Ruhrgebiet: Großeinsatz der Polizei nimmt Einbrecher ins Visier - Über 500 Personen kontrolliert

Hunderte Personen und Autos wurden im Zuge der Fahndungen kontrolliert. Foto: Polizei
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In der Woche vor Pfingsten führte die Polizei NRW eine landes- und grenzüberschreitende Kontrollwoche zur Bekämpfung des Einbruchdiebstahls durch. Vor diesem Hintergrund kontrollierte die Polizei Recklinghausen in den Städten des Polizeibezirks gezielt und flächendeckend Personen und Fahrzeuge. Im Visier hatten die Beamten reisende Einbrecherbanden. Mehrere hundert Autos und Personen wurden dabei kontrolliert, hunderte Anzeigen geschrieben.

"Ziel war es dabei auch, im Zuge der umfänglichen Verkehrskontrollen, reisende Einbrecherbanden festzustellen und somit weitere Ermittlungsansätze zur Aufklärung von Wohnungseinbrüchen zu erlangen", erklärte Polizeisprecher Michael Franz. "Nach bisherigen Erkenntnissen wohnen diese Täter meist nicht in den Städten, in denen sie ihre Taten begehen. Sie nutzen die gute Infrastruktur im Ruhrgebiet, reisen, um ihre Taten zu begehen, zu den Tatorten an und flüchten dann wieder schnell über Autobahnen und Bundesstraßen." 

Sowohl uniformierte Beamte als auch Beamte der Einsatzhundertschaft kontrollierten im Tagesverlauf insgesamt 458 Fahrzeuge. Dabei ahndeten die Beamten 324 Ordnungswidrigkeiten mit Verwarngeldern oder Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Festnahmen in Recklinghausen und Marl

Insgesamt wurden 514 Personen überprüft. Dabei wurde ein Ladendieb bei einer Kontrolle in Recklinghausen festgestellt. Bei ihm konnte Diebesgut sichergestellt werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er entlassen. Weiterhin konnte ein Mann in Marl festgenommen werden, der mit einem internationalen Haftbefehl wegen Hehlerei gesucht wurde.

Weiterhin kontrollierten Kriminalbeamte flächendeckend An- und Verkaufsläden, um versetztes Diebesgut sicherzustellen. Bei diesen Kontrollen wurden zwei Handys festgestellt, die aus Eigentumsdelikten stammten. Die weiteren Ermittlungen dazu dauern an.

Einsatzleiter Polizeidirektor Karl-Heinz Henn: "Die Bekämpfung des Einbruchsdiebstahls ist und bleibt eine zentrale Aufgabe der Polizei und ist ein behördenstrategisches Ziel. Mit den Kontrollen wollen wir verdeutlichen, dass jeder Täter an jedem Ort mit Kontrollen rechnen muss. Unser Ziel ist es, wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, deren nachträgliche Auswertung Hinweise und Ansatzpunkte zur Bekämpfung mobiler Einbrecherbanden liefern können. Begleitend zu den Personen- und Fahrzeugkontrollen haben wir aber auch die Bekämpfung von Hauptunfallursachen im Fokus. Vermehrt sind den Verkehrskontrollen auch Geschwindigkeitsüberprüfungen vorgelagert worden. Somit gelingt es uns, mit nur einer Kontrollmaßnahme unterschiedliche Phänomene zu bedienen. Wir wollen Einfluss nehmen auf Täterverhalten, aber auch auf hohes Geschwindigkeitsniveau."

(Mit Material der Polizei)

Hunderte Personen und Autos wurden im Zuge der Fahndungen kontrolliert. Foto: Polizei
In zwei Städten klickten die Handschellen, zudem wurden Läden kontrolliert. (Symbolbild)

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