Gladbeck-Mitte: Hochwertiges Wohnquartier im Schatten des "Roten Turmes"

Freudestrahlende Gesichter im Rathaus: Gemeinsam mit Bürgermeister Ulrich Roland (Mitte), Wirtschaftsförderungs-Abteilungsleiter Peter Breßer-Barnebeck (links) präsentierte Frank Purrnhagen (rechts) in seiner Funktion als Geschäftsführer von „Volksbank Immobilien“ die Baupläne für das Innenstadt-Quartier „Carreé am Roten Turm“.
  • Freudestrahlende Gesichter im Rathaus: Gemeinsam mit Bürgermeister Ulrich Roland (Mitte), Wirtschaftsförderungs-Abteilungsleiter Peter Breßer-Barnebeck (links) präsentierte Frank Purrnhagen (rechts) in seiner Funktion als Geschäftsführer von „Volksbank Immobilien“ die Baupläne für das Innenstadt-Quartier „Carreé am Roten Turm“.
  • hochgeladen von Uwe Rath

Gladbeck. Frank Purrnhagen gab die Marschrichtung vor: Der Begriff „Schlachthofgelände“ gehöre ab sofort der Vergangenheit an, so der Geschäftsführer von „Volksbank Immobilien“. Ab sofort werde man das Areal an der Grabenstraße als „Carreé am Roten Turm“ bezeichnen.

Und da liegt Purrnhagen wohl sehr richtig, denn auf dem Areal um den markanten Turm südlich der Feuerwache soll auf einer Gesamtfläche von immerhin rund 12.000 Quadratemtern ein „neues wertiges Stadtquartier“ entstehen. Gemeinsam mit Bürgermeister Ulrich Roland stellte Frank Purrnhagen die ehrgeizigen Pläne jetzt erstmals der Öffentlichkeit vor. Und den beiden Herren war die Begeisterung anzumerken: „Ein Mix aus gutem Wohnen im hinteren Bereich des Grundstückes und einer gewerblichen Nutzung am Roten Turm und in den beiden denkmalgeschützten Villen an der Grabenstraße soll das alte Schlachthofgelände zu neuem Leben erwecken!“

Nur der "Rote Turm" ist übrig geblieben

Bekanntlich zieht sich die Entwicklung des Areals schon über viele Jahre hin. Bereits im Jahr 2006 wurde ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet, das dann aber wieder gestoppt wurd,e um neue Nutzungs- und Bebauungskonzepte zu entwickeln. Im Jahr 2013 kam dann endlich wieder Bewegung in die Angelegenheit, erste Abrissarbeiten auf dem Gelände in die Wege geleitet. Nach dem Ende dieser Arbeiten ist dort nur noch der unter Denkmalschutz stehende „Rote Turm“ übrig geblieben.

Ja, man habe eigentlich noch mehr Teile von den historischen Gemäuern erhalten wollen, gibt auch Frank Purrnhagen zu. Dieser Idee hätten aber wirtschaftliche Zwänge gegenüber gestanden. Man habe öfters Gutachter auf das Gelände geschickt und immer wieder mit dem Ergebnis, dass die alten Hallen abgerissen werden müssten, um eine Vermarktung der Fläche zu ermöglichen.

25 bis 30 neue Wohneinheiten

Nun sollen sechs neue Wohngebäude hinter dem Roten Turm entstehen: Vier Stadtvillen mit je fünf Eigentumswohnungen in dreigeschossiger Bauweise. Dabei soll das oberste Geschoss mit einem Penthouse gebaut werden. Hinzu kommen zwei ebenfalls dreigeschossige Wohngebäude, in denen Miet- oder Eigentumswohnungen vorgesehen sind. Alle Häuser werden einheitlich gestaltet und mit einem Flachdach versehen und selbstverständlich über Aufzüge verfügen. Die zum Verkauf bestimmten Wohneinheiten verfügen über eine Wohnfläche von rund 90 Quadratmeter, die Penthouse-Einheiten über etwa 130 Quadratmeter. Die Mietwohnungen könnten eventuell etwas kleiner ausfallen. Somit könnten etwa 25 bis 30 neue Wohnungen in Innenstadtnähe entstehen.

Vor dem „Roten Turms“ soll ein Querriegel zwischen der zukünftigen Wohnbebauung und der Grabenstraße errichtet werden. Hier ist eine Nutzung als Wohn-/Büroraum, Atelier, Weinhandel oder Gastronomie vorgesehen.

Für die Neubaumaßnahmen befinden sich die Verantwortlichen bereits in erfolgsversprechenden Gesprächen mit eventuellen Investoren, die ernsthaftes Interesse an dem Bauprojekt signalisiert haben.

Interessenten auch schon für die alten Villen

Die beiden denkmalgeschützten Villen an der Grabenstraße werden umfassend saniert und sollen künftig gewerblich genutzt werden. Zurzeit laufen intensive Gespräche mit einem ambulanten Pflegedienst, der dort auch eine Wohngruppe für Senioren errichten möchte. Außerdem gibt es Nachfragen von Ärzten und Rechtsanwälten. Auch Wohnen könnte dort denkbar sein.

Im Zuge des 1. Bauabschnittes sollen die alten Villen noch im Laufe des Jahres 2014 saniert werden. Vor dem Neubau der Wohnhäuser muss dagegen noch ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. So könnte der 2. Bauabschnitt im Jahr 2015 in Angriff genommen werden, eine Fertigstellung aller geplanter Neubauten könnte bis Ende 2018 möglich sein.

„Wir wissen, dass es eine starke Nachfrage für attraktives, barrierefreies Wohnen in der Stadtmitte gibt,“ sagt Frank Purrnhagen. „Hierfür schaffen wir mit dem Wohnen am Roten Turm ein interessantes Angebot“. Komplettiert wird das Projekt durch den Bau von Parkplätzen sowie Carports für die Fahrzeuge der künftigen Bewohner. Und schließlich sollen alle Gebäude in einer parkähnlichen Landschaft stehen.

Keine Lärmbelästigung durch die B 224

Die räumliche Nähe zur B 224 am Südrand des Baugebietes stellt aus der Sicht von Frank Purrnhagen übrigens kein Problem dar. Man werde die Fläche mit einer Mauer abgrenzen, aber auch schon heute gebe es keine Geräuschbelästigungen durch den Verkehr auf der vielbefahrenen Straße.

„Ich freue mich sehr, dass es in enger Zusammenarbeit zwischen Volksbank Immobilien als Eigentümerin, Wirtschaftsförderung und Stadtplanung gelungen ist, eine attraktive Lösung für diese stadtnahe Fläche zu entwickeln,“ betont Bürgermeister Roland. „Besonders ansprechend empfinde ich die Kombination aus neuen Wohnhäusern, dem Roten Turm als Wahrzeichen des alten Schlachthofes und den beiden Villen, auch sie bleiben eine Erinnerung an die frühere Nutzung dieser Fläche.“

Chancen für qualitative Entwicklung

„Wie beim ehemaligen P&C-Gebäude zeigt sich auch hier am ehemaligen Schlachthof, dass die Wiederbelebung von Flächen, gerade wenn es um eine baufällige Bebauung geht, einen langen Atem erfordert. Beide Lösungen, die jetzt gefunden wurden, zeigen aber auch, dass unsere Innenstadt Chancen für eine qualitätvolle Entwicklung bietet,“ freut sich Bürgermeister Roland abschließend.

Als nächstes wird sich am 13. März der Stadtplanungs- und Bauausschuss mit diesem Thema beschäftigen, sprich dem neuen Bebauungsplan, befassen.

Autor:

Uwe Rath aus Gladbeck

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