Volles Haus bei BürgerReporter-Lesung in Bochum

Viele BürgerReporter waren zu der Lesung im Bochumer Norden gekommen.
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Das Katholische Vereinshaus füllt sich, und mit jedem Gast, der den Saal betritt, wird Gudrun Wirbitzky ein bisschen ruhiger. "Als ich in den noch leeren Raum kam, dachte ich: Mensch, hoffentlich bleiben nicht allzu viele Plätze frei." Die Sorge erweist sich als unbegründet.

Etwa 100 Gäste sind am Sonntag in das Katholische Vereinshaus nach Bochum gekommen, um sich die Lesung der BürgerReporter anzuhören. Unter Federführung von Gudrun Wirbitzky hatten Bruni Rentzing, Dagmar Krauße, Sabine Hegemann, Franz Burger und Marlies Bluhm dazu eingeladen, ihre humorigen und ernsten, unterhaltsamen und informativen Beiträgen zu lauschen. 

Da gab es einige Überraschungen: Bruni Rentzing erwies sich als Schauspiel-Talent und sorgte mit viel Humor für gebannte Stille im Publikum. Sie erinnerte an ihre Schulzeit, lange vergangene, aber unvergessene Momente. Etwa, als ihr erster Verehrer ihren Tornister nach Hause trug, bis er einen Kuss einforderte. "Ich war einfach noch nicht so weit", sagt Bruni und schleppte fortan ihre Tasche wieder selbst. "Heute habe ich Rücken...."

Das Trauma mit dem Kaninchen

Sabine Hegemann begeisterte mit Auszügen aus ihrem Buch "Wie das Leben so schreibt". Als echtes Ruhrpottblag erinnert sie sich darin an ihre Kindheit in Altenessen. Etwa an die Kaninchen ihres Onkels, die sie so gemocht hat. Traumatisch war dann das Erlebnis, als er eines der Tiere in die Küche brachte, ihm mit gezielten Schlägen in den Nacken den Garaus machte und ihm anschließend das Fell abzog. Die kleine Sabine hat an diesem Tag keinen Braten gegessen und auch bis heute "ein gespaltenes Verhältnis" zu Kaninchen auf der Speisekarte, wie sie sagte. 

Die Gastgeberin Gudrun Wirbitzky erheiterte mit ihrer Geschichte über das "Tannenbaum-Leasing". Denn weil die Herren in der Familie die Bäume in der Kneipe stehen lassen hatten, drohte der Heilige Abend ein Desaster zu werden. Aber dank guter Nachbarschaft wurde der im Haus vorhandene Baum herumgereicht, bis alle Familien beschert waren. 

Ebenfalls zum Thema Weihnachten sprach Marlies Bluhm, die sich dafür aussprach, Zeit zu verschenken. Dies sei in der heutigen Schnelllebigkeit vielen Menschen mehr Wert als materielle Geschenke. 

Dagmar Krauße stellte Gedichte aus ihrer Sammlung zu ganz unterschiedlichen Themen vor. Die Hippie-Zeit kam ebenso vor wie Dagmar Kraußes Fitnesswahn oder eine Hommage an die beste Freundin, die ebenfalls im Publikum saß. 

Ehrenamt in Weißrussland

Franz Burger engagiert sich für Nadeshda, ein weißrussisches Freizeitzentrum für Kinder und Jugendliche, die noch immer an den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe leiden. Er las Berichte von betroffenen Frauen vor, die vor Jahren in Nadeshda betreut wurden und ihre Erinnerungen an die Einrichtung. Obwohl sie vor gut 30 Jahren einen schwierigen Start ins Leben hatten, haben sie inzwischen selbst Familie und sind mit ihrem Leben zufrieden. 

Zwischen den Lesungen lockte eine Tombola mit vielen Preisen. Dazu mussten die Besucher möglichst schnell Fragen beantworten und durften sich dann einen Gewinn aussuchen. Dabei stellte sich heraus, dass die weiteste Anreise eine Besucherin aus Köln hatte. Sie war etwa 90 Kilometer zu der BürgerReporter-Lesung gefahren.

BürgerReporter warben für den Lokalkompass

Und auch viele BürgerReporter waren vor Ort, hörten zu, plauderten und rührten die Werbetrommel für den Lokalkompass. Denn, darin waren sich alle einig: Der Lokalkompass ist eine tolle Plattform für alle Schreiber und Fotografen. "Ich erfahre hier so viel Inspiration", so Bruni Rentzing. 

Hier können sich Interessierte registrieren.

Autor:

Miriam Dabitsch aus Velbert

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