Eine Welt, ein Klima und eine (letzte) Chance
„Willkommen im Jahrzehnt der Entscheidung“

Laut der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz soll es in Iserlohn zukünftig nicht nur durchschnittlich höhere Temperaturen geben, sondern es werden auch Extremwetterereignisse wie Hitzephasen, Starkregen und Trockenheit häufiger auftreten. Archivfoto: Christoph Schulte
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  • Laut der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz soll es in Iserlohn zukünftig nicht nur durchschnittlich höhere Temperaturen geben, sondern es werden auch Extremwetterereignisse wie Hitzephasen, Starkregen und Trockenheit häufiger auftreten. Archivfoto: Christoph Schulte
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Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, Evakuierung: So lautete die bittere Bilanz nach dem Starkregen im Märkischen Kreis. Alles Indizien des Klimawandels?
Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass sich der globale Klimawandel in den letzten Jahren deutlich beschleunigt hat, mit immer extremer werdenden Auswirkungen.
Zum Glück war nach der Unwetter-Katastrophe im letzten Monats die spontane Hilfsbereitschaft im Märkischen Kreis für die Flut-Opfer riesig. Alle packten mit an, schaufelten Schlamm, spendeten Geld und Sachgüter.
In Hemer kamen rund 64.000 Euro und in Iserlohn 100.000 Euro zusammen (wir berichteten). Die Stadtverwaltung hat viele dieser Spendengelder bereits unbürokratisch an die Betroffenen ausgezahlt. Doch was bringen diese Maßnahmen für die Zukunft, zumal sie nicht die Ursache bekämpfen?

Weltklimarat der Vereinten Nationen

Der Weltklimarat der Vereinten Nationen veröffentlichte bereits im Jahre 2018 eine Studie, wonach deutlich wird, dass Begriffe wie "globale Erwärmung" und "Klimawandel" ausgedient haben, denn die Welt sei heute schon im "Klimanotstand" angekommen.
Diese Ansicht vertritt auch Dr. Udo Engelhardt, der im Auftrag des Bildungsforums „Aspekte“ der AWO im Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis am 1. September um 19 Uhr zu einem Online-Vortrag mit dem Thema „Eine Welt, ein Klima und eine (letzte) Chance – Willkommen im Jahrzehnt der Entscheidung“ einlädt.

Grund zur Besorgnis

Die Studie des Weltklimarates verdeutlicht besonders die Bewegung in Richtung sogenannter „klimatischer Kipp-Punkte“, von denen die meisten bei ca. +2°C über dem langjährigen globalen Temperaturdurchschnitt liegen.
Iserlohn ist übrigens eine der ersten deutschen Städte, die die Anpassung an den Klimawandel recherchieren ließ, um auf diese Problematik hinzuweisen.
Dies zeigt sich anhand einer Grafik von GreenAdapt mit sogenannten „Warming Stripes“, die die Jahresmitteltemperaturen in Iserlohn seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 bis in die Gegenwart dokumentieren. Blaue Streifen stehen für kühlere Jahre als die Durchschnittstemperatur, rote und besonders violette Jahre bzw. Streifen waren wärmer als der Durchschnitt.

Die Stadt hat eine Grafik mit sogenannten „Warming Stripes“ erstellen lassen, die die Jahresmitteltemperaturen in Iserlohn seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 bis in die Gegenwart dokumentieren. Grafik: GreenAdapt
  • Die Stadt hat eine Grafik mit sogenannten „Warming Stripes“ erstellen lassen, die die Jahresmitteltemperaturen in Iserlohn seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 bis in die Gegenwart dokumentieren. Grafik: GreenAdapt
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Dr. Udo Engelhardt

Dr. Engelhardt ist seit 30 Jahren Meeresbiologe und Korallenriffökologe und hat viele Jahre u.a. im australischen Great Barrier Reef die dramatischen Veränderungen erforscht. Auf der Grundlage seiner Beobachtung und Erfahrung präsentiert er einen aktuellen Zustandsbericht der globalen Erderwärmung.
Er erläutert in seinem Vortrag am 1. September die Zusammenhänge zwischen Extrem-Wetterereignissen und macht deutlich, was dringend zu tun sei, um eine Klimakatastrophe in letzter Sekunde doch noch abzuwenden.
Der Vortrag ist kostenfrei. Ein entsprechender Link zur Online-Veranstaltung wird nach der Anmeldung versendet. Weitere Infos: AWO Bildungsforum Aspekte, Peterstr. 15, 58636 Iserlohn, 02371/21926-15 oder -21 oder per Email an bildungsforum@awo-ha-mk.de

Laut der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz soll es in Iserlohn zukünftig nicht nur durchschnittlich höhere Temperaturen geben, sondern es werden auch Extremwetterereignisse wie Hitzephasen, Starkregen und Trockenheit häufiger auftreten. Archivfoto: Christoph Schulte
Die Stadt hat eine Grafik mit sogenannten „Warming Stripes“ erstellen lassen, die die Jahresmitteltemperaturen in Iserlohn seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 bis in die Gegenwart dokumentieren. Grafik: GreenAdapt
Autor:

Anja Jungvogel aus Hagen

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