REISELUST - Besuch im Karl Heinrich Waggerl Museum in Wagrain - Uwe H. Sültz - Lünen - Report

Ein Besuch im Karl Heirich Waggerl Museum in Waggrain!
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Wagrain – Österreich – Lünen – Deutschland

„Grüß Gott“ – Nach unserer Oldtimer-Tour zum Porsche-Museum in Gmünd soll es nun zum Karl Heinrich Waggerl-Museum nach Wagrain gehen. Karl Heinrich Waggerl ist bestimmt von den vielen Weihnachtsgeschichten bekannt.

http://www.lokalkompass.de/luenen/ratgeber/reiselust-fahrt-zum-porsche-museum-ferry-porsche-hat-heute-geburtstag-uwe-h-sueltz-luenen-report-d211805.html

Hier ein kleiner Wikipedia Auszug:
Karl Heinrich Waggerl - Mit 5 Millionen verkaufter Bücher und Übersetzungen in mehr als ein Dutzend Sprachen zählt Waggerl zu den meistgelesenen österreichischen Autoren.
Karl Heinrich Waggerl besuchte das Lehrerseminar in Salzburg und wurde als Leutnant im Ersten Weltkrieg eingesetzt, wo er in italienische Gefangenschaft geriet. Nach seiner Entlassung 1920 nahm er eine Stelle als Lehrer in Wagrain an, schied aber bereits 1923 krankheitsbedingt aus dem Schuldienst aus und begann zu schreiben.
Sein Erstlingsroman „Brot“, inspiriert von Knut Hamsun, erschien 1930 im Insel-Verlag. In seinen populären Erzählungen und Romanen thematisierte Waggerl – zunehmend idealisierend – das Landleben. 1940 wurde er für ein dreiviertel Jahr Bürgermeister von Wagrain, wo er 50 Jahre lebte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er für seine idyllisierende Kurzprosa geschätzt. Der Schriftsteller Hermann Hesse äußerte: „Die eigentlich dichterischen Bücher in unserer Literatur werden immer seltener, aber die von Waggerl gehören zu ihnen.“ Vor allem in der Weihnachtszeit las er bis zu seinem Tode häufig aus seinen Erzählungen und Legenden, was auch durch einige Schallplattenaufnahmen belegt ist.
In Wagrain gibt es in seinem ehemaligen Wohnhaus ein Waggerl-Museum. An der Außenmauer seines Geburtshauses in Bad Gastein (heute 'Kurpension und Restaurant Bergfriede' in der Karl-Heinrich-Waggerl-Straße 23) erinnert eine Gedenktafel an ihn.

Karl Heinrich Waggerl und Weihnachten:
Bis heute sind besonders Waggerls Weihnachtsgeschichten äußerst populär geblieben. In erster Linie das Buch Und es begab sich, das u.a. die berühmten Weihnachtslegenden Worüber das Christkind lächeln musste oder Warum der schwarze König Melchior so froh wurde enthält, die außerhalb Österreichs noch weitaus berühmter als ihr Autor sind, gilt als ein Meisterwerk des Genres und gehört längst zur klassischen Weihnachtsliteratur.

Fünf der sechs Legenden des Buches hat Waggerl auch für die Schallplatte eingesprochen, zunächst für seinen Salzburger Verleger Otto Müller; später erschien die Aufnahme um die fehlende Geschichte ergänzt auch im literarischen Archiv der Deutschen Grammophon Gesellschaft.
Neben den Legenden hat Waggerl auch viele Betrachtungen über und Erinnerungen an das Weihnachtsfest niedergeschrieben, die häufig in frühen Erinnerungen seiner Kindheit wurzeln. „Gottlob für einen winzigen Funken Licht in der schrecklichen Finsternis“, so hat Waggerl einmal die Vorweihnachtszeit beschrieben.
Bis heute sind Waggerls Geschichten und Betrachtungen über die „stillste Zeit im Jahr“ von den besten Interpreten gesprochen worden, neben seiner eigenen Interpretation u.a. auch von Josef Meinrad, Heinz Rühmann und Hans-Joachim Kulenkampff.

Die besondere und entscheidende Rolle, die Karl Heinrich Waggerl als rezitierender Dichter zudem lange Zeit für das Salzburger Adventsingen spielte, rührt ebenfalls von der tief empfundenen Liebe des bekennenden Atheisten für das Weihnachtsfest her, die in vielen seiner literarischen Arbeiten zum Ausdruck kommt. Noch heute ist für viele das Adventsingen ohne einen Waggerl'schen Text unvorstellbar.

Von Gmünd in Kärnten fahren wir nun auf die Autobahn A10. Wir durchqueren den Katschberg-Tunnel, auf die bremsenaufreibende Fahrt über den Katschberg verzichten wir nun. Was der TÜV zu den Bremsen sagt, das gibt es demnächst hier im LK. Jetzt haben wir das Problem: SEHEN UND GESEHEN WERDEN! Die 6 Volt Anlage des PORSCHE 356 S ist nicht sehr hell. Aber da müssen wir durch! Im Tunnel hören sich die 75 PS aus dem Jahr 1962 wie gewaltige 300 an… na ja, mehr wie 150…

Wagrain ist ausgeschildert, wir fahren auf die 163 – die Wagrainer Straße. Wer gut zu Fuß ist parkt in der Stadt Wagrain, ansonsten geht es nochmals ein kleines Stück bergauf. Karl Heinrich Waggerls Frau Edith, genannt Dita, ging diesen Weg jeden Morgen bergab und bergauf! Wir haben Dita Waggerl noch vor 1990 kennenlernen dürfen.

Hier der Link zum Karl Heinrich Waggerl Haus:
http://www.blauesfenster.at/data/waggerlhaus.htm

Etwas Wissenswertes über Wagrain:
Der Name Wagrain setzt sich aus den beiden mittelhochdeutschen Wörtern "wac" (bewegtes Wasser, Fluss) und "rein" (Rain, Wiese, Hang) zusammen. 1243 wird im Salzburger Ortsnamenbuch "Wakrein" erstmals urkundlich erwähnt, um 1350 "Wachrain" und 1382 "Wakchrain" geschrieben. Unter Einfluss der Schriftsprache kam es dann schließlich zur heutigen Schreibweise.
Wagrain liegt im Pongau ca. 9 km östlich von St. Johann im Pongau. Im Ortsteil Schwaighof befindet sich die Wasserscheide von Salzach und Enns. Die höchste Erhebung befindet sich mit 2.037 m auf der Gabel am südlichen Gemeinderand.
Beliebtes Ausflugsziel ist der Berg Öbristkopf (1.411 m), ein Ziel für die Salzburger Wandernadel.
Die Gemeinde setzt sich aus den Katastralgemeinden Wagrain, Hof, Hofmarkt, Schwaighof und Vorderkleinarl zusammen.
Persönlichkeiten mit Bezug zum Ort:
• Joseph Ernst von Koch-Sternfeld (1778–1866), geboren in Wagrain, war ein salzburgisch-bayrischer Beamter, Geograph, Historiker und Schriftsteller
• Joseph Mohr (1792-1848), Textdichter des Weihnachtsliedes Stille Nacht, heilige Nacht, arbeitete und lebte ab 1837 in Wagrain
• Karl Heinrich Waggerl (1897-1973), Österreichischer Dichter, lebte ab 1920 in Wagrain
• Alois Rohrmoser (1939-2005), Gründer des Unternehmens Atomic (Ski-Erzeugung), lebte in Wagrain

Der kürzeste Weg wieder zurück zum LOKALKOMPASS LÜNEN ist natürlich nun wieder die Autobahn. Aber bei unserer eigenen MILLE MIGLIA fahren wir über St. Johann am Hochkönig vorbei, ins Steinerne Meer, um wieder nach Berchtesgaden zu gelangen. In ein paar Kilmetern sind wir nun wieder in Anger!

http://www.lokalkompass.de/luenen/natur/reiselust-koenig-ludwig-nannte-anger-sein-schoenstes-dorf-im-koenigreich-uwe-h-sueltz-report-d210087.html

Danke an alle LOKALKOMPASS-LESER für die netten Kommentare und die virtuelle Reisebegleitung!

Interessante Links dazu:

http://www.blauesfenster.at/data/waggerlhaus_lang.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Wagrain_(Pongau)
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heinrich_Waggerl

Autor:

Uwe H. Sültz aus Lünen

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