Neun Tage volles Programm; es wird diskutiert und gefeiert
Roma-Kulturfestival „Djelem Djelem“

Jetzt haben die Veranstalter wieder mit einem Auftakt am 12. September auf dem Nordmarkt für neun Orte ein volles Programm zusammen gestellt.
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  • Foto: Stadt DO
  • hochgeladen von Antje Geiß

Den Reichtum der Roma-Kulturen kennenlernen und ein Zeichen gegen Stigmatisierung der Roma zu setzen,  darum geht es in Dortmund bei „Djelem Djelem“ vom 12. bis 20. September. Zum sechsten Mal lädt das Kulturfestival zu Konzerten, Theater und Filmen, Ausstellung, Diskussion, Lesung sowie einem Familienfest an neun Orten ein.

Mit dabei sind das Depot, das Keuning-Haus und das domicil, das Literaturhaus und die Auslandsgesellschaft. Über 30 Partner wirken am Programm mit, das fast vollständig kostenlos ist – vom Film bis zur Fachtagung. Veranstalter sind Stadt, Theater im Depot, Awo und die Vereine Romano Than und Carmen. Schirmherrin Julia Wissert, die Ende 2020 die Intendanz des Schauspiels übernimmt.


Die Hymne der Roma

„Das Djelem Djelem Festival ist eine Einladung, eigene Bilder und Erzählungen von Roma und Sinti, über Roma und Sinti zu entdecken. Es eröffnet einen Raum, der ein Bewusstsein über die Geschichte, Kunst und Kultur der Roma und Sinti in Deutschland schafft. Djelem Djelem ist Selbstermächtigung, Sichtbarkeit und Widerstand“, so Wissert. Der Titel „Djelem Djelem“ bezieht sich auf die internationale Hymne der Roma. Über die Jahre hat sich das Festival mit seiner Vielfalt und seinem Umfang zu einem der bedeutendsten Roma-Feste in Deutschland entwickelt.

Familienfest auf dem Nordmarkt

Los geht es am Donnerstag, 12. September, 14 bis 18 Uhr, mit einem Familienfest auf dem Nordmarkt mit abwechslungsreichem Bühnenprogramm und vielen Angeboten für Kinder.
„Roma und Hochzeiten“ ist der Titel einer Ausstellung, die Sonntag, 15. September, 18 Uhr, in der Halle im Depot eröffnet. Zu sehen sind Fotografien aus Stolipinovo von Aydın Çetinbostanoglu. Um 19 Uhr beginnt im Kino sweetSixteen im Depot der Film „Just the Wind“, ein hochpolitischer Streifen über Mordanschläge auf Roma-Familien.
Zu einer Buchpräsentation mit Diskussion lädt am Montag, 16. September, um 19 Uhr die Auslandsgesellschaft ein: Vorgestellt wird das Buch „Innenansichten aus Leben und Kultur der Sinti & Roma“ von Mare Manuscha. Am Dienstag, 17. September, um 19 Uhr liest Daniel Berger im literaturhaus.dortmund aus „Die Morgendämmerung der Worte“.

Hereos als Theater

Das Theaterstück „Heroes“, ein Psychodrama aus der Illegalität, zeigt das Theater im Depot am Mittwoch, 18. September, um 19.30 Uhr. In der Abschiebehaft treffen drei Frauen aufeinander. Es entwickelt sich eine dramatische Handlung, die die Frage nach der Rolle von Schleppern und Machtverhältnissen stellt, nach Fluchtgründen und Zufluchtsländern.
Am Donnerstag, 19. Sep-tember, 14 Uhr, sind im Keuning-Haus die Ergebnisse eines Forschungsprojekts von Studierenden zu sehen: Im April forschten 15 Studierende in Plovdiv, der zweitgrößten Stadt Bulgariens, zu Familie, Diskriminierung und Armut. Jugendliche aus Plovdiv stellen mit Jugendlichen aus Dortmund ihr transnationales Radioprojekt „Radio Plovmund“ unter dem Titel „Geschichten einer Jugendbewegung“ multimedial vor.

Diskussion im Schauspiel

Auch das Schauspiel Dortmund ist mit dabei: Am Donnerstag um 20 Uhr gibt es im Studio eine Diskussion und ein Konzert mit Sonja Eismann vom Missy Magazine und Mindj Panther. Das Festival endet am Freitag mit einem Flamenco-Abend mit Rafael Cortés: Um 20 Uhr tritt der spanische Gitarrenkönig mit seiner erfolgreichen Besetzung im domicil auf. Das Festival erhielt schon den Integrationspreis der Stadt und einen Preis für Toleranz und Demokratie.Höhepunkte Mit einem SchülerTalk ist das Festival am Freitag, 13. September, 14 Uhr im Helmholtz-Gymnasium zu Gast: Eine Lehrerin und ein Theatermacher und Anti-Rassismus-Trainer sprechen mit jungen Musikern und Roma-Aktivisten über die Situation der Roma in Dortmund.
Am Samstag, 14. September wird der Weltkindertag auf dem Friedensplatz gefeiert, und Djelem Djelem ist mit dabei.
Abends um 18 Uhr ist das Jugendtheater Playhood Theatre Bukarest im Theater im Depot zu Gast und spielt „Forma“, ein Stück über Verständigung, ohne Worte.
Höhepunkte:
Mit einem SchülerTalk ist das Festival am Freitag, 13. September, 14 Uhr. im Helmholtz-Gymnasium zu Gast: Eine Lehrerin und ein Theatermacher und Anti-Rassismus-Trainer sprechen mit jungen Musikern und Roma-Aktivisten über die Situation der Roma in Dortmund.
 Am Samstag, 14. September, wird der Weltkindertag auf dem Friedensplatz gefeiert und Djelem Djelem ist mit dabei.
 Abends um 18 Uhr ist das Jugendtheater Playhood Theatre Bukarest im Theater im Depot zu Gast und spielt „Forma“, ein Stück über Verständigung, ohne Worte.

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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