Bergarbeiter-Demonstration am 14. September in Stoppenberg
Gegen die Politik der verbrannten Erde durch die RAG

Christian Link, Bergmann aus Gelsenkirchen und Sprecher von "Kumpel für AUF" bei der Demonstration am 16.3. Christian ist seit Jahren von der RAG mit einem Anfahrverbot belegt, weil er öffentlich den Umwelt-Frevel durch die Flutung der Zechen angeprangert hat.
  • Christian Link, Bergmann aus Gelsenkirchen und Sprecher von "Kumpel für AUF" bei der Demonstration am 16.3. Christian ist seit Jahren von der RAG mit einem Anfahrverbot belegt, weil er öffentlich den Umwelt-Frevel durch die Flutung der Zechen angeprangert hat.
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Anfang des Jahres wurde bekannt wurde, dass die Ruhrkohle AG (RAG) ihr selbst aufgestelltes „Tabu“, dass kein Bergmann nach der Stilllegung der letzten Zechen ins Bergfreie fällt, brechen wird. Seitdem gab es bereits vier Demonstrationen, die deutlich machten, dass die Bergleute und die mit ihnen verbundenen Menschen im Revier das nicht hinnehmen. Im März gab es eine erste von der Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“ organisierte Demonstration in Essen. Im Frühsommer gab es mehrere von den von Entlassung bedrohten Kumpels selbst organisierte Demonstrationen in Bottrop und Düsseldorf. Ebenso gab es eine Protestaktion im Düsseldorfer Landtag, die zu übler Hetze wegen angeblicher „Randale“ gegen die Kumpel missbraucht wurde. Ungeprüft veröffentlichten sämtliche Medien die offensichtlich von der RAG verbreitete Fake News, dass es sich bei den protestierenden Bergleuten in Wirklichkeit um „als Bergleute verkleidete MLPD-Mitglieder“ gehandelt habe.

Nun ruft „Kumpel für AUF“ erneut zur Demonstration in Essen auf, um gegen die Politik der verbrannten Erde durch die RAG zu protestieren. Weil die von Entlassung bedrohten Kumpel sich nicht klein kriegen lassen, wird zu übelsten Mobbing-Methoden gegriffen. In einer aktuellen Pressemitteilung heißt es:

„Die RAG hat die Kumpel und die Bevölkerung verraten und verkauft“ - so die Meinung vieler Menschen im Ruhrgebiet. 200 Kumpels erhielten die Kündigung zum 31.12.19, obwohl es immer hieß „keiner fällt ins Bergfreie“. RAG-Wohnungen wurden an Viva-West verkauft, saniert und die Mieten massiv erhöht, obwohl es für Bergleute, die geringe Lohnerhöhungen erhielten, immer hieß „ihr habt doch billigen Wohnraum von der Zeche“. In vielen Bergarbeiterfamilien war klar, dass auch ihre Kinder eine Ausbildung auf Zeche anfangen – auch das ist Geschichte, die RAG hat die Ausbildung eingestellt. Kumpel sind oft durch die harte Arbeit unter Tage gezeichnet, die Knochen sind kaputt und bleiben sich aber selbst überlassen, obwohl es immer hieß „die RAG ist ein sozialer Arbeitgeber“. Bergbaurentnern wird das Deputat gestrichen bzw. abgefunden, obwohl es Rentenbestandteil ist. Die Wasserhaltung der Zechen wird Stück um Stück eingestellt, was durch das Giftmüll unter Tage eine regionale Trinkwasserkatatstrophe provoziert, obwohl es immer hieß, „die RAG ist ein umweltfreundliches Unternehmen“.

„Das alles sind unsere Gründe, im Protest gegen die Politik der verbrannten Erde nicht nachzulassen, sondern eine Schippe drauf zu legen“ - so Christian Link, öffentlicher Sprecher von Kumpel für AUF. „Wir rufen die Bevölkerung auf, sich als Zeuge dieser Politik zu Wort zu melden, an der Demonstration in Essen - wo die RAG ihre Zentrale hat - teilzunehmen und andere mit zu bringen. Es kann nicht sein, dass sich die RAG aus dem Staub macht und sich ihrer Verantwortung für das alles entzieht.“
Samstag, den 14. September 2019, 11:00 Uhr Auftakt Barbarossaplatz, Essen-Stoppenberg, 12:30 Uhr, Abschlusskundgebung Zeche Zollverein, Gelsenkirchener Straße

Hier noch einige wichtige Informationen zur Demo:
Ort und Uhrzeit: 11 Uhr Auftakt Barbarossaplatz (Stoppenberger Markt), 45141 Essen; Demonstration durch Stoppenberg, 12:30 Uhr Abschlusskundgebung Haupteingang Zeche Zollverein, Essen-Schonnebeck, Gelsenkirchener Straße 181 (Höhe Abzweigung in die Straße Dorstenbusch), 45309 Essen. Ende gegen 14 Uhr.
Es wird gute Verpflegung geben zu zivilen Preisen bei der Abschlusskundgebung.
Parken/Autos/wer bei der Demonstration nicht mitlaufen kann: Auf dem Barabarossaplatz und ggf. den umgebenden Straßen kann man gut parken. Die Straßenbahn Linie 107 fährt wenige Meter von dort zum Haupteingang Zeche Zollverein und zurück.

Autor:

Bodo Urbat aus Essen-Nord

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