Aktion gegen Einwegbecher: Blech statt Pappe

Der Stadtbetrieb EUV und die Verbraucherzentrale werben für wiederverwendbare Kaffeebecher. Ziel ist es, den Abfallberg zu reduzieren. Foto: EUV
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Gemeinsam für die Abfallvermeidung setzen sich EUV Stadtbetrieb und die Verbraucherzentrale Castrop-Rauxel an zwei Aktionstagen gegen „Einweg-Coffee to go Becher“ ein.

Am Donnerstag, 8. September, machen die Kooperationspartner in Sachen Umweltschutz mit einem Informationsstand, Flyern, einem Quiz und einem Glücksrad von 10 bis 12 Uhr vor der Bäckerei Auffenberg auf dem Ickerner Marktplatz auf den Müllberg aufmerksam, den die schnelle Tasse Kaffee für unterwegs hervorruft.

Laut der Deutschen Umwelthilfe werden allein in Deutschland jährlich 2,8 Milliarden Einweg-Becher verbraucht. Am Montag, 12. September, wirbt der Infostand von EUV und Verbraucherzentrale von 9 bis 11 Uhr vor der Bäckerei Schickentanz, Am Markt 26, in der Castroper Fußgängerzone für die Verwendung von Mehrweg-Bechern, die bei den verschiedenen Aktionen an beiden Kampangentagen auch gleich gewonnen werden können. Die erste Befüllung der Mehrwegbecher übernehmen dann auch gleich die beiden Bäckereien. Seit Juni sprechen die lokalen Initiatoren von Verbraucherzentrale und EUV für die Kampagne „Coffee to go again“ Bäckereien, Cafés und Trinkhallen an, um möglichst viele und flächendeckend Befüll-Stationen für die Mehrweg-Kaffeebecher bieten zu können. 19 Mitstreiter wurden bereits gefunden. Zu erkennen sind die Geschäfte an dem „Coffee to go again“ Aufkleber.

Kaffee bleibt länger heiß

Die „Coffee to go again-Becher” haben viele Vorteile: der Kaffee bleibt in Thermo- oder Edelstahl-Bechern deutlich länger warm als im Pappbecher, das Aroma bleibt besser erhalten, sie sind verschließbar und preiswerter wird der Kaffee durch die Rabatte, die Geschäfte oft für das Mitbringen des eigenen Bechers einräumen ebenfalls. Für die in Deutschland verbrauchten Coffee-to-go Pappbecher eines Jahres werden 1,5 Milliarden Liter Wasser verbraucht, 43.000 Bäume müssen gefällt werden. 11.000 Tonnen Kunststoff fallen für die Beschichtung und die Plastikdeckel an. 83.000 Tonnen CO2-Emissionen entstehen bei der Produktion. Zudem werden viele Becher als "wilder Müll" achtlos weggeworfen bzw. stehen gelassen. Die zusätzlich entstehenden Abfallkosten trägt die Allgemeinheit.

Weitere Informationen zur Kampagne „Coffee to go again“ bieten die Internetseiten des EUV unter Aktuelles: www.euv-stadtbetrieb.de

(Mit Material der EUV)

Der Stadtbetrieb EUV und die Verbraucherzentrale werben für wiederverwendbare Kaffeebecher. Ziel ist es, den Abfallberg zu reduzieren. Foto: EUV
Autor:

Oliver Borgwardt aus Gladbeck

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