss daran standen die Gäste den - zum Teil auch kritischen - Fragen der Mitglieder der CDU-Ratsfraktion zur Verfügung.

"Nachdem sich innerhalb einer CDU-Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr eine deutlich positive Stimmung pro Errichtung einer Windkraftanlage auf der Mottbruchhalde abgezeichnet hatte, ist es für uns als Ratsvertreter nur logisch und konsequent, auch die fachlichen Argumente des Vorhabenträgers zu hören und erneut zu bewerten", erklärt der Fraktionsvorsitzender Peter Rademacher die Einladung an die STEAG-Gäste. Und Bürgermeisterkandidat Drosdzol fügt hinzu: "In einer Zeit, in der sich die Bürgerschaft auch um Themen wie den Klimawandel sorgt und gleichzeitig die Bundes- sowie die Landesregierung den Kohleausstieg beschließen, müssen auch wir vor Ort das Thema Windrad auf der Halde neu bewerten. Wenn das Thema Klimaschutz den Menschen auch in Gladbeck so sehr auf den Nägeln brennt, erscheint es nur folgerichtig, das Windrad neu zu diskutieren, wobei den anhängigen Gerichtsverfahren nicht vorgegriffen werden darf."

Gleichzeitig macht die CDU-Führung auch keinen Hehl daraus, dass sich seit der bisherigen strikten Ablehnung eines Windrades viele Ansichten wandeln.

Daher war eine zutiefst fachliche Auseinandersetzung mit der Windkraftanlage, die über die Projektgesellschaft "Gladbeck Wind GmbH" pro Jahr mindestens 25.000 EUR Gewerbesteuern in die Stadtkasse spülen könnte, den CDU-Ratsvertretern besonders wichtig.

Vor allem Themen, wie die weitere Nutzung der Halde durch die Öffentlichkeit, die Standsicherheit der Anlage, die Lärmbelästigung oder der Schattenwurf waren wichtige Punkte des Abends. Beleuchtet wurden weiterhin Felder wie möglicher Eiswurf im Winter oder die Sicherheit der Ballonfahrer des nahe gelegenen Ballon-Startplatzes in Wittringen.

Der Beitrag zum Klimaschutz beziehungsweise die Einsparung von CO2 zuzüglich der Versorgung von rechnerisch bis zu 3.500 Gladbecker Haushalten mit "sauberer" Energie waren selbstverständlich auch keine Nebensache.

Zuletzt waren sich alle Teilnehmer der Fachdiskussion einig darüber, dass im Rahmen eines Kompromisses die Möglichkeit einer Windkraftanlage auf der Halde weiterhin in Betracht gezogen und erneut diskutiert werden sollte.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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