Fußpflege wieder erlauben
Zieht Essen jetzt nach?

Fußpflegerin Antje Grass-Kraus aus Essen-Steele kennt die Problematik: „Für viele Kunden ist der Besuch beim Fußpfleger alle 3 bis 4 Wochen zwingend nötig, da sie Problem-Füße haben. Ohne einen regelmäßigen Besuch im Studio wäre ein schmerzfreies Laufen gar nicht möglich. Jeden Tag schellt das Telefon und ich kann keine Termine vergeben. Wenn das so weitergeht, haben die Chirurgen bald jede Menge zu tun.“ Foto: Janz
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  • Fußpflegerin Antje Grass-Kraus aus Essen-Steele kennt die Problematik: „Für viele Kunden ist der Besuch beim Fußpfleger alle 3 bis 4 Wochen zwingend nötig, da sie Problem-Füße haben. Ohne einen regelmäßigen Besuch im Studio wäre ein schmerzfreies Laufen gar nicht möglich. Jeden Tag schellt das Telefon und ich kann keine Termine vergeben. Wenn das so weitergeht, haben die Chirurgen bald jede Menge zu tun.“ Foto: Janz
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Ab 4. Mai dürfen Frisöre wieder öffnen. Tausende Menschen haben aber ein größeres und noch dazu schmerzhaftes Problem: Sie müssen dringend zur Fußpflege! In Mülheim ist das bereits wieder erlaubt - zieht Essen jetzt nach?

Laut Rechtsverordnung des Landes NRW ist nur der Besuch beim Podologen erlaubt. Hier dürfen aber nur Patienten mit einem Krankenschein behandelt werden. Den haben aber meist diejenigen nicht, die unter eingewachsenen Zehnägeln, Entzündungen des Nagelbetts usw. leiden.
Deshalb gehen diese Menschen inzwischen verzweifelt zum Hausarzt und versuchen, ein Rezept / Attest zu erhalten. Dabei sollen Praxen in der Corona-Krise möglichst nicht besucht werden, Krankenschein per Telefon, diese Maßnahme ist deshalb verlängert worden.
Dabei geht es den Betroffenen nicht um den Unterschied zwischen podologischer und nicht-podologischer Fußpflege. Sie möchten wieder dort ihre Füße pflegen lassen, wo sie es schon vor der Corona-Krise gemacht haben und mit der Leistung zufrieden waren.

Wenigstens das ist bisher gelungen: Die SPD hat das Thema in die Sitzung des NRW-Landtagsausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales eingebracht. Und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat signalisiert, dass im Zuge der Wiedereröffnung von Frisör-Salons am 4. Mai auch analog über die Fußpflege gesprochen werden muss, damit diese unter Auflagen wieder angeboten werden kann.

So lange wollte unsere Nachbarstadt Mülheim nicht warten. Nach Absprache zwischen Ordnungsamt, Kreishandwerkerschaft und Gesundheitsamt ist die Fußpflege dort schon wieder erlaubt.

Hat OB Thomas Kufen
ein Herz für die Füße
seiner Bürger?

Auch im Rathaus Essen nehmen die Bürger-Anfragen zum Thema immer mehr zu. Doch Oberbürgermeister Thomas Kufen und sein Krisen-Team warteten bisher nur die kommende Rechtsverordnung des Landes ab. Doch aktuell macht Stadtpressesprecherin Silke Lenz Hoffnung: „Wir haben uns heute zum Thema Podologen nochmals intern verständigt, weil wir die Notwendigkeit ja durchaus sehen. Deshalb wird es in Kürze eine Lösung geben.“

Autor:

Detlef Leweux aus Essen-Steele

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