HERZBLUT IM DOPPELPACK. MARL PRÄSENTIERT HEIMAT ALS SAMMELSURIUM

Es klappert die Mühle: idyllisches Heimatmuseum Marl mit wasserradbetriebener Getreidemühle dahinter
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Mühlenradromantik pur liefert das Marler Heimatmuseum, welches im idyllischen Volkspark eine funktionstüchtige wasserradbetriebene Getreidemühle vorzuweisen hat. Das Gebäudeensemble aus Fachwerk dokumentiert ländliches Leben des 18. bis 20. Jahrhunderts in Marl. Aus vielen Fundorten sorgsam zusammengetragen, entsteht eine spannende Sammlung von Möbeln, Kleidung und Ausstattungsgegenständen. Von Schlafzimmer bis Herdstelle und Schulbank ist alles dabei. Der Nachbau eines Zechenschachts zeigt gelebte Bergarbeiterkultur. Ein Nutzgarten im ländlichen Stil rundet das Angebot ab. Die Exponate sind nicht beschriftet und lassen damit viel Raum für Erinnerungskultur und Fantasie der Besucher. Ein Mehrgenerationenhaus mit Emotionen - hier haben die Großeltern ihren Enkeln viel zu erzählen!

Highlight des Museums in Trägerschaft des örtlichen Heimatvereins ist die liebevoll restaurierte Getreidemühle. Zweimal im Jahr, am Mühlentag und zum Tag der offenen Tür, wird Getreide gemahlen, Brot und Kuchen gebacken. Auf Müllers Spuren mit tradierten Handwerkstechniken können dann technikinteressierte Mühlenfans eine Reise in die Vergangenheit starten.

Heiraten wie Anno Tobak - auch standesamltliche Trauungen und kleinere Privatfeiern können in den Räumlichkeiten durchgeführt werden.

Ganz anders kommt das benachbarte Stadtmuseum rüber. Dem Heimatmuseum angeschlossen, ist es im Erdgeschoss des Nebenhauses, einer Villa, untergebracht. Unter dem Motto "Frühgeschichte der Marler Region und des Hauses Loe" erwarte den Besucher eine Mischung von geschichtlichen Sprüngen. Marls städtebaulicher Sonderweg im 20.Jh. ist nicht dokumentiert. Die Sammlung hat Baustellencharakter, möchte doch der Heimatverein samt Museumsdirektor Hubert Leineweber hier ein Museum für Fotoapparate der Sammlung Ralf Berens, eines Marler Unternehmers, plazieren. Aber wohin mit der Marler Stadtgeschichte? Beispielsweise Gelsenkirchen präsentiert dies im Hans-Sachs-Rathaus. Marl hat in dieser Hinsicht eine Baustelle.

Das Heimatmuseum im Volkspark Marl hat dienstags bis sonntags von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Es klappert die Mühle: idyllisches Heimatmuseum Marl mit wasserradbetriebener Getreidemühle dahinter
Helmut Leineweber vom Heimatverein Marl e.V. pflegt Erinnerungen
Autor:

Dr. Michaela de Groot aus Bottrop

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