Unzumutbare Wartezeiten
Corona-Testkapazitäten am Theater am Marientor erweitert

Lange Warteschlangen vor allem von Reiserückkehrern vor dem Corona-Testzentrum am Theater am Marientor.
  • Lange Warteschlangen vor allem von Reiserückkehrern vor dem Corona-Testzentrum am Theater am Marientor.
  • Foto: Marcel Faßbender
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Das Corona-Testzentrum am Theater am Marientor (TaM), Plessingstraße 20, hat seine Kapazitäten vergrößert. Zwei weitere Teststraßen wurden im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) in Betrieb genommen. Ursache für die kurzfristige Erweiterung ist die hohe Nachfrage der Bürger, zu denen auch eine Vielzahl an Urlaubsrückkehrern aus Risikogebieten gehört. Für diese Testung sind laut Stadt eigentlich die niedergelassenen Ärzte zuständig.

Der Krisenstab der Stadt Duisburg geht für die kommenden Tagen und Wochen von einem weiteren Anstieg der Nachfrage nach Coronatests aus. Der Grund: weitere Reiserückkehrer, aber auch die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in den Kindertageseinrichtungen sowie der Beginn des Schulbetriebs und die damit einhergehenden freiwilligen Testmöglichkeiten für Schul- und Kitakräfte. Schon seit dieser Woche dürfen sich alle Mitarbeiter der Kitas sowie die Lehrerinnen und Lehrer alle 14 Tage auf freiwilliger Basis testen lassen. Dies umfasst einen Personenkreis von rund 9000 potenziellen Testkandidaten. Auch wenn nicht jeder die Testmöglichkeit in Anspruch nehmen sollte, geht die Stadt derzeit von täglich etwa 450 zusätzlichen Tests aus.
„Die derzeitigen Kapazitäten der Kassenärztlichen Vereinigung werden für diese erhöhte Nachfrage nicht ausreichen. Wir brauchen dringend weitere verbindliche Kapazitäten. Diese Ausweitung muss umgesetzt werden, bevor es erneut zu unzumutbaren Wartezeiten für die Duisburgerinnen und Duisburger kommt“, sagt Krisenstabsleiter Paul Bischof und ergänzt: „Ich möchte aber auch an die Duisburger Hausärzte appellieren, möglichst viele der notwendigen Tests in den eigenen Praxen durchzuführen. Hier scheint es einen Nachholbedarf zu geben.“
Die Stadt Duisburg hatte am Dienstag gegen 12 Uhr die Warteschlange an der Teststraße der Kassenärztlichen Vereinigung geschlossen, um zu verhindern, dass Bürger vergebens warten und ungetestet das TaM verlassen müssen. Insgesamt wurden etwa 100 Personen abgewiesen.

Unzumutbare Wartezeiten

Zur Erhöhung der Kapazität der KV-Teststraße wird aktuell zusätzliches Personal eines Personaldienstleisters eingesetzt. "Für wartende Personen stehen aufgrund der hohen Temperaturen Pavillons als Wetterschutz und Stühle zur Verfügung. Bei Bedarf werden den Wartenden zudem Getränke bereitgestellt", lässt die Stadt wissen.
Im TaM befindet sich die Teststraße des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in der vom Gesundheitsamt angeordnete Testungen durchgeführt werden. Daneben betreibt die Feuerwehr im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung mittlerweile drei Teststraßen. Dort werden Patienten getestet, die von den Hausärzten überwiesen werden, sofern diese einen Corona-Test nicht selbst durchführen können.

Hinweis der Stadt: an Hausarzt wenden

Hinweis der Stadt: Patienten sowie alle Reiserückkehrenden aus Risikogebieten sollten sich für einen Corona-Test in jedem Fall an ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt werden. Eine Überweisung der Hausarztpraxis an die Teststelle im TaM ist erforderlich, ebenso wie eine Anmeldung über das Onlineformular unter dem Menüpunkt „Informationen für Reiserückkehrer“ auf der Homepage der Stadt Duisburg (www.duisburg.de/microsites/coronavirus/index.php).
Vom Gesundheitsamt veranlasste Testungen in besonders sensiblen Einrichtungen wie zum Beispiel Alten- oder Pflegeheimen oder die Testung von Verdachtspersonen werden durch eine eigene Teststraße sowie drei mobile Einsatzteams sichergestellt.

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Lokalkompass Duisburg aus Duisburg

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