Auch das letzte der fünf Kunstwerke steht

Das Weiltor, das fünfte und somit letzte Stadttor, wurde nun an der Ecke Große Weilstraße/Kleine Weilstraße aufgestellt.
  • Das Weiltor, das fünfte und somit letzte Stadttor, wurde nun an der Ecke Große Weilstraße/Kleine Weilstraße aufgestellt.
  • hochgeladen von Maren Menke

Für manch einen ist es Kunst, für andere hingegen sind es fünf Stör-Faktoren in der historischen Altstadt: Die fünf Stadttore, die in den vergangenen Jahren aufgestellt wurden.
Eines ist aber klar: Sie fallen ins Auge und sorgen für viel Gesprächsstoff. Auch jetzt erst wieder, denn nun ist auch das letzte Kunstobjekt des Spaniers Agusti Roqué aufgestellt worden. Es ist an der Ecke Große Weilstraße/Kleine Weilstraße zu finden.
Die Idee hinter dem Projekt war es, die fünf Stadttore in der zum Teil noch erhaltenen Stadtmauer Hattingens durch moderne Kunst neu zu definieren und dadurch neue städtebauliche Zeichen zu schaffen. Im Rahmen eines Wettbewerbs – der 1999 mit Hilfe der Stiftung Kunst, Kultur und Denkmalpflege ausgetragen wurde – wurden international renomierte Künstler gesucht, die entsprechende Ideen entwickelten, um mit Kunstwerken die Stadttore in Szene zu setzen.
Damit das Stadttorprojekt, ein in sich geschlossenes Kunstprojekt, bei dem jedes Tor wie ein Mosaikstein die Gesamtidee vollkommen macht, umgesetzt werden konnte, waren neben der Stiftung auch Sponsoren, der Verkehrsverein, das Land NRW und die EU beteiligt.

Der Wächter (1996)
-Dieses Tor wird durch den „Wächter“ des tschechischen Bildhauers Jan Koblasa geprägt.
-Der aus Sandstein gehauene drei Meter hohe Stein stellt sich dem Fußgänger förmlich in den Weg und zwingt ihn zur Auseinandersetzung.
-Ursprünglich stand er vor dem Alten Rathaus.

Steinhagentor (2000)
-Der deutsche Künstler Voré schuf diese differenzierte und komplexe Arbeit.
-Eine diskutierende Menschengruppe in Sandstein, feinsinnig modelliert, steht vor einer geschliffenen Sandsteinstele und schafft somit die Verbindung zur historischen Stadtmauer. Über der Gruppe schweben zwei Stahlträger aus Corten-Stahl, in deren Zwischenräume zehn Stäbe an ein Fallgitter erinnern.

Engel ante Portas (2010)
-Der Schweizer Künstler Urs Dickerhof schaffte eine heitere, menschliche Arbeit: Flankiert von Engeln, Menschen und Tieren betritt der Besucher die Altstadt am Holschentor.
-Seine Figuren scheinen die Stadt Hattingen förmlich erstürmen zu wollen. Auch von der mächtigen Stadtmauer lassen sie sich nicht aufhalten.
-Die Arbeit steckt voller Symbolik. Das Material erscheint bei wechselnden Lichtverhältnissen oder nachts künstlich beleuchtet in unterschiedlichen Oberflächen.

La Porta Aperta (2010)
-Das 6 x 6 Meter große Kunstwerk lädt zum Durchschreiten ein. Es liegt unmittelbar am Platz des historischen Bruchtores und ist zur Altstadt hin geöffnet.
-Die Arbeit von Marcello Morandini ist typisch italienisch: schwarz-weiß. Schwarzer afrikanischer Granit wechselt mit weißem italienischen Marmor.
-Durch Morandinis gesamtes Werk zieht sich eine geometrische Formensprache, elementare Grundformen prägen die Strukturen, Mathematik wird zur Kunst.

Weiltor (2015)
-Agusti Roqués Kunstwerk besteht aus zwei hohen rechteckigen Stahlelementen mit senkrechten Öffnungen.
-Das Material korrespondiert mit den Klinkerbauten.
-Die Skulptur weist durch ihre Stellung und die Öffnungen und Schlitze formale Bezüge zu einer Art Tor auf.
-Der ursprünglich geplante Bogen konnte aus technischen und Kostengründen nicht realisiert werden.

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