Betreuung und Pflege auf Zeit – DRK-Hilfen für Angehörige in der Ferienzeit!

Björn Filip ist bei den hauswirtschaftlichen Hilfen im Einsatz und versorgt die betreuten Personen auch oftmals mit dem Menüservice des Roten Kreuzes
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Wenn die Kinder mal Urlaub ohne die Altvorderen machen wollen: Auch das Deutsche Rote Kreuz bietet jederzeit verschiedene Dienste zur Betreuung und Unterstützung für Senioren an.

Die Menschen werden nicht nur älter, auch der prozentuale Anteil der Senioren an der Bevölkerung steigt. Viele von ihnen sind hilfs- und pflegebedürftig und auf Unterstützung und Betreuung angewiesen. Doch nicht alle möchten ihr Leben im Heim verbringen, sondern viel lieber zu Hause bei der Familie bleiben. Oft kümmern sich die Kinder um ihre älteren Verwandten. Doch was ist, wenn die Angehörigen mal in den Urlaub fahren wollen und sich die Eltern oder Großeltern nicht selbst versorgen können?

Diese Frage stellt einige Beteiligte vor ein großes Problem. „Doch so groß ist das Problem gar nicht”, erklärt Markus Eisenhuth vom Roten Kreuz in Wattenscheid. Viele seiner Kunden sind zwar geistig noch fit, benötigen aber Unterstützung im Haushalt oder beim Einkauf. Trotzdem können seinem Empfinden nach pflegende Angehörige bedenkenlos in den Urlaub fahren. „Unsere Sozialdienste bieten hier eine tolle Unterstützung. Die betreuten Senioren sind sehr gut aufgehoben und die Angehörigen können den verdienten Urlaub genießen”, so Markus Eisenhuth.

Mobiler sozialer Dienst (MSD) nennt sich der Betreuungsdienst, der einspringt, wenn sich Angehörige aus den verschiedensten Gründen eine Zeit lang nicht mehr um das Familienmitglied kümmern können und der Betroffene im heimischen Umfeld eine entsprechende Betreuung ggf. auch über Nacht benötigt. Das Wattenscheider Rote Kreuz bietet hierzu Hilfen im Haushalt, beim Einkauf oder bei Arztbesuchen an, es kann zudem auch der Fahrdienst des DRK oder der Menüservice genutzt werden, der eine tägliche Mahlzeitenversorgung sicherstellt. Der MSD kann auch mehrfach am Tag oder als Nachtbetreuung nach dem Rechten sehen. Bei Pflegefällen kann zudem die Rotkreuz-Sozialstation miteingebunden werden.

Die Betreuungsvertretung ist das ganze Jahr über möglich und individuell einteilbar. „So können die Familienmitglieder in aller Ruhe auch mal Ferien machen”, so Daniel Eisenkopf, der beim DRK den täglichen Menüservice organisiert. Laut Markus Eisenhuth, der Fahrdienst und mobilen sozialen Dienst koordiniert, ist der Urlaub nicht der einzige Grund, für Oma oder Opa eine Betreuungsvertretung zu suchen. „Nach einem Krankenhausaufenthalt brauchen ältere Menschen oft Unterstützung und manchmal auch pflegerische Hilfe. Viele ältere Menschen trauen sich das eigenständige Leben dann noch nicht so recht zu”, so Eisenhuth. Das Rote Kreuz erkundigt sich dann im Bedarfsfall beim Hausarzt oder Verwandten nach den Erfordernissen. Daraufhin kann eine individuelle, persönliche Betreuung und Pflege abgestimmt werden. „Wir sind bemüht, uns die Gewohnheiten der älteren Menschen einzuprägen, nach denen wir uns schließlich auch richten”, erklärt Daniel Eisenkopf weiter.

Zudem habe das Deutsche Rote Kreuz auch einen Transportdienst eingerichtet, so dass die alten oder kranken Menschen an DRK-Veranstaltungen wie dem Seniorencafé, Seniorenfrühstück, Spielenachmittag oder dem Behindertentreff teilnehmen können und somit nicht vereinsamen. Das Rote Kreuz hält hier ein abwechslungsreiches Beschäftigungsangebot für Betroffene bereit.

Weitere Informationen zu den einzelnen Angeboten der Sozialdienste des Roten Kreuzes erhält man unter den Rufnummern 0 23 27 – 8 70 18 (Herr Eisenhuth) und 8 70 19 (Herr Eisenkopf) oder direkt in der Kreisgeschäftsstelle an der Voedestraße 53.

Björn Filip ist bei den hauswirtschaftlichen Hilfen im Einsatz und versorgt die betreuten Personen auch oftmals mit dem Menüservice des Roten Kreuzes
Lukas Klosowski (rechts) ist im DRK-Behindertenfahrdienst eingesetzt und zeigt hier mit dem DRK-Vorsitzenden Thorsten Junker ein neues Transportfahrzeug
Autor:

Christian Lange aus Wattenscheid

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