Ein Stück Zweckeler Geschichte

Norbert Dyhringer (links) und Klaus Omlor (2. Reihe rechts) führten jetzt die Siegerehrung des Bilderwettbewerbes „100 Jahre Stellwerk Zweckel“ durch, zu dem der SPD-Ortsverein Zweckel im Herbst 2011 aufgerufen hatte. Unser Foto zeigt die beiden Ortsvereins-Vorstandsmitglieder gemeinsam mit den Siegern Karl-Heinz Werntges (Mitte), Heinz-Joachim Teichert (2. von links) sowie den Jungen und Mädchen des  AWO-Kindergartens „Haus der Träume“.
  • Norbert Dyhringer (links) und Klaus Omlor (2. Reihe rechts) führten jetzt die Siegerehrung des Bilderwettbewerbes „100 Jahre Stellwerk Zweckel“ durch, zu dem der SPD-Ortsverein Zweckel im Herbst 2011 aufgerufen hatte. Unser Foto zeigt die beiden Ortsvereins-Vorstandsmitglieder gemeinsam mit den Siegern Karl-Heinz Werntges (Mitte), Heinz-Joachim Teichert (2. von links) sowie den Jungen und Mädchen des AWO-Kindergartens „Haus der Träume“.
  • hochgeladen von Uwe Rath

Es hat schon bessere Zeiten erlebt, aber bis heute ist es ein Wahrzeichen für den Stadtteil Zweckel geblieben: Die Rede ist von dem alt-ehrwürdigen Stellwerk, das nach wie vor an der Feldhauser Straße steht.

Vor gar nicht langer Zeit sorgte das Stellwerk bundesweit für Schlagzeilen, wurde zu einem „Star“ in Zeitungs- und auch Fernsehbeiträgen. Von einem „Märchenschloss“ war gar die Rede und eine Boulevardzeitung titelte gar „Das Stellwerk wird Zug um Zug schöner“.

Verantwortlich für das unerwartete Interesse war Willi Wesseling, einer der Fahrdienstleiter, die ihren Dienst in dem Stellwerk leisteten. Wesseling war begeisterter Hobbygärtner und schuf durch unermüdlichen Einsatz über Jahre hinweg in Zweckel ein wahres Blumenmeer. Mit seinem Engagement steckte Wesseling schließlich auch seine Kollegen an, die ebenfalls tatkräftig mithalfen, das Stellwerk Jahr für Jahr in einem Blütenmeer verschwinden zu lassen.

Doch die Zeiten haben sich geändert: Willi Wesseling und seine Kollegen genießen schon längst ihre Pension und Fahrdienstleiter gibt es im Stellwerk auch nicht mehr. Dort erledigt längst schon moderne Technik die tägliche Arbeit. Und auch das Blütenmeer ist fast komplett verschwunden.

Ein wenig ins Licht der Öffentlichkeit rückte das Stellwerk nun Ende des vergangenen Jahres, als der SPD-Ortsverein Zweckel zum Bilderwettbewerb „100 Jahre Stellwerk Zweckel“ einlud. Dabei, das gibt der Ortsvereinvorsitzende Norbert Dyhringer zu, stießen die Genossen selbst eher zufällig auf das Jubiläumsdatum. „Wir beschäftigten mit der Geschichte Zweckels und auf einmal hielten wir Dokumente in der Hand, die bewiesen, dass das Stellwerk im Jahr 1911 gebaut und in Betrieb genommen wurde.“

Das sei doch schon was Besonderes, waren sich die Genossen einig, riefen also kurzerhand den genannten Wettbewerb ins Leben. Gesucht wurden neben (historischen) Fotos auch alle anderen Dinge, die etwas mit dem Stellwerk zu tun hatten. Die Resonanz auf den Aufruf jedenfalls übertraf alle Erwartungen. Insgesamt 13 Teilnehmer wurden gezählt, die 28 Beiträge einreichten. Angefangen bei Fotos, weiter über Gemälde, bis hin zu gesammelten Zeitungsberichten und selbst angefertigten Collagen. Allesamt echte Unikate.

„Das war toll, damit haben wir wirklich nicht gerechnet, zumal wir ja keine besonders attraktive Gewinne ausloben konnten,“ gestanden Norbert Dyhringer und sein Vorstandskollege Klaus Omlor jetzt bei der Siegerehrungsfeier in der AWO-Begegnungsstätte an der Dorstener Straße ein. Hierzu hatte die Zweckeler-SPD alle Teilnehmer des Wettbewerbes eingeladen.

Über 50 Euro in bar freuen konnte sich schließlich Karl-Heinz Werntges, der viele Jahre in Zweckel wohnte und im Jahr 1982 das Stellwerk als Motiv für ein Ölbild auswählte.

Neueren Datums waren zweifelsohne die Bilder, die die Jungen und Mädchen des AWO-Kindergartens „Haus der Träume“ eingereicht hatten. Dieses Engagement wurde mit 30 Euro belohnt.

Und 20 Euro erhielt Heinz-Joachim Teichert für seine Collage „Stellwerk Zweckel“. Teichert wusste zudem mit vielen Details aus den Jahren aufzuwarten, in denen das Stellwerk noch in Betrieb war. Denn er gehörte damals zu dem „Fahrdienstleiter“-Team, das dort täglich rund um die Uhr seinen Dienst versah.

Ob die Wettbewerbsbeiträge noch im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlickeit zugänglich gemacht werden sollen, steht derzeit noch nicht fest. „Mit dem Gedanken haben wir uns aber bereits beschäftigt,“ so die beiden SPD-Ratsherren Norbert Dyhringer und Klaus Omlor.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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