Mit der Motorsäge ein gutes Werk tun

Das fleißige Team des Arbeitskreises für Umwelt und Heimat.
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Am Samstagmorgen im Advent kann man lange schlafen. Oder Weihnachtseinkäufe machen. Oder aber Gummistiefel und Anorak anziehen und mit der Motorsäge zur Lippe fahren. An der Fußgängerbrücke Buddenburg wartet Arbeit auf die Mitglieder des Arbeitskreises Umwelt und Heimat: Neun Kopfweiden müssen geschnitten werden.

Kopfweiden sind die typischen Bäume in den Lippeauen. Dicke, knorrige Stämme, aus deren Köpfen im Frühjahr viele neue Triebe wachsen. Diese Weidenruten wurden einst von den Bauern geschnitten und im Winter zu Körben und Zäunen geflochten. Das ist lange her. Heute sind es Naturschützer, die viele Stunden opfern, um den Bäumen an der Lippe den wichtigen Schnitt zu verpassen. Die neun Kopfweiden nahe dem Wehr Buddenburg sind seit 15 Jahren nicht gestutzt worden. Höchste Zeit also. Die Äste sind schon bis zu 20 Meter lang.

Die Motorsägen kreischen. Thomas Matthée, Manfred Scholz, Klaus Papius, Fritz Angerstein, Thorsten Prall, Norbert Domsalla, Peter Wurm, Günter Sieding, Volker Heimel und Bernhard Lau sägen und schreddern. Sie stapeln die Äste zum Abtransport mit dem Hänger. „Das Holz wird gegen eine Spende als Kaminholz verkauft“, erklärt Manfred Scholz, Vorsitzender des Arbeitskreises für Umwelt und Heimat.

Werden die Bäume nicht geschnitten, brechen sie irgendwann unter der Last ihrer Äste auseinander. Das wäre schlimm. Denn in den Stämmen nisten Fledermäuse, Eulen, Steinkäuze und andere Höhlenbrüter.

„Was fliegt denn da?“ Die Köpfe drehen sich zum Himmel. „Eine Gebirgsstelze“, sind sich die Männer nach kurzer Diskussion einig. Der Vogel mit grauem Rücken und gelb-weißem Bauch brütete früher an Gebirgsbächen. Heute ist er auch an der Lippe heimisch.

Viele Vogelarten leben hier in der Auenlandschaft, geschützt in der Einsamkeit des Flusses. Der Arbeitskreis für Umwelt und Heimat sorgt dafür, dass dieses Lüner Biotop erhalten bleibt. Dazu gehört auch der Kopfweidenschnitt. 38 Bäume sind in diesem Winter bereits geschnitten worden. Und die Arbeit ist noch nicht zu Ende.

Autor:

Doro Backmann-Kaub aus Lünen

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