Das "Weiltor" von Roqué kommt nicht

Nach der Kuratoriumssitzung der Sparkassen-Stiftung Kunst, Kultur und Denkmalpflege am Mittwochnachmittag gaben Vorsitzender Achim Paas (rechts) und Sparkassendirektor Dieter Rumberg (links) das Aus für den vorliegenden Entwurf fürs "Weiltor" des spanischen Künstlers Agusti Roqué bekannt. Foto: Römer
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  • Nach der Kuratoriumssitzung der Sparkassen-Stiftung Kunst, Kultur und Denkmalpflege am Mittwochnachmittag gaben Vorsitzender Achim Paas (rechts) und Sparkassendirektor Dieter Rumberg (links) das Aus für den vorliegenden Entwurf fürs "Weiltor" des spanischen Künstlers Agusti Roqué bekannt. Foto: Römer
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Das Weiltor ist vom Tisch. Zumindest vorerst. Das gaben nach der Kuratoriumssitzung der Sparkassen-Stiftung Kunst, Kultur und Denkmalpflege Vorsitzender Achim Paas und Sparkassendirektor Dieter Rumberg bekannt.

„Der vorliegende Entwurf von Agusti Roqué, vorgesehen für den Standort am Weiltorplatz zwischen Großer und Kleiner Weilstraße, ist in seiner jetzigen Form nicht machbar“, erläuterte Achim Paas die Absage und versicherte, die Kuratoriumsmitglieder hätten sehr ausführlich über dieses letzte der insgesamt fünf Stadttore gesprochen.
Für die Stiftung sei ein über mehrere Jahre gestaffelter Betrag in einer finanziellen Größenordnung von 80.000 Euro realistisch. Achim Paas: „Das Weiltor von Roqué übersteigt diese Summe jedoch bei weitem, haben Gespräche mit Fachleuten ergeben. Wir sprechen da alles in allem über rund 200.000 Euro für Künstler-Honorar, Material und das Errichten selbst. Das geht einfach nicht.“
Sparkassendirektor Dieter Rumberg ergänzt: „Auch wegen der Umsetzung nicht. Das lässt die Infrastruktur unter der Straße nicht zu, also die dort gebündelt verlaufenden Leitungen.“ Außerdem spräche allein schon die Größe des Projektes dagegen. Es geht immerhin um eine lichte Höhe von fünfeinhalb Metern! Selbst eine Standortverlegung auf die andere Straßenseite sei überlegt worden, doch da gäbe es unterirdisch dieselben Probleme – und ja auch noch den Sparkassenbrunnen. Der müsste weichen und das wolle das Kreditinstitut nicht.
„Stattdessen“, fuhr der Kuratoriumsvorsitzende Achim Paas fort, „haben wir beschlossen, Roqué einen zweiten Vorschlag machen zu lassen. Immerhin hat der Künstler schon eine Menge Arbeit und Zeit in das Projekt gesteckt, da gebietet das allein schon die Fairness. Er hat schon seine Bereitschaft dazu signalisiert, allerdings bräuchte er etwas mehr Zeit, bis in den Herbst hinein. Somit sehen wir nach wie vor die Chance, einen so renommierten Künstler nach Hattingen zu holen, und zeigen ihm unsere Wertschätzung. Wir wollen nämlich unbedingt an unserem bereits 1999 gefassten Beschluss festhalten, alle einstigen fünf Stadttore umzusetzen.“
Nicht vergessen werden dürfe in diesem Zusammenhang, dass Roqués Entwurf ursprünglich für den Steinhagen konzipiert worden sei. Dieter Rumberg: „Das trifft auch auf die anderen Stadttore zu, das heutige Steinhagentor von Voré sowieso, aber eben auch das Heggertor ,DerWächter‘ von Jan Koblasa, das Holschentor ,Engel ante portas‘ von Urs Dickerhoff und letztlich auch für das Bruchtor ,La Porta Aperta‘ von Marcello Morandini. Daher haben wir mit all diesen Künstlern ebenfalls nachverhandelt und sie haben ihre ursprünglichen Entwürfe für den neuen Standort abgeändert.“
Falls jedoch auch der zweite Entwurf eines „Weiltores“ von Agusti Roqué finanziell und künstlerisch nicht passen würde, sagen Dieter Rumberg und Achim Paas übereinstimmend: „Eventuell müssen wir dann neu ausschreiben. Es gibt schließlich ja auch noch andere renommierte Künstler.“

Nach der Kuratoriumssitzung der Sparkassen-Stiftung Kunst, Kultur und Denkmalpflege am Mittwochnachmittag gaben Vorsitzender Achim Paas (rechts) und Sparkassendirektor Dieter Rumberg (links) das Aus für den vorliegenden Entwurf fürs "Weiltor" des spanischen Künstlers Agusti Roqué bekannt. Foto: Römer
Eine Höhe von 5,50 Meter des ursprünglich für den Steinhagen konzipierten Stadttores wäre für den vergleichsweise winzigen Weiltorplatz zwischen Großer und Kleiner Weilstraße zu groß,  Grafik: Stadt Hattingen
Autor:

Roland Römer aus Hattingen

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