Gerade noch rechtzeitig:
Frauenpower, die Rettungskette und ein Herzinfarkt

Herzinfarkt gerade noch rechtzeitig erkannt. Das Einsatzteam im Herzkatheterlabor rund um Oberärztin Dr. med. Adela Racek (links), Iris Mey (Herzkatheterassistentin), mit dem Patienten Jürgen Laserich und Saskia Rösner (Herzkatheterassistentin).
  • Herzinfarkt gerade noch rechtzeitig erkannt. Das Einsatzteam im Herzkatheterlabor rund um Oberärztin Dr. med. Adela Racek (links), Iris Mey (Herzkatheterassistentin), mit dem Patienten Jürgen Laserich und Saskia Rösner (Herzkatheterassistentin).
  • hochgeladen von Sandra Kalkmann

Die Rettungskette spielt in der Herzinfarktversorgung eine alles entscheidende Rolle. Für Herrn L. stand seine Ehefrau am Anfang einer Folge von Handlungen, mit der das oft tödlich endende Herzinfarktereignis abgewendet werden konnte. Als er über einen Ausbruch von kaltem Schweiß und Schmerzen in beiden Armen klagte, zögerte sie keinen Moment und alarmierte den Rettungsdienst. Nur wenige Minuten vergingen und Herr L. wurde in Begleitung des Notarztes in die Kardiologie des Johanniter-Krankenhauses Rheinhausen eingeliefert. Dort bestätigte Frau Dr. med. Adela Racek die Diagnose eines Hinterwandinfarktes und leitete sofort alle notwendigen Maßnahmen in einem der Herzkatheterlabore ein. Die Kardiologin fungiert als letztes Glied der strukturierten Herzinfarktversorgung im Duisburger Westen. Sie führt die filigranen Eingriffe seit Jahren routiniert vom Handgelenk durch.
20 Minuten und zwei Stents später waren die Engstellen beseitigt. Herr L. bemerkte unmittelbar ein freies Gefühl in der Brust und ein Nachlassen der ziehenden Schmerzen in beiden Armen. Nach fünf Tagen konnte der Patient nach abschließenden Kontrolluntersuchungen das Krankenhaus wieder beschwerdefrei verlassen.
„Die beschriebenen Geschehnisse beleuchten einige zentrale Aspekte der Herzinfarktrettungskette. Oft sind es Frauen, die das Heft des Handelns in die Hand nehmen und den Rettungsdienst alarmieren. Männer neigen dazu, ihre Beschwerden zu verharmlosen, eine medizinisch ausgebildete Verwandte anzurufen oder auch schon mal einen Cognac zu trinken. Dabei wird oft wertvolle Zeit verloren“, so die in der Herzinfarktversorgung versierte Kardiologin, Dr. Adela Racek des Johanniter-Krankenhauses.

Keine Scheu vor dem Notruf 112

Der Zeitfaktor ist bei diesen lebensgefährlichen Ereignissen extrem wichtig. Umso eher die Rettungskette in Gang gesetzt wird, umso schneller kann das Gefäß wiedereröffnet werden. Wenige Minuten können über Leben und Tod entscheiden. Und nicht nur das: Umso schneller man mit dem Katheter am Ort des Geschehens ist, umso niedriger ist die Wahrscheinlichkeit eine Herzschwäche davonzutragen. „Jeder in dieser Rettungskette, von den Angehörigen, über den Notarzt, bis zum Team des Herzkatheterlabors im Krankenhaus, leisten einen wichtigen Beitrag und haben dem Herzinfarkt seinen Ruf als „Witwenmacher“ genommen“, verdeutlicht Dr. Racek.

Info - Typische Anzeichen eines Herzinfarktes können sein:

Starke Schmerzen, Druck- Engegefühl, heftiges Brennen im Brustkorb.
Schmerzen, ziehende Schmerzen im Rücken und in den Armen.
Kalter Schweiß, Angst, blasse/fahle Gesichtshaut.
Atemnot.
Die Anzeichen können bei Frauen und Männern unterschiedlich sein.
Frauen beklagen auch oft Anzeichen durch Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen im Oberbauch. Diese können aber auch bei Männern vorkommen.
Der Herzinfarkt ist keine reine Männerkrankheit! Bei Anzeichen Notruf 112 wählen!

Autor:

Sandra Kalkmann aus Duisburg

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