Giftmüll unter Tage: Schluss mit Verharmlosung!

Der Gelsenkirchener Bergmann Christian Link informiert am 11. Mai über Giftmüll unter Tage.
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Unter diesem Titel findet das nächste Kommunalpolitische Frühstück von "Essen steht AUF" statt. Referent ist der Gelsenkirchener Bergmann Christian Link. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, diesen Skandal wieder in die Diskussion zu bringen und wurde dafür von der Ruhrkohle AG mit einem Anfahrverbot belegt, faktisch ein Berufsverbot.

Das Frühstück findet statt am 11. Mai von 11 bis 13 Uhr im COURAGE-Zentrum, Goldschmidtstr. 3

Giftmüll unter Tage: Tickende Zeitbombe unterm Ruhrgebiet

Von 1987 bis 2006 wurden rund 1,6 Millionen Tonnen Giftmüll profitbringend in elf stillgelegten Bergwerken eingelagert. Dabei handelt es sich um hochgiftige Abfälle und Verbrennungsrückstände unter anderem aus Müllverbrennungsanlagen. Dieses Verfahren wurde von allen etablierten Parteien – einschließlich der Grünen – gegen Bedenken und Proteste abgesegnet und durch Umdeklarierung des Sondermülls in „Wertstoff“ legalisiert!

Auch unter unser Weltkulturerbe Zollverein wurden in 700 Meter Tiefe fast 40 Tonnen giftiger Abfall verbracht. Das städtische Umweltamt beruhigt mit dem Hinweis, dass es sich um verhältnismäßig geringe Mengen und nicht um die giftigsten Stoffe handelt, und dass das Grubenwasser bis auf 950 Meter abgepumpt wird. Doch die Frage ist: Wie lange noch?

Um an den sogenannten „Ewigkeitskosten“ des Bergbaus zu sparen, will die RAG das Grubenwasser nach Stilllegung der letzten Zeche 2018 überall bis auf 500 Meter ansteigen lassen. Dadurch würden die mit Giftmüll verfüllten Bereiche komplett geflutet. Einzelne Gebiete sind bereits geflutet. Erste Untersuchungen lassen Schlimmes befürchten. Wenn sich die Gifte herauslösen, entstehen unabsehbare Gefahren für das Trinkwasser von Millionen Menschen, aber auch für Pflanzen, Tiere und Landwirtschaft.

Essen steht AUF fordert deshalb: Die RAG und die Landesregierung dürfen nicht damit durchkommen, diese Gefahr durch Verschleppung von Untersuchungen und Verharmlosung aus der Öffentlichkeit zu verdrängen. Das sind wir unseren Kindern schuldig. Das Ausmaß der Verseuchung muss umfassend untersucht und der Giftmüll auf Kosten der Verursacher geborgen werden.

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