Komplizierter Eingriff im Klinikum Dortmund rettet jungem Mann das Leben
Tumor mit Herz verklebt

 Als ein 35-jähriger Krebspatient im Klinikum Dortmund eintraf, hatte sich sein Lungentumor mit dem Herz „verklebt“.  Dieser Befund erforderte einen besonders komplexen Eingriff, der nur in Zusammenarbeit zwischen den Kliniken der Thorax- und Herzchirurgie vorgenommen werden konnte.  Im Bild Dr. Marcus Albert (Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie) am OP-Tisch. | Foto: Klinikum Dortmund
  • Als ein 35-jähriger Krebspatient im Klinikum Dortmund eintraf, hatte sich sein Lungentumor mit dem Herz „verklebt“. Dieser Befund erforderte einen besonders komplexen Eingriff, der nur in Zusammenarbeit zwischen den Kliniken der Thorax- und Herzchirurgie vorgenommen werden konnte. Im Bild Dr. Marcus Albert (Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie) am OP-Tisch.
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MedizinerInnen des Klinikums Dortmund sahen sich vor eine besondere Herausforderung gestellt: Als Stefan Schulze (Name geändert) im Krankenhaus eintraf, hatte sich ein Lungentumor mit dem Herzen „verklebt“.

„Das erfordert einen sehr komplexen und seltenen Eingriff, der nicht in jeder Klinik möglich ist“, sagt Dr. Marcus Albert, Direktor der Klinik für Thoraxchirurgie im Klinikum Dortmund. Der seltene Tumor war bereits vor zwölf Jahren bei dem heute 35-jährigen Patienten aufgetreten. Der Grund hinter der Verwachsung: In einem anderen Krankenhaus wurde damals bei der operativen Behandlung nicht nur ein Großteil der linken Lunge, sondern auch große Teile des linken Herzbeutels entfernt. Es fehlte von da an also die „Hülle“, die die Herzoberfläche normalerweise schützt. „Es ist unüblich, dass
diese Hülle, die das Herz umgibt, nicht ersetzt wurde. In jedem Fall hat dieser Umstand die aktuelle Operation extrem verkompliziert“, erklärt Dr. Albert.

Nach Erholungsphase gutes Weiterleben

Bei dem neuen Eingriff wurde nun auch die restliche linke Lunge entfernt. „Das war keine schwerwiegende Entscheidung, da dieser Lungenflügel bereits kaum noch eine Funktion hatte und der Zwerchfellnerv seit der Vor-Operation auch nicht mehr intakt war“, so Dr. Albert. „Die rechte Lunge funktioniert hingegen einwandfrei. Nach einer Erholungsphase von einigen Wochen wird es für Herrn Schulze also keinen großen Unterschied machen und er wird auch gut mit nur einem verbliebenen Lungenflügel leben können.“

Zusammenarbeit im Haus

Schulze sei trotz der Umstände schon jetzt bei bester Gesundheit und bereits wieder zuhause. „Eine normale Lungenklinik hätte so etwas nicht operieren können“, so Dr. Albert. „In unserem Haus gibt es zum Glück kurze Wege und alle erforderlichen Fachabteilungen. Den Eingriff konnten wir in diesem Fall dank intensiver Zusammenarbeit mit unserer Klinik für Herzchirurgie unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Albert durchführen.“ Im Klinikum Dortmund arbeiten ExpertInnen verschiedenster Fachrichtungen Hand in Hand, um maßgeschneiderte Behandlungen auch in derart komplizierten Fällen zu ermöglichen.

Autor:

Lokalkompass Dortmund-City aus Dortmund-City

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