Herringen machte am Anfang des Spiels den Sieg klar, Damen siegten noch nach einem 1:4 Rückstand
Knappe Niederlage für die Männer, Damen drehten das Spiel

Miguel Vila traf per Penalty zum 1:4 Anschlusstreffer.
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  • Miguel Vila traf per Penalty zum 1:4 Anschlusstreffer.
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Unterhaltsam war der Doppelspieltag für die Zuschauer in der Sporthalle Beckersloh in jedem Fall. Beide Rollhockey Teams der RESG Walsum verschliefen aber die kompletten ersten Halbzeiten. Die Damen konnten sich am Ende wieder durchsetzen, die Männer verpassten ganz knapp eine Verlängerung gegen die Germanen.

„Mich ärgert vor allem die Anfangsphase, wir haben das zugelassen, was wir verhindert wollten.“ Die Analyse von RESG-Trainer Christopher Nusch war zunächst ernüchternd. Bis zur 14. Minute gingen die Herringer durch Liam Hages (4.), Robin Schulz (7.), Christopher Rindfleisch (8.) und nochmal Robin Schulz (14.) mit 0:4 in Führung. Da mussten sich auch die Karnevalisten die Augen reiben, die traditionell vor Karneval die RESG besuchten. Die Herringer zeigten ihre ganze Klasse, kombinierten sich ohne Probleme durch die RESG-Reihen und schlossen die Angriffe konsequent ab. Chaotisch wurde es dann zwischen der 17. und 19. Minute, als drei Herringer Spieler (Rindfleisch, Gürtler und Schulz) mit einer blauen Karte vom Schiedsrichtergespann Feiteira und Sörensen mit blau vom Feld geschickt wurden. Auf Seiten der Roten Teufel erwischte es Stan Holtzer auch mit einer blauen Karte. Miguel Vila nutzte die blaue Karte an Rindfleisch und konnte in der 18. Minute durch den Penalty auf 1:4 verkürzen. Die Walsumer standen jetzt kompakter, die Germanen hatten zwar weiterhin ihre Möglichkeiten, Tobias Wahlen im Tor hielt sein Team aber im Spiel. Geburtstagskind Pedro Queiros konnte in der 22. Minute noch auf 2:4 verkürzen. Robin Schulz schenkte dem Portugiesen das Tor, er fälschte den Ball unglücklich ins eigene Tor ab. Die Fans der Walsumer der rechneten nach dieser ersten Halbzeit schon mit dem schlimmsten. Die Herringer waren in allen Belangen überlegen, Wahlen und das Torgehäuse verhinderten eine noch höhere Führung. Christopher Rindfleisch konnte für die SKG in der 29. Minute einen Angriff zum 2:5 abschließen. Jetzt wurde das Team von Trainer Nusch wach, die Gäste nahmen jetzt das Tempo raus und ließen die RESG kommen. Christopher Berg traf in der 30. Minute zum 3:5, Luis Hages stellte in der 37. Minute wieder den drei-Tore-Abstand, zum 3:6 her. Pedro Queiros nutze einen Penalty in der 39. Minute zum 4:6. Jetzt warfen die Gastgeber nochmal alles nach vorne, Nuno Rilhas und Pedro Queiros kombinierten sich zum 5:6 in der 41. Minute.

Drei Heimspiele hintereinander

Der Rekordmeister versuchte jetzt den Ausgleich zu erzwingen, Herringen machte aber hinten dicht und schaltete bei Ballbesitz schnell nach vorne um. Am Ende musste man sich dem Tripple Sieger ganz knapp geschlagen geben. Trainer Nusch ist zuversichtlich für die kommenden Aufgaben: „Die Niederlage fühlt sich nicht so an. Unser Fokus lag darauf, Selbstvertrauen für die nächsten Spiele zu sammeln. Wir haben uns positiv zurück ins Spiel gekämpft und alles gegeben. Herringen hat das überragend gemacht, da fehlt uns einfach die Erfahrung im Vergleich zu den Germanen. Für Pedro freut es mich, dass er dreimal getroffen hat.“ In der zweiten Halbzeit war eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen, trotz allem ist die Unzufriedenheit rund um den Beckersloh groß. Das Team von Trainer Nusch hat nur noch vier Spiele Zeit, um sich in der Tabelle noch nach oben zu arbeiten. Am heutigen Sonntag geht es zum RSC Darmstadt, Anstoß im Landesleistungszentrum ist um 15.30 Uhr. Die letzten drei Spiele gegen Recklinghausen, Iserlohn und Cronenberg bestreitet die RESG alle zuhause, der Heimvorteil soll unbedingt genutzt werden.
Im Anschluss zeigten die Damen der Roten Teufel nochmal ihre ganze Klasse und drehten in der zweiten Halbzeit einen 1:4 Rückstand. Das Interesse an dem 18 Uhr Spiel hielt sich aber stark in Grenzen, obwohl das Team von Silvia Romero erneut überzeugen konnte, zumindest in den zweiten 25 Minuten. Die Moskitos aus Wuppertal erwischten einen Traumstart und gingen in der ersten Minute durch Yolanda Kahrmann mit 0:1 in Führung. Anna Kaub konnte im Gegenzug aber zum 1:1 ausgleichen (2.). Im Anschluss probierten beide Mannschaften die jeweilige Defensive zu knacken. Meike Johannson traf in der zwölften Minute zum 1:2 und per Doppelschlag in der 19. Minute zum 1:4. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Romero fand die richtigen Worte und ihr Team drehte jetzt auf. Anna und Friederike Kaub verkürzten auf 3:4, Tabea Lückenhaus konnte für die Moskitos aber nochmal auf 3:5 erhöhen. Die RESG rannte weiter an und fand jetzt das richtige Mittel um weitere Tore zu erzielen. Lisa Dobbratz und Silvia Romero koordinierten die Angriffe, im Gegensatz zu den letzten Spielen blieben sie aber ohne Torerfolg. Erneut war es Friederike Kaub, die auf 3:5 in der 36. Minute verkürzen konnte. Anna Kaub traf in der 38. zum 4:5, Maibritt Giesing gelang eine Minute später dir viel umjubelte 5:5 Ausgleichstreffer. Die Begeisterung war groß, ein 1:4 Rückstand konnte gedreht werden. Friederike Kaub machte mit ihrem zweiten Treffer in der 45. Minute den Sieg zum 6:5 perfekt. Die RESG-Damen sind nicht aufzuhalten und machten erneut einen großen Sprung, um in den Top-Vier zu bleiben. Romero war nach diesem Coup im Anschluss des Spiels sehr erleichtert: „Am Anfang spielten wir überhaupt nicht gut. Wir haben uns zu viele Fehler im Aufbau erlaubt und luden die Moskitos ein zum Tore schießen. In der zweiten Halbzeit kamen wir dann als Team zurück. Wir spielten kontrollierter und nutzen unser Passspiel, um erfolgreich zu sein. Wir haben als Team gewonnen und sind über den Erfolg sehr glücklich.“ Die Damen sind nicht aufzuhalten und konnten die Fans erneut überzeugen.

Autor:

Marcel Faßbender aus Duisburg

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