Fachtagung zum Thema Pflege
"Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur generalistischen Pflegeausbildung"

Auf dem Foto (v.l.): (vordere Reihe) Elke Dobrzynski, Valerie Ve Carré, Susanne Goerke, Dr. Ralf Tebest und Annette Himmelberg. (Hintere Reihe) Kreisdirektor Ralf Berensmeier, Gernot Mangold, Peter Leiß, Georgios Vasios und Ulrich Petroff.
  • Auf dem Foto (v.l.): (vordere Reihe) Elke Dobrzynski, Valerie Ve Carré, Susanne Goerke, Dr. Ralf Tebest und Annette Himmelberg. (Hintere Reihe) Kreisdirektor Ralf Berensmeier, Gernot Mangold, Peter Leiß, Georgios Vasios und Ulrich Petroff.
  • Foto: Kreis Wesel
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"Der Fachkräftemangel in der Pflege ist so allgegenwärtig, dass die Dramatik dieser Herausforderung durch Zahlen nicht mehr gesteigert werden kann", so eröffnete Kreisdirektor Ralf Berensmeier kürzlich eine Fachtagung der "Kommunalen Konferenz Alter und Pflege".

Die Anwesenden suchten gemeinsam nach Wegen für die erfolgreiche Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung, die viele Expertinnen und Experten als Lösung für den Fachkräftemangel betrachten. Auch die Teilnehmenden waren sich einig, dass die generalistische Ausbildung das Potential habe, den Pflegeberuf attraktiver zu machen und damit mehr Menschen für dieses Arbeitsfeld zu gewinnen. Pflegeschüler/innen könnten so nach abgeschlossener Ausbildung in Einrichtungen der Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege einsteigen, sie hätten ein weiter gefasstes Berufsfeld.

Die Expertinnen und Experten wiesen aber auch auf die Gefahr hin, dass einige Ausbildungsträger und Pflegeschulen zukünftig den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr gerecht werden können und deshalb sogar Ausbildungsplätze verloren gehen könnten. Eine weitere Gefahr bestehe darin, dass die generalistisch ausgebildeten Pflegefachleute zukünftig die Arbeit in Krankenhäusern oder in Einrichtungen der Behindertenhilfe der Arbeit in der Altenpflege vorziehen könnten.

Um diese Gefahren zu verhindern, werden tragfähige Netzwerke aus Pflegeschulen, Ausbildungsträgern und den Trägern weiterer Einsatzorte benötigt. "Dafür haben wir heute zahlreiche, handfeste Beispiele gesehen", erklärte Berensmeier, "trotzdem ist der Weg zu den benötigten Ausbildungsverbünden im Kreis Wesel, wie auch im gesamten Bundesgebiet, noch weit."

Schließlich blickten die Anwesenden einer erfolgreichen Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung positiv entgegen. "Zwingende Voraussetzung dafür ist die Zusammenarbeit aller Pflegeschulen, ambulanter Pflegedienste, stationärer Einrichtungen und Krankenhäuser in der Region", betonte der Kreisdirektor. Der Kreis Wesel wird sich weiterhin als Impulsgeber und Moderator an diesem wichtigen Prozess beteiligen.

Die Bedeutung der Thematik wurde auch dadurch deutlich, dass rund 100 Fachleute von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern, Pflegeschulen, Verbänden der freien Wohlfahrtspflege, Interessensvertretungen, Verantwortliche der Kommunalpolitik und Kommunen der Einladung ins Kreishaus gefolgt waren.
Alle Information zur Tagung sowie eine Vielzahl von wichtigen und aktuellen Hintergrundinformationen können auf der Webseite des Kreises Wesel abgerufen werden.

Autor:

Lokalkompass Wesel aus Wesel

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