Start der Soforthilfe Witten
Schnelle Hilfe in pflegerischen Notsituationen

Neue Ansprechpartnerinnen für Wittener Bürger in Notsituationen: Laura Pohl (l.) und Azerina Schulz, Sozial- und Pflegemanagerinnen der Soforthilfe Witten.
  • Neue Ansprechpartnerinnen für Wittener Bürger in Notsituationen: Laura Pohl (l.) und Azerina Schulz, Sozial- und Pflegemanagerinnen der Soforthilfe Witten.
  • Foto: St. Elisabeth-Gruppe
  • hochgeladen von Nicole Martin

Mit der Soforthilfe Witten gibt es ein neues Angebot der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr für den Raum Witten. Diese bietet eine Anlaufstelle für Menschen, die bei der medizinischen oder pflegerischen Betreuung ihrer Angehörigen in Not geraten sind. Die Mitarbeiterinnen organisieren innerhalb von 24 Stunden kostenlose konkrete Hilfe und zeigen den Betroffenen damit Wege auf, um ihre Situation zu verbessern.

Mit dem Angebot der Soforthilfe reagiert die St. Elisabeth Gruppe auf individuelle Bedürfnisse von Menschen in Krisen- und Notsituationen. Häufig sind es aber nicht die Betroffenen persönlich, sondern deren Angehörige, die Hilfe und Unterstützung benötigen. Denn die Not bei Pflege, Krankheit oder psychosozialen Problemen kommt oft plötzlich und richtet sich meist nicht nach den gängigen Öffnungszeiten. In solchen Ausnahmesituationen fehlt es oft an Orientierung und Energie, um unter verschiedenen Angeboten die richtige Lösung zu finden. Hier setzt das Angebot der Soforthilfe Witten an. Eine komplexe und herausfordernde Arbeit, wenn man bedenkt, dass die Tätigkeit von Azerina Schulz und Laura Pohl, Sozial- und Pflegemanagerinnen der Soforthilfe, nicht mit einem einzelnen Anruf getan ist. Denn nach dem ersten Gespräch geht die Arbeit für sie erst los. „Häufig haben wir nach dem ersten Gespräch noch vier oder fünf Mal Kontakt mit den Betroffenen in Form von Folgeterminen“, stellt Laura Pohl dar. Zusätzlich zu den Telefonaten führen die Mitarbeiterinnen auch Hausbesuche durch, sofern dies erforderlich ist. Hinzu kommen die Vermittlungs- und Informationsgespräche mit den unterschiedlichen Netzwerkpartnern, mit denen die Soforthilfe eng zusammenarbeitet. Dazu gehören beispielsweise die Sozialdienste der Krankenhäuser, Wohlfahrtsverbände sowie ambulante und stationäre Pflegedienste. Auch die Stadt Witten mit ihren sozialen Diensten sowie örtliche Fach- und Hausärzte zählen zu den Partnern.

Unterstützung in kritischen Lebenslagen

Durch die Erfahrung der Mitarbeiterinnen in der Betreuung von psychosozialen Notfällen und die intensiven Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten, Angehörigen, gesetzlichen Betreuern und psychosozialen Einrichtungen verfügt die Soforthilfe über ein starkes Netzwerk, von dem nun auch die Wittener Bürger profitieren. Die Soforthilfe unterstützt in Not geratene Wittener Bürger bei der Versorgung von Pflegebedürftigen, indem sie beispielsweise den Kontakt zu ambulanten Pflegediensten herstellt oder Kurzzeit- und Tagespflegeplätze in stationären Einrichtungen organisiert. Konkrete Hilfe bietet die Soforthilfe auch bei Problemen in der Schwangerschaft, im Haushalt sowie bei Schulden, Beziehungsproblemen oder Suchterkrankungen und bei der Vermittlung von Mutter-Vater-Kind-Kuren. Darüber hinaus ist die Soforthilfe auch Ansprechpartner bei der Unterstützung in schwierigen persönlichen Lebenslagen, etwa bei der Vermittlung ambulanter psychiatrischer Hilfe oder der Organisation von Selbsthilfegruppen. Die Mitarbeiterinnen übernehmen die Kontaktaufnahme zu den richtigen Ansprechpartnern und Einrichtungen und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. So kann innerhalb weniger Stunden die benötigte Hilfe organisiert werden. Die Tätigkeit der Soforthilfe ist für die Betroffenen dabei kostenlos.

Abwechslungsreiche, herausfordernde Arbeit

An ihrer Arbeit schätzen Azerina Schulz und Laura Pohl insbesondere den Kontakt zu den vielen verschiedenen Menschen: seien es Betroffene, Angehörige oder Netzwerkpartner. Hinzu kommt die abwechslungsreiche Arbeit, die oftmals viel Kreativität und Feingefühl bei der Problemlösung benötigt. „Wir wissen nie, was mit dem nächsten Anruf auf uns zukommt“, schildert Laura Pohl die größte Herausforderung. Die Lösungsansätze der Soforthilfe können daher nicht auf Standards und Routinen aufbauen, sondern müssen flexibel und jederzeit anpassbar sein. In wenigen Worten würden Schulz und Pohl ihre Tätigkeit daher wie folgt beschreiben: „Bedarfsorientiert. Vielseitige Herausforderungen. Andersartige Erreichbarkeit.“

Erweiterung des Angebots

Das Angebot der Soforthilfe Witten baut auf den langjährigen Erfahrungen aus der Arbeit der Soforthilfe Herne auf. Da über die Jahre auch vermehrt Bürger aus den benachbarten Städten die Unterstützung der Soforthilfe in Anspruch nahmen, kam schnell die Idee auf, diese Unterstützung auch in anderen Kommunen anzubieten – denn der Bedarf bestand offensichtlich. „Witten hat sich hier angeboten, da die St. Elisabeth Gruppe mit dem Marien Hospital Witten bereits vor Ort vertreten ist und wir auf bestehende Strukturen zurückgreifen können“, erklärt Laura Pohl die Entscheidung für den Standort Witten. Trotzdem gilt es gerade in der Anfangsphase das Projekt in der Stadt bekannt zu machen und die verschiedenen Netzwerkpartner mit ins Boot zu holen.

Viel Lob für den Einsatz

Für seine Arbeit hat das Team der Soforthilfe bisher viel positives Feedback bekommen – von Betroffenen, von Angehörigen, aber auch von der Politik. Bei einer Einladung nach Berlin durch die ehemalige Herner Bundestagsabgeordnete Ingrid Fischbach (CDU) konnten Schulz, Pohl und ihre Kolleginnen auch auf Bundesebene Werbung für die Arbeit der Soforthilfe machen.

Weitere Infos auf www.soforthilfe-witten.de. Die Soforthilfe ist unter Ruf 0800 7 24 70 22 rund um die Uhr erreichbar.

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