Bürgerinitiative Marl Hüls meldet sich in der Ratssitzung zu Wort, keine Änderung des Flächennutzungsplanes für das Bauvorhaben im Hülser Wald

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Christian Thieme von der Bürgerinitiative Marl Hüls meldete sich in der Einwohnerfragestunde des Marler Stadtrates und forderte von den Fraktionen eine Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplanung zu Lasten der Bürger in Marl Hüls. Wir drucken sie mit freundlicher Genehmigung im Wortlaut ab.

Die Anfrage

Ich habe eine Frage die sich an alle Fraktionssprecher richtet: Weshalb und warum, haben Sie für die Flächenplanänderung im Planungsausschuss gestimmt, oder sich der Stimme enthalten ? Soll das etwa grüne Umweltpolitik sein ? Der Hülser Wald ist unser Naherholungsgebiet, wollen Sie unsere "grüne Lunge vernichten ? Sie sehen wohl nicht, was die Stunde geschlagen hat ? Wir befinden uns im Zeitalter der Globalen Erwärmung, es ist "fünf vor Zwölf ! Liebe Marler Groko, sie haben meine Bürgeranfrage vom November unbeantwortet gelassen. Es ging darum, wie wir hier, auf kommunaler Ebene, die für Deutschland vertraglich verpflichtenden Klimavereinbarungen von Paris umsetzen wollen, oder können wir hier nichts machen? Dann soll der Michael Groß das der Kanzlerin ins Gesicht sagen ! Was nun hier unseren Hülser Waldpark betrifft, erwarten wir Bürgerinnen und Bürger eine Sanierung von Ihnen ! Bitte keinen Betonpflaster auf die Waldwege. Reparieren Sie die Beleuchtungsanlage, stellen Sie Abfallbehälter auf, sichern Sie die Fußwege vor fallenden Totholz, mehr braucht dort nicht stattfinden ! Wenn dafür kein Geld da ist, werden wir sammeln ! - "Die Bäume brauchen uns nicht. Wir brauchen die Bäume"  "Kein Baum darf gefällt werden !"

Die beiden grossen Fraktionen von SPD unf CDU gaben auf diese Bürgeranfrage keine Antwort. Sie zeigten das Bürgeranfragen für sie nur ein lästiger Punkt auf der Tagesordnung ist. So viel Demokratie wollen sie nicht wagen.

Die Bürgerinitiative Marl Hüls verteilte ein  Schreiben  an die Ratsmitglieder zu Beginn der Sitzung. Hier der Text:

GEFÄLLIGKEITS-PLANUNG FÜR DEN INVESTOR DES JAHNSTADIONS IN MARL HÜLS ?

Von einer Änderung des Flächennutzungsplanes für das Bauvorhaben im Hülser Wald rund um das Jahnstadion haben die Bürgerinnen und Bürger gar nichts. Sollen die Hülser etwa nach Drewer laufen um dort die Natur zu genießen? Sinn und Zweck dieser Planänderung durch die Stadtplaner ist, diesem umweltzerstörenden Bauvorhaben die nötige Baugenehmigung zu erteilen. Ist das ein Erfolg der Lobbyisten eines bekannten Marler Baulöwen? Die Bürgerinitiative Marl Hüls fordert ein sofortiges Ende dieser Tricksereien und Winkelzüge. Wir erinnern die Ratsherren an ihre Vereidigung, wonach sie ausschließlich dem Gemeinwohl verpflichtet sind. Die öffentliche Ratssitzung in der darüber beschlossen wird ist am 14.12.2017 um 15 Uhr.

Werden über 300 alte Bäume am Jahnstadion in Marl-Hüls gefällt?

Mitglieder der Bürgerinitiative Marl Hüls haben nachgemessen. Mit Bandmass und Bauplan ausgerüstet haben sie eine Baumzählung durchgeführt, wobei nur Bäume mit einem Stammumfang von 80 cm gezählt wurden. Das Ergebnis ist erschreckend, über 300 alte Eichen und Buchen stehen auf der Abschussliste für die Bebauung des Jahnstadions, hunderte nachwachsende Bäume in diesen Mischwald nicht mitgerechnet.
Die Fläche ist nicht notwendig für den Wohnbaubedarf der Stadt Marl
Anfragen an die Regionalplanungsbehörde (RVR) haben ergeben, dass für die überplanten Grünbereiche geeignete Tauschflächen im Verhältnis 1:1 woanders ausgewiesen werden müssen. Dies ist erforderlich, weil der derzeit regionalplanerisch absehbare Wohnbauflächenbedarf der Stadt Marl nicht über die im wirksamen Flächennutzungsplan dargestellten Wohnbauflächen hinausgeht und es andernfalls zu Überkapazitäten führen würde. Die Hülser Bürger die immer gesagt haben das es für die Stadt Marl überhaupt keinen Bedarf für die Bebauung des Jahnstadion gibt, hatten recht, es muss erst ein anderes geplantes Baugebiet aufgehoben werden um den Bedarf zu überhaupt begründen.
Für den Bereich des Jahnstadions und der angrenzenden Waldflächen ist das Entwicklungsziel „Erhalt der Freiraumfunktion der städtischen Grünzüge“ jetzt gültig und so soll es bleiben.

Die Texte wurden von der Bürgerinitiative zur Verfügung gestellt.


Bürgerinitiative Marl Hüls

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