Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Kleve beschloss am Mittwoch einstimmig
Der neue Kinder-Spielplatz am Opschlag wird zur „Klever Uferburg“

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KLEVE. Der neue Spielplatz am Opschlag erhält einen eigenen Namen und unterstützt damit nicht nur das Engagement der Schleusenfreunde. Verwaltung und Politik stimmten diesem Schritt zu.

Neben dem Robinson-Spielplatz ist der Kinderspielplatz in der Innenstadt nun der Einzige in Kleve, der einen eigenen Namen trägt. Er wird jetzt "Die Klever Uferburg" heissen.

Der Klever Schleusen-Förderverein Stadt . Land . Fluss ... Schluss? e.V regte die Stadt Kleve im vergangenen September an, dem neuen Spielplatz am Opschlag einem Namen zu widmen, der dessen Marke „Spoyland-Piraten“ aufgreifen sollte. Danach legten die Engagierten auf Wunsch der Stadtverwaltung einen konkreten Vorschlag vor: „Die Klever Uferburg – Für kleine Spoyland-Piraten und Piratinnen“, so die Idee in Worten, die mit der bildlichen Darstellung eines Ankers und eines Schiffstaues in Form eines Schwanenhalses grafisch ergänzt wurde. Die Politik sollte sich mit der Eingabe des Schleusenfördervereins auseinandersetzen und darüber beschließen. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die Sitzungen des politischen Unterausschuss Spielplätze wiederholt verschoben werden. Am vergangenen Montag wurde jetzt beraten und dem Jugendhilfeausschuss eine Empfehlung ausgesprochen. In der entsprechenden vom Bürgermeister Wolfgang Gebing unterzeichneten Drucksache mit der Nummer 144/XI. erklärte die Verwaltung der Stadt Kleve, dass sie das Vorhaben des Vereins befürworte. Am vergangenen Mittwoch beschloss der Jugendhilfeausschuss einstimmig, dass der Spielplatz am Opschlag den Namen in leicht geänderter Form führen soll: „Die Klever Uferburg – für kleine Spoyland-Piratinnen und Piraten“. Ein Schild mit Darstellung des Logos, das der Verein erstellt hat, wird von der Stadt geliefert schon bald am Spielplatz angebracht.

Der Kinderspielplatz zwischen der Herzogstraße und der Fußgängerbrücke über dem Spoykanal ist erst einige Monate jung und schon für viele Kinder ein beliebter Bereich zum Klettern, Balancieren und im Sand buddeln.
Die Planer des Spielplatzes am Ufer des Spoykanals hatten sich für das Areal das Thema „Hafen“ ausgedacht und die Fläche mit einem Klettermast und Fischerdorf im Miniaturformat bestückt. Er wurde als Teil des Konzepts „JUNGE MITTE – eine kinder- und jugendfreundliche Innenstadt für Kleve“, das im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Innenstadt Kleve erstellt wurde, entwickelt und errichtet.

Der gemeinnützige Verein Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V. aus Kleve, der sich seit seiner Gründung im Januar des Jahres 2020 umtriebig für den Erhalt der Schleuse in Brienen und der Wasseranbindung an den Rhein einsetzt, hat sich vorgenommen, das inzwischen in Teilen der Klever Bevölkerung angeschlagene Image der Wasserstraße durch verschiedene Aktionen und Projekte zu verbessern. Trotz der Pandemie ist es dem Verein gelungen, erste Events zu starten und hat es damit sogar schon ins Fernsehen geschafft.
Für die Kleinen haben sich die Ehrenamtlichen etwas ganz Besonderes ausgedacht: Mit den Spoyland-Piratinnen und Piraten wird auf spielerische und abenteuerliche Weise auf den Spoykanal aufmerksam gemacht. Deshalb kam der Neubau des Spielplatzes der Stadt Kleve gerade recht. Denn er passt hervorragend zu der Idee, die Spoyland-Piratinnen und Piraten zu Wasser zu lassen. Das jetzt beschlossene Anliegen des Vereins an die Stadt wird sich einreihen in die Folge der Projekte, die der Verein mit der Piraten-Marke plant bzw. bereits realisiert hatte: Bei einem ersten Abenteuer im September auf und im Spoykanal hatten einige als Spoyland-Piraten verkleidete trauernde Kinder des Vereins Herzenswunsch Niederrhein, der bekannte Sänger Willi Girmes und einige ehrenamtliche Sporttaucher, die einen Schatz aus dem Kanal geborgen haben, jede Menge Spaß. Auch ein Kinderbuch des Vereins wird schon bald Abenteuer der "Meuterer" auf dem Spoykanal erzählen. Weitere Projekte werden zurzeit zwischen den Vereinsmitgliedern beraten.

Mit seiner Marke „Spoyland – Wo Heimat und Fantasie fließen“ will der Schleusenverein alle Aktionen, Projekte und Events, in denen er involviert ist und die darauf abzielen, den Spoykanal zukunftsfit inwertzusetzen, bündeln. Diese Maßnahme ist nach Meinung der Ehrenamtlichen wichtig, um die Rentabilität der Baupläne, die die Stadt in Brienen verfolgt, zu fördern. Dabei setzt der Verein nicht alleine auf den Wassertourismus und die motorisierte Freizeit-Schifffahrt. Auch die Bereiche Kunst und Kultur, Forschung und Wissenschaft, Klima- und Naturschutz sowie Bildung und Pädagogik sollen in dem Gesamtkonzept verknüpft werden. Die Stadt Kleve plant aktuell mit dem Neubau einer kostspieligen Sportbootschleuse als Ersatz für die marode denkmalgeschützte Schleuse in Brienen, die im Zusammenhang mit der bevorstehenden Deicherneuerung abgerissen werden soll. Die Mitglieder des Vereins möchten ihren Blick nicht nur auf die zu erwartenden immensen Kosten richten, sondern auch Mehrwerte und Synergien schaffen durch neue Ideen, die der Spoykanal in Zukunft liefern könnte. Seine Arbeit finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Sponsoring, öffentliche Projektförderungen sowie ehrenamtliches Engagement. Inzwischen konnten die Mitglieder ein aktives Netzwerk beispielsweise mit der Hochschule Rhein-Waal, einigen Klever Unternehmen, Vereinen u.a. aufbauen, um auch Synergien zu schaffen und Kompetenzen zu verknüpfen. Auch mit der Stadtverwaltung steht der Verein bereits seit seines Bestehens in einem regen Dialog.

Über den einstimmigen Beschluss durch die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses und der vorausgegangenen Empfehlung durch die Stadtverwaltung und des Unterausschuss Spielplätze freuen sich nicht nur die Mitglieder von Stadt . Land . Fluss … Schluss? e.V., sondern inzwischen auch zahlreiche seiner Beobachter und Gönner, die sich den Erhalt der Briener Schleuse so sehr wünschen.

Autor:

Helmuth Plecker aus Kleve

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