GFL fordert Gutachten zur Fußgängerbrücke

Aufgeschlagen und nicht wieder verputzt
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  • Foto: Ferdinand Langguth
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Lünen. Ist die Fußgängerbrücke über die Kurt-Schumacher-Straße noch zu retten? Diese Frage möchte die Fraktion der Wählergemeinschaft Gemeinsam Für Lünen (GFL) gutachterlich klären lassen.

Ein neutraler Fachmann soll sagen, ob die wichtige Verbindung sanierungsfähig ist und ggf. zu welchem Preis. Erst im Lichte dieser Informationen sollte nach Ansicht der GFL über die weitere Zukunft der Brücke entschieden werden. Einen entsprechenden Antrag stellt die GFL im Haupt- und Finanzausschuss, der am morgigen Mittwoch (22.) tagt.

„Würde die Brücke kurzfristig abgerissen, wäre das fatal“, so GFL-Fraktionsvorsitzender Johannes Hofnagel. „Denn nach Auskunft der Bauverwaltung sei bei dem Bauwerk keine Gefahr im Verzuge. Wir haben also noch Zeit, der Sache zügig auf den Grund zu gehen.“ Falls sich die Brücke sanieren lasse, sei auch das Thema Inklusion zu beachten: Es müsse geklärt werden, ob die Überführung nicht nur saniert sondern auch behindertengerecht hergerichtet werden muss und welche Fristen EU- bzw. nationales Recht hier vorsehen. Die GFL fordert die Verwaltung auf, die Brücke bis zur Vorlage des Gutachtens so engmaschig wie nötig zu kontrollieren und zu warten, um Gefahren auszuschließen.

Wichtige Verbindung besonders für Schüler

Nach Ansicht der GFL stellt die Brücke eine wichtige Verbindung insbesondere für den Lüner Schulsport dar. Umso ärgerlich sei es, dass die Pflege des städtischen Inventars in den vergangenen Jahren konsequent vernachlässigt wurde. Die GFL verweist auf das Gutachten aus dem Jahre 2011. Schon damals wurde auf Schwachstellen des Bauwerks hingewiesen und zu notwendigen Pflegemaßnahmen geraten.

„Diese Ratsschläge wurden offenkundig nicht befolgt. Ganz so, als habe man die Brücke verrotten lassen wollen. Diese sträfliche Vernachlässigung zeige auch eine aktuelle fotografische Bestandsaufnahme zweier Lehrer“, so die GFL. Danach wurden noch nicht einmal die Wasserablaufkanäle gesäubert. Auch konnte sich wilde Vegetation wie eine Birke in den Steinritzen breit machen. Zudem lief am östlichen Pfeiler über lange Zeit Wasser in das Innere. Hofnagel: „Wäre die Brücke regelmäßig einer Inspektion und Wartung unterzogen worden, müssten wir diesen schlechten Zustand wohl nicht beklagen.“

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