Dortmund will für Schüler in der Nordstadt den Ausbau von zehn Schulen beschleunigen
Schneller mehr Schulraum für Kinder schaffen

 An der Münsterstraße sollen zukünftig nicht nur das Helmholtz-Gymnasium, sondern auch die Grund- und die Realschule mehr Platz durch Neu- und Anbauten erhalten.
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  • An der Münsterstraße sollen zukünftig nicht nur das Helmholtz-Gymnasium, sondern auch die Grund- und die Realschule mehr Platz durch Neu- und Anbauten erhalten.
  • Foto: Denkmalbehörde/ Holtkötter
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Viele Schüler und zu wenig Klassenräume, vor diesem Problem stehen zehn Schulen in der Nordstadt. Sie müssen modernisiert und erweitert werden. Dies hat der Rat schon vor neun Monaten per Realisierungskonzept beschlossen, um den Ausbau der Schulen zu anzuschieben.

 Mit diesem überarbeiteten Konzept wird eine Beschleunigung im Gesamtablauf von rund fünf Jahren erreicht. Statt 2036 soll die Erweiterung der Schulräume dann 2031 abgeschlossen sein. Ganz am Anfang steht der Abriss der ehemaligen Anne-Frank-Gesamtschule an der Burgholzstraße.
Um den vorhandenen Fehlbedarf an Klassenräumen zu decken, stellte der Fachbereich Liegenschaften einen dreistufigen Plan zur Umsetzung aller Maßnahmen vor. Er berücksichtigt sowohl Einschränkungen bei Grundstücksrestriktionen, den baulich-technischen Zustand der Schulgebäude sowie die individuellen pädagogischen Konzepte der Schulen.

4-zügige Grundschule neu bauen

Das erste Maßnahmenpaket sieht den Neubau einer zusätzlichen 4-zügigen Grundschule sowie den Bau einer Schule zuzüglich der erforderlichen Sporthalleneinheiten an der Burgholzstraße vor. Des Weiteren werden die Libellen- und Diesterweg-Grundschule um jeweils einen Schulzug erweitert. Die Vorbereitungen dafür sind so gut wie abgeschlossen und die Projekte werden noch 2019 zur weiteren Planung und Realisierung an die Immobilienwirtschaft übergeben.

Lange Straße wird Ausweichquartier

Mit der Anpassung des Grundsatzbeschlusses kann die Verwaltung nun einen Erfolg verbuchen: Zwei weitere Ausweichquartiere konnten mit der ehemaligen Tremonia-Förderschule an der Langen Straße in der Innenstadt-West sowie mit der zukünftig freigezogenen Lessing-Grundschule am Hafen, der Neubau wird ab dem 2. Quartal 2020 realisiert, identifiziert werden.
Die Grundschule Kleine Kielstraße wird übergangsweise an die Lange Straße ziehen und muss nun nicht mehr warten, bis sie erst nach der Nordmarkt-Grundschule an der Reihe ist, die Interimsschule an der Burgholzstraße beziehen zu können. In die frei werdende Lessing-Grundschule kann nach Fertigstellung des Neubaus die Oberstufe der Anne-Frank-Gesamtschule einziehen, die momentan die Räume der ehemaligen Vincke-Grundschule an der Carl-Holtschneider-Straße nutzt.

Schulzentrum bleibt

Eine weitere wichtige Änderung im Konzept betrifft den Standort Münsterstraße. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Gertrud-Bäumer-Realschule von der Münsterstraße wegzieht. Da die Schulen am Schulzentrum Münsterstraße gerne zusammen bleiben wollten, hat die Stadt mit den Schulen ein alternatives Konzept entwickelt. In einem rollierenden Verfahren können an der Münsterstraße der Bedarf der Albrecht-Brinkmann-Grundschule, der Gertrud-Bäumer-Realschule und des Helmholtz-Gymnasiums durch Neu- und Erweiterungsbauten umgesetzt werden.

Maßnahmen bis 2031 abschließen

Auch der Raumbedarf des Helmholtz-Gymnasiums im Hinblick auf die G9-Erweiterung könne so rechtzeitig realisiert werden. Alle Maßnahmen am Standort sollen bis 2031 abgeschlossen sein. Der Verbleib der Gertrud-Bäumer-Realschule an der Münsterstraße hat Auswirkungen auf das Gesamtkonzept: In die Interimsschule an der Burgholzstraße kann nun final die Kielhorn-Förderschule einziehen. Auf dem ehemaligen Grundstück der Förderschule wird dann die benachbarte Oesterholz-Grundschule neu entstehen. Für die Oesterholz-Grundschule entfällt somit auch ein Umzug in ein Übergangsquartier, weil sie direkt in einen Neubau einziehen kann. Das Grundstück der Oesterholz-Grundschule wird auch für eine Kindertageseinrichtung vorgesehen.

 An der Münsterstraße sollen zukünftig nicht nur das Helmholtz-Gymnasium, sondern auch die Grund- und die Realschule mehr Platz durch Neu- und Anbauten erhalten.
Übergangsweise an die Lange Straße gehen soll die Grundschule Kleine Kielstraße, um schneller mehr Platz für Schüler bieten zu können.
Autor:

Antje Geiß aus Dortmund-City

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