Duisburg: Einkaufshilfen, Botengänge, Gassi gehen mit dem Hund und mehr
Update 1: Gemeinsam durch die Corona-Krise

Nachbarschaft, Solidarität und Miteinander bekommen in diesen Tagen eine noch größere Bedeutung.
  • Nachbarschaft, Solidarität und Miteinander bekommen in diesen Tagen eine noch größere Bedeutung.
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Einkaufshilfen, Botengänge, Gassi gehen mit dem Hund und mehr Abstand halten ist in Zeiten der Corona-Krise Ausdruck für Fürsorge. Allerdings genauso wichtig: der Zusammenhalt, die Hilfe und Unterstützung anderer bei der Bewältigung des ungewohnten Alltags. Vielerorts zeigen Nachbarn, Gemeinden, Organisationen ihre Solidarität. Hier nur eine Auswahl, die laufend ergänzt wird:

In der katholischen Pfarrei St. Johann in Hamborn konzentrieren sich die Angebote auf tätige Nachbarschaftshilfe sowie eine angepasste Fortsetzung bewährter Unterstützungsangebote wie die Obdachlosenbetreuung im Petershof in Marxloh oder die Speisenangebote des Projekts LebensWert in Neumühl. Letzteres läuft derzeit natürlich nur noch unter dem Motto „Wir kochen für zuhause“. Denn die Speisen können lediglich im Fensterverkauf an der Holtener Straße abgeholt oder von dort aus geliefert werden.

Im Petershof in Marxloh dagegen läuft derzeit alles nach Aussage von Pater Oliver „im eingeschränkten Modus“. Er betont aber: „Mit Rücksprache und Genehmigung des Gesundheitsamtes führen wir die essentielle Versorgung der Obdachlosen im Duisburger Norden weiter durch (Notunterkunft, Lebensmittel, Kleidung, medizinische Hilfe). Ebenso können sich Marxloher hier melden, wenn sie keine Gelegenheit zum Einkaufen haben (Lebensmittel, Apotheke) – dann besorgen wir die Sachen“. Bei Interesse kann man sich im Petershof melden: Tel. 0203/ 500 66 07.

Ein ähnliches Angebot der tätigen Nachbarschaftshilfe bieten auch die Mitarbeiter des Nachbarschaftscafés "Ma(h)lzeit" der Duisburger Werkkiste in Bruckhausen an. Wer aufgrund der Corona-Krise seine Wohnung nicht mehr verlassen kann, für den übernehmen die "Ma(h)lzeit"-Mitarbeiter Einkäufe und Botengänge. Ansprechpartner ist Christoph Huxohl: Tel. 0176/13 46 54 21.
Anwohner rund um den Eickelkamp in Wehofen, die derzeit Sorge haben, das Haus wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu verlassen, können sich an den Pfadfinderstamm St. Georg wenden. Die jungen Leute bieten an, Lebensmitteleinkäufe zu übernehmen oder Medikamente aus der Apotheke zu holen. Wer dieses Angebot gelebter Solidarität und Nachbarschaftshilfe nutzen will, kann sich an folgende Rufnummer wenden: 0152/0451 8662.

Die Jugendgruppen der katholische Pfarrei St. Peter in Rheinhausen bieten unter dem Titel „Rheinhausen hilft!“ ihre konkrete Unterstützung für ältere und besonders gefährdete Personen an. Wer einer dieser Gruppen angehört und das Haus nicht mehr verlassen möchte, kann sich unter Tel. 02065/74716 im Jugendzentrum St. Peter melden. Wenn möglich, übernehmen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen dann kleinere Einkäufe und Besorgungen für den alltäglichen Bedarf.

In der Kirchengemeinde Liebfrauen in Hochfeld gibt es ein Unterstützungsangebot für Senioren und Menschen anderer Risikogruppen aus Hochfeld oder dem Dellviertel. Sie können sich werktags zwischen 10 und 12 Uhr unter Tel. 0203 / 286 56 49 melden und Einkäufe im Stadtteil von bis zu 30 Euro erbeten. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten, abgerechnet wird anschließend an der Haustür. Die Helfer können sich ausweisen.

Auch die Evangelische Kirchengemeinde Hamborn bietet denjenigen, die wegen der Coronavirus-Epidemie und der Auswirkungen, das Haus nicht mehr verlassen können Hilfe an: Ob Hilfe beim Einkaufen, fürs Gassi-Gehen mit dem Hund oder Ähnlichem – diese Menschen können sich gerne bei Martina Will, Tel. 0203/510 472, melden.

Für Menschen, die mit ihren Sorgen und Nöten ein offenes Ohr suchen, sind Pfarrerin Elke Banz, Tel. 0203/55 87 88, und Pfarrer Jens Dallmann, Tel. 0203/36 97 97 03, gerne da. Die Evangelische Kirchengemeinde Ruhrort-Beeck hat eine Einkaufshilfe für Senioren eingerichtet, die ihre Wohnung nicht verlassen können: Tel. 0176/53211994 zu erreichen. Da die Pfarrer der Gemeinde die Hausbesuche weitestgehend einstellen müssen, haben sie am Hörer ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte: Pfarrer Rüdiger Klemm (Tel. 0203/46 38 79), Pfarrer Klaus Fleckner (0203 / 39 22 47 11) und Pfarrer Tijmen Aukes (0203 / 43 32 91). Weitere Gemeindekontakte gibt es im Netz unter www.ruhrort-beeck.de.

Auch wenn die Gottesdienste in der Pfarrei St. Franziskus Homberg wie überall ausfallen müssen und die Pfarrheimtüren geschlossen sind, bleiben viele Engagierte zusammen mit dem Seelsorgeteam nicht untätig.

Verschiedene Telefonangebote

So gibt es einen Einkaufsdienst für Senioren und Menschen, die nicht mehr vor die Tür kommen können. Jugendliche und junge Erwachsene bieten an, Einkäufe für den Grundbedarf bis zu einem Wert von 30 Euro zu erledigen und bis vor die Haustür zu liefern. Über Tel. 02066/4168417 kann man sich bei Bedarf zwischen 10 und 12 Uhr melden und eine Einkaufsliste für einen Lebensmittelhändler in Homberg durchgeben. Die Aufträge werden an die freiwilligen Helferinnen und Helfer weitergegeben, die nach Möglichkeit noch am selben Tag die Einkäufe tätigen und ausliefern.

Das Paritätische Begegnungs- und Beratungszentrum Neuenkamp
der PariSozial Duisburg GmbH ist insbesondere in Zeiten, die vom Coronavirus und den Einschränkungen des täglichen Lebens bestimmt werden mit Kooperationspartnern aus dem Stadtteil Neuenkamp ein zuverlässiger Unterstützer für Menschen die der Risikogruppe angehören.
Zu der Risikogruppe gehören Menschen über 65 Jahren, Menschen die Vorerkrankungen haben und Menschen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden und die keine Unterstützung durch Familie, Freunde oder Nachbarn bekommen können.
Die Unterstützung umfasst Hilfen wie Einkäufe für den alltäglichen Bedarf, Rezeptabholung beim Hausarzt sofern dieser in Neuenkamp ist, Medikamente Abholung in der Apotheke, Gassigänge mit freundlichen Hunden, Einwurf von Briefsendungen. Gegen die Langeweile liefern die Helfer auch Bücher aus dem offenen Bücherschrank. Die Vermittlung der Unterstützungsangebote erfolgt über Tel. 318 14 50. Für Menschen, die sich allein fühlen insbesondere deswegen, weil sie zur Zeit nicht mehr an Angeboten zur Freizeitgestaltung teilnehmen können, bietet das Paritätische Begegnungs- und Beratungszentrum der PariSozial Duisburg zudem einen freundlichen Draht an. Von montags bis freitags erreicht man unter Tel. 318 14 51 einen freundlich, netten Gesprächspartner mit dem man über alles Mögliche sprechen kann. Das Telefonangebot ist kein Sorgentelefon und ersetzt in keinem Fall andere Telefonangebote wie die Telefonseelsorge.

Ein Team aus der Evangelischen Kirchengemeinde Großenbaum-Rahm bietet ab sofort vor Ort einen Einkaufsservice für Menschen an, die gerade Unterstützung brauchen. Melden können sich ebenfalls Menschen, deren Freunde und Verwandte, die ihnen sonst helfen, gerade nicht zu ihnen kommen können. Das Angebot ist selbstverständlich kostenlos, es müssen nur die anfallenden Auslagen erstattet werden. Interessierte können sich über diese Kontakte melden: E-Mail: einkaufshilfe@ekgr.de oder per Tel. 0203/44090559, Mobil: 0178 8037171. Gerade weil derzeit die gewohnten Hausbesuche der Gemeinde nicht möglich sind, möchte sie mit den Menschen im Gespräch bleiben: Pastorin Ulrike Kobbe (0203 9331907) und Klaus Andrees, Presbyter der Gemeinde und Notfallseelsorger (0203 767670) haben ein offenes Ohr für alle Sorgen und Nöte. Sollte sich der Anrufbeantworter melden, rufen die Beiden zurück, wenn die Telefonnummer hinterlassen wird. Infos gibt es auch auf der Internetseite der Gemeinde unter: www.ekgr.de.

Die Einkaufshilfe, die die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg (Innenstadt, Duissern, Neuenkamp, Kasslerfeld) für hilfsbedürftige Gemeindemitglieder eingerichtet hat, läuft gut an. Interessierte können sich gerne bei Monika Philipp-Korn, die das Ganze koordiniert, melden: dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter Tel. 0203 / 9308688, sonst Tel. 0203 / 330490.

Auch die evangelische Kirchengemeinde in Wanheim bietet Unterstützung für Einkäufe an. Wer körperliche Einschränkungen hat und nicht in der Lage, selbst Einkäufe zu tätigen, wer zu einer sogenannten Risikogruppe gehört, keine Unterstützung durch Angehörige oder Nachbarn hat, sich gerade in Quarantäne befindet und im Stadtteil Wanheim/Angerhausen wohnt soll sich bitte unter einer der folgenden Telefonnummern melden: Tel. 0203/771321 oder 709227 oder 703409 oder 7391578. Der Service ist kostenlos, bezahlt werden lediglich die bestellten Waren.

Die Familienberatungsstelle des Caritasverband Duisburg e.V. bietet kurzfristig zwei neue Möglichkeiten der Beratung an. Werktags von 9 bis 12 Uhr ist unter Tel. 0203/2865643 eine offene Telefonsprechstunde eingerichtet, dienstags bis donnerstags steht eine offene Sprechstunde in der Online-Beratung per E-Mail zur Verfügung. Damit reagiert das Familienhilfezentrum auf die veränderten Herausforderungen, mit denen Paare, Familien und Alleinerziehende, aber auch Kinder und Jugendliche im Kontext der Corona-Krise konfrontiert sind.  Die Berater haben ein offenes Ohr für sämtliche Sorgen und Konflikte, die durch die Corona-Pandemie nun vermehrt oder auch verändert Einzug in das alltägliche Leben gefunden haben. 
=> Kontakt Familienhilfezentrum: Tel. 0203/286560, lt@caritas-duisburg.de
=> Offene Telefonsprechstunde: Tel. 0203/2865643
=> direkter Weg zur Online-Beratung für Kinder und Jugendliche
=> direkter Weg zur Online-Beratung für Eltern und Familienangehörige

Die Evangelische Beratungsstelle Duisburg/Moers bietet jetzt zusätzlich eine „offene Telefonsprechstunde“ an. Menschen, die akut unter Druck stehen, können in der Zeit anrufen und werden direkt mit Mitarbeitenden aus dem Beratungsteam verbunden. Dieses Angebot gilt von montags bis freitags in der Zeit von 9.30 bis 12 Uhr unter Tel. 0203/990690 für den Duisburger Süden und Norden und unter Tel. 02841/9982600 für den Duisburger Westen. Außerdem werden die regulären Beratungsangebote, wie Erziehungsberatung, Ehe-, Familien- und Lebensberatung, jetzt telefonisch durchgeführt. Termine dafür können unter den beiden Rufnummern montags bis freitags in der Zeit von 8.30 bis 12 und 13 bis 16 Uhr vereinbart werden. Die offenen Sprechstunden in den Familienzentren und Gruppenangebote fallen weiterhin aus. Beratungen zum Thema „Vertrauliche Geburt“ bleiben weiterhin uneingeschränkt möglich.

Die evangelische Kirche in Wanheimerort  hat gemeinsam mit der katholischen und der freien, evangelischen Gemeinde, dem Bürgerverein, der Stadtteiloffensive und weiteren Kooperationspartnern eine Einkaufshilfe eingerichtet. Ein gemeinsames Team aus Helferinnen und Helfern steht bereit und erledigt Einkäufe für die, die aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht in der Lage sind. Außerdem vermittelt das Team Beratung bei Fragen, die jetzt besonders drängen. Für das kostenlose Angebot, bei dem nur die anfallenden Auslagen zum Beispiel bei Einkäufen erstattet werden, nehmen Interessierte bitte Kontakt auf: nettes.w-ort@t-online.de oder nettes.wanheimerort@t-online.de; oder direkt bei Pfarrer Jürgen Muthmann (Tel. 0203/72 23 83; oder Mobil: 01578/5720450).

Autor:

Andrea Becker aus Essen-Borbeck

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