Update4: Hattingen - Bezirksregierung Düsseldorf entfernt PKW
PKW versinkt in Ruhr - Großeinsatz für 100 Retter

Das versunkene Auto wurde in der Mitte der Ruhr entdeckt.
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Am Samstagmorgen wurde der Rettungsleitstelle gegen 8 Uhr durch einen aufmerksamen Spaziergänger gemeldet, dass sich vermutlich ein PKW in der Ruhr befinden würde. Aus dieser Meldung entwickelte sich dann ein Großeinsatz für Polizei- und Rettungskräfte aus Hattingen und Bochum, für die Feuerwehren aus Hattingen, Bochum, Witten sowie für zahlreiche DLRG-Retter beider Gruppen aus Hattingen, aus Bochum-Dahlhausen und Bochum-Süd. Auch ein Rettungshubschrauber kam zum Einsatz. Die städteübergreifende Zusammenarbeit aller Retter funktionierte einwandfrei.

Während die Benutzer des Campingplatzes An der Kost in Hattingen an eine Großübung glaubten, war der Einsatz bitterer Ernst. Zahlreiche Retter und Taucher suchten das gemeldete Auto in der Ruhr. Unterstützung bekamen sie von einem Rettungshubschrauber, der später auf einer Wiese gegenüber des Campingplatzes auf der anderen Ruhrseite landete.
„Von Hattinger Seite machten sich die Kräfte der Hauptwache sowie der freiwilligen Einheiten Mitte, Nord und Oberbredenscheid auf den Weg zur Einsatzstelle“, teilte Feuerwehr-Pressesprecher Jens Herkströter mit. Von der Koster Brücke wurden die Hattinger Rettungskräfte entlang der Ruhr eingesetzt, um diese vom Land aus abzusuchen. Die Feuerwehr Bochum war mit Kräften aller drei Feuer- und Rettungswachen sowie der Löscheinheit Stiepel und der Sondereinheit Information- und Kommunikation ebenfalls eingesetzt. Die DLRG aus Hattingen und Bochum befuhr das Gewässer mit mehreren Booten. Um das bestmögliche Suchergebnis zu erhalten, kam aus der Luft Unterstützung von "Christoph 8". Für den Einsatz unter Wasser wurde die Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr Witten alarmiert.
Auf Höhe des Campingplatzes "An der Kost" konnte schließlich ein Fahrzeug mitten in der Ruhr ausfindig gemacht werden. Es befand sich vollständig unter Wasser. Das blaue Dach zeichnete sich unter der der Wasseroberfläche ab. Spuren eines Unfalls im näheren Umfeld konnten nicht erkundet werden. Vorsorglich wurde aus der Luft auch das weitere Umfeld nach Unfallspuren abgesucht. Dies verlief ebenfalls ohne Feststellung.

Taucher untersuchten den PKW in der Ruhr

Um auszuschließen, dass sich noch Personen im Fahrzeug befanden, wurden Taucher eingesetzt. Diese wurden durch die Kräfte der DLRG bei der Arbeit unterstützt. Die immer noch starke Strömung erschwerte die Arbeiten an dem Fahrzeug unter Wasser. Durch die offene Heckklappe und ein offenes Seitenfenster konnte das Fahrzeug erkundet werden. Hierbei konnte keine Person gefunden werden. Betriebsstoffe liefen auch nicht aus, so dass auch keine unmittelbare Gefahr für die Umwelt bestand.
Da durch die eingesetzten Rettungskräfte somit keine weiteren Maßnahmen mehr durchgeführt werden mussten, wurde die Einsatzstelle nach ca. 2,5 Stunden an die Bezirksregierung sowie die Polizei übergeben. Das Fahrzeug wurde mit zwei Bojen gekennzeichnet, um auf die Gefahrenstelle aufmerksam zu machen. Weitere Untersuchungen werden zeigen, ob es sich bei dem Einsatz um eine Folge der Unwetterlage "Bernd" handelt.
Die Hattinger Feuerwehr war inkl. Rettungsdienst mit 43 Kräften im Einsatz. Insgesamt waren an diesem Einsatz rd. 100 Einsatzkräfte beteiligt.
Bei dieser Lage hat sich einmal mehr die gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren und Hilfsorganisationen, auch städteübergreifend, gezeigt.
Mitarbeiter der zuständigen Bezirksregierung in Düsseldorf waren bereits am frühen Montagmorgen in Hattingen, um den Zustand vor Ort zu beurteilen und um dann zu entscheiden, wer den PKW wann aus der Ruhr birgt.

Nachtrag: Wie Anwohner dem en-reporter berichteten, wurde der PKW am Montag, 09.08.2021, aus der Ruhr geborgen.

Autor:

Hans-Georg Höffken aus Hattingen

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