Bürgerentscheid zum Erhalt der VHS in der MüGa
Sport positioniert sich im Mülheimer VHS-Streit

Das Friedrich-Wennmann-Bad gehört aus Sicht des Mülheimer Sportbundes zu den Projekten, die zurückstecken müssten.
2Bilder
  • Das Friedrich-Wennmann-Bad gehört aus Sicht des Mülheimer Sportbundes zu den Projekten, die zurückstecken müssten.
  • Foto: PR-Fotografie Köhring
  • hochgeladen von Marcel Dronia

Zwei Wochen vor dem Bürgerentscheid hat sich der Mülheimer Sportbund in der Debatte um die Volkshochschule klar positioniert. Bei einer Sanierung des Gebäudes in der Müga sehen die Verantwortlichen jede Menge andere Bau- und Sanierungsmaßnahmen gefährdet.

"Wir wollen niemanden angreifen und sind auch nicht gegen eine VHS-Sanierung schlechthin", betont Wilfried Cleven, der erste Vorsitzende des Mülheimer Sportbundes (MSB). Als Dachverband von 150 Vereinen mit 40.000 Mitgliedern (davon 18.000 Kinder und Jugendliche) sehe sich der MSB in der Pflicht, zu den Auswirkungen auf die Infrastruktur Stellung zu nehmen. 

Der Neubau der VHS würde aus Sicht des Sportbundes den finanziellen Rahmen für bereits geplante und mit Prioritäten vorgesehenen Maßnahmen sprengen. Als erstes Beispiel nennt Cleven den Neubau des Friedrich-Wennmann-Bades. "Der Zeitpunkt ist gekommen, wo man kein Geld mehr reinpumpen sollte, um es notdürftig aufrecht zu erhalten", findet der MSB-Chef. In der Turnhalle an der Prinzess-Luise-Straße stünden Eimer, weil es aus der Decke tropft. Auch die Hallen an der Von-der-Tann-Straße, wo ein ums andere Mal Legionellenbefall auftritt, an der Ludwig-Wolker-Straße, der Lehnerstraße, am Mühlenfeld, am Klostermarkt, der Hochfelder Straße, am Oember, an der Kleist- und Boverstraße seien sanierungsbedürftig. "Das sind unsere größten Klassenräume. Wenn sie nicht erneuert werden, fallen Unterrichtsstunden aus", betont Cleven. 

Hier sieht er den größten Unterschied zur VHS, die im Gebäude an der Aktienstraße ein - wenn auch nicht beliebtes - neues Zuhause gefunden hat. "Dort ist ein funktionierender Betrieb sichergestellt, was in den Sportanlagen und Bädern nicht der Fall wäre", gibt der Sportbund-Vorsitzende zu bedenken. 

Er hofft immer noch inständig, dass eine Lösung für alle Seiten gefunden werden kann. Frei nach dem Motto: "Das Eine tun, ohne das andere zu lassen." Leider habe die aktuelle Situation nur dazu geführt, dass die Bürgerschaft dividiert worden sei. "Es gibt schon jetzt eine streitbare Konkurrenz zwischen verschiedenen Fachbereichen und das darf einfach nicht sein", appelliert Cleven.

Seine Stellvertreterin Eva Selic wünscht sich dabei aber auch Unterstützung von höherer Stelle. "Es liegt doch alles an der finanziellen Notsituation. Jeder Privatmensch bekommt irgendwann einen Schuldenschnitt. Aber das jetzige Dilemma stürzt die Bewohner in einen Streit um das wenige verbliebene Geld." Sie hofft, dass am 6. Oktober viele Mülheimer zu den Wahlurnen gehen - auch diejenigen, die mit Nein stimmen wollen.

Das Friedrich-Wennmann-Bad gehört aus Sicht des Mülheimer Sportbundes zu den Projekten, die zurückstecken müssten.
Die Turnhalle an der Prinzess-Luise-Straße
Autor:

Marcel Dronia aus Mülheim an der Ruhr

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

3 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.