Dortmunder Hafenchef fordert dauerhafte Funktionsfähigkeit der Anlage in Henrichenburg
Die Schleuse wird gesperrt

Kein Schiff auf dem Kanal: Von Mitte Juni bis Ende Juli wird der Dortmunder Hafen durch die Sperrung der Schleuse in Henrichenburg von allen anderen Wasserstraßen abgeschnitten.
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  • hochgeladen von Antje Geiß

Dem Dortmunder Hafen stehen in 2019 und 2020 schmerzhafte Sperrungen der Schleuse Henrichenburg bevor. Auf Einladung der Dortmunder Hafen AG und des Vereins Dortmunder Hafenanlieger stellte sich Volker Schlüter, kommissarischer Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich im Alten Hafenamt den Fragen von Uwe Büscher, Vorstand der Dortmunder Hafen AG sowie Unternehmern.

Dabei räumte Volker Schlüter ein, dass die Kommunikation zur Schleusensperrung schlecht verlaufen sei. Seien die Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen, könnte der Dortmunder Hafen wieder mit einer funktionsfähigen Schleuse Henrichenburg planen. Zusätzliche Sicherheit ließe sich mit dem Bau einer zweiten Schleusenkammer erreichen, so Schlüter. Laut Unternehmern, sei für eine solche Stärkung der Wasserwege allerdings ein klares Bekenntnis von Entscheidungsträgern aus Bund, Land und Kommune geboten.

47 Tage abgeschnitten

Die Sperrung der Schleuse wird laut Ankündigung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes vom 15. Juni bis zum 31. Juli 2019 erfolgen. Zwischen dem 1. August und Ende November findet dann ein Notbetrieb für acht bis zehn Stunden täglich statt. Zwischen dem 9. Mai und 19. Juni 2020 erfolgt wieder eine Sperrung, um die Instandsetzung abzuschließen.
Schlüter erläuterte detailliert die Erfordernisse der Arbeiten, die in 2019 auch die Erneuerung der Schleusensteuerung vorsehen. Zu den Notschleusungen kündigte er an, die Unternehmen einzubinden. Als vertrauensbildende Maßnahme zwischen dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt und den Hafenanliegern forderten die Dortmunder unter anderem eine Besichtigung der Baumaßnahmen ein.
Uwe Büscher unterstrich als Vorstand der Dortmunder Hafen AG, im Interesse der Unternehmen um jede Sekunde Schleusenzeit zu kämpfen. „Wir fordern eine dauerhaft und vollumfassend funktionsfähige Schleuse“, betonte Büscher und warb für ein breites Bündnis zur Modernisierung der für den Dortmunder Hafen so wichtigen Infrastruktur des Bundes.  

2.200 Schiffe pro Jahr

Den Dortmunder Hafen fahren jährlich etwa 2.200 Schiffe an. Dabei schlagen sie rund 2,5 Millionen Tonnen Güter um und entlasten den Verkehr auf Straßen und Autobahnen. Um per Schiff in den Hafen zu gelangen, muss vorab die Schleuse Henrichenburg passiert werden. Diese wird von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrieben und unterhalten. Hintergrund

Kein Schiff auf dem Kanal: Von Mitte Juni bis Ende Juli wird der Dortmunder Hafen durch die Sperrung der Schleuse in Henrichenburg von allen anderen Wasserstraßen abgeschnitten.
Wird die Schleuse gesperrt müssen mehr Güter von Dortmund aus über die Straße transportiert werden.

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