Endlich wird der Dortmunder Hauptbahnhof modernisiert: Bahn, Bund und Land investieren 130 Mio. Euro

Lange haben die Pendler und Reisenden auf die Modernisierung des Hauptbahnhofes gewartet, jetzt begannen die Arbeiten, um den elftgrößten Verkehrsknotenpunkt bundesweit bis 2014 barrierefrei zu machen.
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  • Lange haben die Pendler und Reisenden auf die Modernisierung des Hauptbahnhofes gewartet, jetzt begannen die Arbeiten, um den elftgrößten Verkehrsknotenpunkt bundesweit bis 2014 barrierefrei zu machen.
  • Foto: Schmitz
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Am Hauptbahnhof wird endlich gebaggert. Schon in den 90ern sollte die "Pommesbude mit Gleisanschluss" erst als UFO, später als "3do" in einen modernen Großstadtbahnhof umgebaut werden. Doch die Deutsche Bahn investierte nur in die Eingangshalle. Auch heute drängeln sich täglich rund 130.000 Reisende durch den schmalen Tunnel, wuchten Koffer und schleppen Kinderwagen hoch auf den Bahnsteig, wo Aufzug und Rolltreppe fehlen. Damit soll 2024 Schluss sein, 130 Mio. werden in die Modernisierung des veralteten Hauptbahnhofes investiert.

 "Dortmund", sagt Ute Möbus vom Vorstand Finanzen/Controlling der DB Station & Services, beim Spatenstich, "Dortmund ist der letzte große Bahnhof, der noch nicht barrierefrei ist." Revierweit werden 47 Stationen saniert. "Wir nehmen gemeinsam 130 Mio. Euro in die Hand", kündigt sie für Dortmund an, die Verkehrsstation auf den neuesten Stand zu bringen, unter "rollendem Rad" wie Bahner sagen, inklusive moderner Bahnsteige mit Bänken und Wartehäuschen.

"Es ist auch höchste Eisenbahn"

"Es ist auch höchste Eisenbahn - das Zitat passt", meint Bürgermeister Manfred Sauer, "dass der Bahnhof endlich so umgebaut werde, dass er den Namen Hauptbahnhof auch verdient." Er fragt sich, warum Züssow einen ICE Bahnhof hat und Dortmund, als einer der wichtigsten Bahnknoten überhaut, als Eingangstor in die Stadt Kunden und Gäste doch wertschätzen müsste.

Hinter der Plane rattert schon der Presslufthammer

Verantwortlich für den Hauptbahnhof ist Jörg Seelmeyer, als Bahnhofsmanager seit acht Jahren. "Seitdem kämpfe ich darum", sagt er. Auch, dass "wir schneller machen könnten mit der Modernisierung, wenn wir den Bahnhof zu machen, aber wir operieren hier am offenen Herzen mit 1300 Zufahrten pro Tag." Während oben auf den hinteren Bahnsteigen der Bagger ganze Gleise aushebt, rattert im engen Durchgang zur Nordstadt hinter der Bauplane der Presslufthammer.

Enger Tunnel wird ausgebaut

Denn die Personenunterführung soll deutlich breiter werden – von heute 9,50 Meter auf über 13 Meter und zukünftig hell verkleidet werden. Die Wände des Tunnels sind an Gleis 26/31 schon aufgerissen. Dabei haben in der ersten Bauphase des Umbaus bis Mitte 2019 am letzten Bahnsteig die Arbeiten kaum Auswirkungen auf den Zugverkehr. In den anschließenden Bauphasen wird es aber zu Einschränkungen kommen.

Neu: Rolltreppen zu allen Gleisen

Heute erreichen Reisende nur vereinzelt Bahnsteige über Aufzüge und Rolltreppen, der Bahnhof wird nach der Modernisierung komplett barrierefrei sein. 14 Fahrttreppen und sieben neue Aufzüge sollen dafür sorgen, dass Bahnkunden in Zukunft ohne Treppensteigen zum Bahnsteig gelangen. Ein Jahr lang wird hauptsächlich an den Gleisen 26/31 umgebaut. Anschließend rückt die Baustelle nach Süden weiter, bis zu den Gleisen 2/3. Die Bahnsteige erhalten jeweils eine Höhe von 76 Zentimetern, um einen stufenfreien Einstieg in die Züge zu ermöglichen und bekommen neue Beläge, Blindenleitstreifen und Dächer. Auch die Beleuchtung und Beschallung werden ausgebaut und es werden Wetterschutzhäuser aufgestellt. 

Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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