"Alternative Bürgerinitiative Gladbeck": Aufruf zu Ruhe und Besonnenheit

Süleyman Kosar, Vorsitzender der "Alternativen Bürger Initiative Gladbeck" (ABI).
  • Süleyman Kosar, Vorsitzender der "Alternativen Bürger Initiative Gladbeck" (ABI).
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  • hochgeladen von Uwe Rath

Gladbeck. "Wir haben Ramazan. Das ist die Zeit der Besonnenheit und Besinnung. Daran sollten wir auch in der aktuellen Situation festhalten!" Mit diesen Worten meldet sich nun auch der Süleyman Kosar, Chef der "Alternativen Bürgerinitiative Gladbeck" (ABI), betreffs des Auftrittes der türkischen Musikformation "Grup Yorum" zu Wort.

Bekanntlich hat das Tauziehen um das von "Grup Yorum" geplante Konzert in Butendorf ein Ende gefunden. Die Stadt Gladbeck stand dem Konzert von Beginn an ablehnend gegenüber und betont nach wie vor, dass seitens des Veranstalters zu keiner Zeit ein Antrag auf Genehmigung im Rathaus eingegangen sei. Aufgrund der Entwicklung in den letzten Tagen ist die Stadt Gladbeck nun aber "außen vor", denn die DKP-Gladbeck hat einen Antrag auf Durchführung einer "Kundgebung" beziehungsweise "Versammlung" gestellt. Somit haben sich schlagartig die Zuständigkeiten geändert, denn nun liegt die Verantwortung nicht mehr bei der Verwaltung sondern bei der Polizei. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 5.000 Teilnehmern.

Die Veranstaltung, Süleyman Kosar spricht von einer "getarnten Kundgebung", findet am Samstag, 18. Juni, von 10 bis 22 Uhr auf dem Festplatz an der Horster Straße zwischen Stadtmitte und Butendorf statt. Der Einschätzung der Organisatoren, wonach das Fest einen friedlichen Verlauf nehmen werde, teilt Süleyman Kosar nur eingeschränkt. "Warum muss der Veranstalter denn unter anderem 200 Ordner stellen?"

Und Kosar verweist auf die angespannte Situation in Gladbeck in den letzten Tagen. "Nicht nur Moscheegemeinden und türkische Vereine haben Sorge um die Kundgebung, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger. Sie alle befürchten, dass es zu einem Verkehrschaos und möglicherweise Auseinandersetzungen kommen könnte." Kosar bringt allerdings seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Kundgebung zu einer friedlichen Demonstration wird.

Falls es aber zu Ausschreitungen und Zwischenfällen kommen sollte, hat Süleyman Kosar den Schuldigen bereits ausgemacht: "Wenn da etwas aus dem Ruder laufen sollte und es zu Eskalationen kommt, ist alleine die DKP-Gladbeck dafür verantwortlich. Durch ihre Pressegeilheit und aus populistischen Gründen möchte sich die einfallslose DKP ins Gespräch bringen und versucht hier, ohne Rücksicht auf unsere Stadt, sich einen Namen zu schaffen. Was hat die DKP dazu angetrieben, in unserer Stadt ein derartiges Risiko einzugehen? Ich bitte alle, wirklich alle Gladbecker, um Ruhe und Besonnenheit. Damit wir in Gladbeck keine Katastrophe erleben!"

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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