Trasse für Radschnellweg Gladbeck - Essen: CDU-Hovenjürgen verspricht "ergebnisoffene Prüfung"!

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Der CDU-Landtagsabgeordnete Josef Hovenjürgen (3. von links) folgte der Einladung von Tobias Lüdiger (Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Gladbeck-Mitte, 4. von rechts) und informierte sich vor Ort über den geplanten - und zum Teil heftig kritisierten - Streckenverlauf für den Radschnellweg zwischen Gladbeck und Essen. (Foto: Braczko)

Gladbeck. „Einmal sich vor Ort informieren ist besser, als tausendmal darüber zu reden“, erklärte der Josef Hovenjürgen beim Start der Zuhör-Radtour, zu der der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Gladbeck-Mitte Tobias Lüdiger den CDU-Landtagsabgeordneten aus Haltern eingeladen hatte.

Dabei ging es um die geplante Streckenführung für den Radschnellweg von Gladbeck bis nach Essen. Die CDU-Delegation gab sich aber mit einer 15 Kilometer langen Radtour zufrieden, die aus der Gladbecker Innenstadt heraus bis nach Bottrop führte. Das Wetter und die Strecke durch Gladbeck konnte die Teilnehmer überzeugen. „Mit der Planung auf Gladbecker Stadtgebiet sind wir durchweg einverstanden“, so die Gladbecker ADFC-Vorsitzende Dr. Vera Bücker beim ersten Zwischenhalt an an der Bottroper-/Ecke Beckerathstraße in Ellinghorst mit Blick auf die von Schienen bereits befreite Bahntrasse.

Ab der Stadtgrenze übernahm dann Heinz Brockmann von ADFC Bottrop die Leitung, denn hier zeigten sich sofort die Schwächen der RVR-Planung: „Eine hohe Verkehrsdichte, extreme Benzin- und Dieselabgase und die vielen Ampeln!“ „Alle 400 Meter an einer Ampel warten, das macht keinen Sinn“, so die mitfahrende Bottroper CDU-Vorsitzende Dr. Annette Bunse. Allerdings plant hier der "Regionalverband Ruhr" (RVR) eine Radfahrvorrangschaltung bei einer Durchgeschnittsgeschwindigkeit von etwa 20 Stundenkilometer.

Hinter dem Eigener Markt wechselte die Gruppe zu der vom ADFC favorisierten Strecke und sah sich von einer Brücke aus die noch „verwilderte“ Hafenbahntrasse an. Diese Alternativ-Route über das Bottroper Stadtgebiet ist weitgehehend kreuzungsfrei, die Belastungen durch Lärm und Abgase sind deutlich reduziert und zudem für Gladbecker Radpendler zwei Kilometer kürzer.

Der CDU-MdL Hovenjürgen sagte zum Abschluss: „Ich werde mich als Vorsitzender des RVR-Parlaments für eine ergebnisoffene Prüfung dieser ADFC-Variante einsetzen“ und Tobias Lüdiger ergänzte: „Wir sind für einen Radschnellweg von Gladbeck nach Essen und wollen da nichts verhindern“. Allerdings müsse die Trasse eine Akzeptanz der Bürger in Gladbeck und Bottrop finden, nur dann könne eine Planung erfolgreich sein, schränkte Lüdiger sogleich ein.

Die bisherige „schnellste“ Strecke nach Essen verläuft übrigens neben der B224, dann weiter neben dem Rhein-Herne-Kanal am Rot-Weiß-Stadion vorbei bis in die Innenstadt. Allerdings steht dieser direkte Weg den Planungen zum Ausbau der B 224 zur A 52 komplett im Wege und würde dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Der vom "RVR" geplante Streckenverlauf in Bottrop stößt immer noch auf viel Kritik. Bei einem Stopp an der Gladbecker Straße erläuterte die Gladbecker ADFC-Vorsitzende Dr. Vera Bücker dem CDU-MdL Hovenjürgen die geplante Streckenführung und auch die vom ADFC favorisierte Alternativ-Route. Foto: Braczko
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 20.10.2017 | 18:20  
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Ferdi Wilkskamp aus Gladbeck | 20.10.2017 | 18:41  
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Wolfgang Kill aus Gladbeck | 21.10.2017 | 09:26  
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