E-Zigarettenverbot: 35.000 Euro Schaden

Michael Everts hatte 35.000 Euro Einbußen wegen des inzwischen aufgehobenen Verbots. Ministerin Barbara Steffens lehnt jede Verantwortung ab.
  • Michael Everts hatte 35.000 Euro Einbußen wegen des inzwischen aufgehobenen Verbots. Ministerin Barbara Steffens lehnt jede Verantwortung ab.
  • Foto: PR-Foto Köhring/KM
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Reiner Lange und Michael Everts sind sauer auf Ministerin Steffens: Durch den inzwischen aufgehobenen Verbotserlass der E-Zigaretten sind den beiden Geschäftsleuten vom Smoker-Point an der Aktienstraße 163 rund 35.000 Euro Schaden entstanden.

Am 16. Januar sprach das Steffens-Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter ein Verbot der nikoinhaltigen Liquids, der Füllung der E-Zigaretten, aus. Die Ministerin wertete das Nikotin als Medikament und verbot den Verkauf dieser Liquids. Inzwischen wurde diese Einschätzung als rechtswidrig eingestuft.

Den Schaden haben die Händler, auch Everts und Lange. Sie überlebten das Verbot, „wenn es auch schwer war“. Völlig unverständlich ist für die beiden, dass die Ministerin weder Mitgefühl für die vielen entlassenen Mitarbeiter zeigt noch den angerichteten Schaden begleichen will.

Sauer sind die beiden Händler, die über 35 verschiedene Liquids und zahlreiche E-Zigarettenmodelle im Angebot haben, dass die Ministerin noch immer die Dampfer verunsichere.

„Wenn die Ministerin behauptet, dass wir selbst schuld an dem Schaden sind, weil wir uns vorher über die Rechtmäßigkeit des Produkts hätten erkundigen müssen, dann ist das zynisch“, sagen die beiden empört.

Denn als sie ihr Geschäft im Oktober vergangenen Jahres eröffneten war von einem Verbot noch gar nicht die Rede. „Was mich zum Platzen bringt, ist dass die Ministerin heute sagt, dass sie nur gewarnt habe, aber nie selbst die Order ausgegeben habe, ein Verbot auszusprechen“, sagt Lange.

Zusammen mit seinem Partner prüft er nun, Schadenersatz einzufordern. Als ersten Lichtblick werten sie, dass die Kunden langsam zurückkehren. „Inzwischen spricht sich unter den Dampfern in Mülheim herum, dass wir vor dem Kauf einer E-Zigarette eine individuelle Beratung durchführen, qualitativ hochwertige Produkte und einen umfangreichen Service anbieten.“

Doch die Verunsicherung sei noch immer vorhanden, insbesondere von oft verbreiteten Unwahrheiten über die Inhaltsstoffe der Liquids. „Bei uns kann jeder sehen, was drin ist, unsere Produkte sind alle zertifiziert. Wir klären unsere Kunden auf.“

Weitere Infos finden Sie hier:

http://www.lokalkompass.de/muelheim/politik/e-zigarette-kein-schadenersatz-d159733.html

http://www.lokalkompass.de/muelheim/politik/e-zigarette-weitere-klatsche-fuer-ministerin-d159254.html

http://www.lokalkompass.de/muelheim/politik/gruene-zu-ladenschliessungen-auf-der-schlossstrasse-d155462.html

http://www.lokalkompass.de/muelheim/politik/die-gruenen-aus-muelheim-versuchen-facebook-zu-nutzen-d151509.html

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