Fotoserie Schloss Dankern

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Liebe Leser hier die Geschichte des Schloss Dankern

Dankern blickt auf mehr als 500 Jahre Geschichte zurück. Eine Geschichte, in der drei Familien eine wichtige Rolle spielen. Nicht alle Einzelheiten sind geschichtlich dokumentiert. Dennoch wollen wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Historie des Wasserschlosses Dankern geben.

Etwa 500 Meter vom heutigen Schloss entfernt findet man auf einem heute bewaldeten Gelände Anzeichen dafür, dass an dieser Stelle eine frühmittelalterliche Rundburg gestanden haben muss. Noch heute nennt man diesen Ort "de borg" (die Burg). Wer diese Anlage wann errichtete, ist unbekannt. Als sicher darf man aber annehmen, dass sie ein Bollwerk gegen die immer wieder einfallenden Holländer bilden sollte.

Zu den ältesten, namentlich bekannten Besitzern dieser Burg gehörte die Familie "der von Beesten". Seit Anfang des 16. Jahrhunderts führt das münstersche Landtagsmartrikel diese Familie als "Herren zu Dankern". In den folgenden Jahren geriet Dankern als Erbgut in die Hände verschiedener Familien. 1664 verkaufte sein Besitzer Heinrich von Mandelsloh ein "beträchtliches Stück Land" an den damaligen Rentmeister des Emslandes in Meppen, Oberst Johann Heinrich Martels.

Nachdem sein älterer Bruder Maximilian am 31. Dezember 1902 stirbt, ohne einen männlichen Erben zu hinterlassen, wird Friederich Herr der Landsbergschen Fideikommissgüter in Westfalen. Er hinterlässt Dankern seinem jüngeren Sohn Otto Freiherr von Landsberg-Velen, der am 31. Juli 1890 in Dankern geboren wurde. Otto heiratete am 18. Oktober 1915 Maria Gräfin Droste zu Vischering.

Nach dem ersten Weltkrieg übernahm er im Juli 1919 Gut Dankern. Otto Freiherr von Landsberg-Velen machte große Flächen Heide urbar und ließ Moore kultivieren, indem er sie großenteils aufforstete. Zwei Jahre vor seinem Tod, am 18. September 1974, muss er dann im Herbst 1972 miterleben, wie eine Sturmkatastropfe in einer Nacht den gesamten Wald, sein Lebenswerk, zerstört.

Von den Kriegsereignissen des zweiten Weltkrieges blieb Dankern verschont. Allerdings war es für fast drei Jahre für viele Harener Bürger eine zweite Heimat; Haren selbst war von der englischen Militärregierung für polnische Rückwanderer beschlagnahmt worden. Um die wirtschaftliche Grundlage für die Erhaltung des Schlosses Dankern zu schaffen, gründete Manfred Freiherr von Landsberg-Velen 1970 das Ferienzentrum Schloss Dankern. Die Idee: Familien mit Kindern einen erschwinglichen Urlaub bieten zu können. Mit dem Motto "Ferien mit dem Kind vom Kind" war das Ferienzentrum von Anfang an erfolgreich. Es entstand eine Ferienanlage, die in Deutschland einzigartig ist. Eingebettet in die wunderschöne emsländische Landschaft stehen Feriengästen hier nun über 700 Ferienhäuser mit vielen Spiel- und Sportmöglichkeiten für Urlaubsgäste zur Verfügung. Schloss Dankern bildet den Mittelpunkt des Ferienzentrums und konnte grundlegend saniert werden. Über 150 Jahre befindet sich Dankern nun im Besitz der Freiherren von Landsberg-Velen. In dieser Zeit hat sich sein Gesicht oft gewandelt und dem Zeitgeist angepasst. Bis heute aber steht Dankern als Beweis dafür, dass es auf seine Weise jung geblieben ist.

Viele Grüße
Teodor Tansek

Autor:

Teodor Tansek aus Oberhausen

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