Kriminalhauptkommissar am Telefon
Einbrecher-Saison - die Tipps der Polizei

Täter haben oft leichtes Spiel, doch es gibt einige Möglichkeiten für einen besseren Schutz vor Einbrechern.
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Sekunden dauert es oft nur, dann sind Einbrecher in der Wohnung. Fenster, die auf Kipp stehen, und Türen, die nur ins Schloss gezogen sind - für die Täter eine Einladung! Markus Schettke von der Polizei Dortmund kennt die Maschen der Kriminellen und gibt Tipps für den Schutz vor Einbrechern.

Markus Schettke ist Kriminalhauptkommissar im Kommissariat Vorbeugung der Polizei Dortmund. Der Name des Kommissariats ist im besten Falle Programm. Im Rahmen der "Riegel-vor-Woche" waren die Beamten in den letzten Tagen im Dauereinsatz, hielten Vorträge und betreuten Info-Stände. Schettke und seine Kollegen sind froh, wenn Menschen Einbrüchen vorbeugen wollen, denn viele Bürger-Kontakte gibt es noch immer erst nach der Tat. "Die Erfahrung und die Einsätze der letzten Tage zeigen, dass die Täter mit Beginn der dunklen Jahreszeit wieder aktiver werden und so kann es trotz der unter dem Strich im Bereich des Polizeipräsidiums Dortmunds seit Jahren sinkenden Zahl der Wohnungseinbrüche ein Trugschluss sein, wenn man sich zu sicher fühlt ", erklärt Markus Schettke. Das Ziel sollte es sein, die Täter erst gar nicht in die Wohnung gelangen zu lassen - und um ihnen die diebische Tour zu vermasseln, reichen manchmal schon einfache Dinge. Einbrecher wollen sich das Leben nicht schwerer als nötig machen und so ist technische Sicherung die absolute Basis zur Verhinderung von Taten. "Wenn Täter nach einer gewissen Zeit noch nicht im Gebäude sind und merken, dass Sicherheitstechnik verbaut ist, brechen sie umso eher den Versuch ab", so Schettke. Das Landeskriminalamt hat eine Liste mit Firmen herausgegeben, diese gewährleisten eine fachgerechte Montage der Sicherungselemente.

Kommunikation mit dem Täter

Varianten gibt es viele und welche die richtige ist, hängt ab von der Situation vor Ort und dem Einsatzzweck. Für Fenster zum Beispiel gibt es Pilzkopfverriegelungen oder Zusatzschlösser auch zum Nachrüsten. Wohnungstüren lassen sich mit einem sogenannten Panzerquerriegel, der im Mauerwerk verankert ist, effizient sichern und der Täter sieht schon von außen, dass er es schwer haben wird in diesem Fall. Kommunikation mit dem Täter nennt der Experte das und nennt ein weiteres Beispiel. Rolläden, die heruntergelassen sind, senden vor allem tagsüber Signal, dass niemand zu Hause ist und Häuser, in denen kein Licht brennt, sind ebenfalls ein Hinweis: Einbrecher können hier damit rechnen, ungestört arbeiten zu können und so fällt die Wahl nicht selten auf dunkle Gebäude.

Einbrecher gehen ungern unters Dach

Täter klingeln in der Folge oft noch an Türen, um zu prüfen, ob die Wohnung wirklich so verlassen ist, wie sie scheint und ist das der Fall, geht es ans Werk. Wenn Bewohner doch zu Hause sind und die Tür öffnen, tarnen sich die verhinderten Täter oft mit einer Frage nach einem vermeintlichen Nachbarn oder Firma. "Bürger, die ein schlechtes Bauchgefühl haben, sollten unter 110 sofort die Polizei informieren - besser einmal zuviel, als einmal zu wenig", rät Kriminalhauptkommissar Schettke. Interessantes verrät ein Blick in die Statistik: In Einfamilienhäusern kommen die Täter in über siebzig Prozent über Fenster, die Terrassentür oder Balkontür in die Wohnung. Die Eingangstür ist mit aktuell knapp achtzehn Prozent nicht sonderlich beliebt bei Einbrechern. "Türen im Keller werden von Hausbesitzern oft vernachlässigt, dabei sind Täter hier unbeobachtet und die Türen bieten wenig Widerstand. Im Mehrfamilienhaus - ist rein statistisch - die Gefahr Opfer eines Einbruchs zur werden in einer Wohnung unter dem Dach am geringsten, am höchsten im Erdgeschoss.

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Täter haben oft leichtes Spiel, doch es gibt einige Möglichkeiten für einen besseren Schutz vor Einbrechern.
Kriminalhauptkommissar Markus Schettke gab Tipps am Leser-Telefon.

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